cinetastic.de - Living in the Cinema

Annabelle 3

Geschrieben von Ronny Dombrowski am 14. Juli 2019

Im Bereich des Horrorfilms wurde man in den letzten Jahren in erster Linie mit den „Conjuring“ und den „Annabelle“ Filmen konfrontiert, welche zusammen mit dem kürzlich vorgestellten „Loronas Fluch“ alle in einer übergeordneten Rahmenhandlung zusammengefasst sind und entsprechende Verbindungen untereinander aufweisen. Mit „Annabelle 3“ erscheint nun ein weiterer Horrorfilm aus diesem Universum, dem diesmal allerdings bereits kurz nach dem Start ordentlich die Luft ausgegangen ist.

Am Anfang der 1970er Jahre: Die beiden Dämonologen Ed (Patrick Wilson) und Lorraine Warren (Vera Farmiga) befinden sich auf der Rückreise eines gefährlichen Jobs, bei dem sie die Familie Perron von einer unheimlichen Puppe namens Annabelle befreit haben. Eben diese Puppe wird natürlich in einem bestens verschlossenen Zimmer verwahrt, wo diese nicht nur in einer Glasvitrine platziert, sondern mit allen anderen Gegenständen auch einmal die Woche durch einen Priester geweiht wird.

Eines Tages sind Ed und Lorraine für einen weiteren Job außer Haus, da kommt es wie es kommen musste. Babysitterin Daniela (Katie Sarife), ihre Freundin Mary Ellen (Madison Isemann) und die zehnjährige Warren-Tochter Judy (Mckenna Grace) betreten besagtes Zimmer, erwecken den Geist der Puppe und werden fortan mit grauenhaften Ereignissen konfrontiert. Für Ed und Lorraine wäre dies nun ein Job wie jeder andere, doch leider sind eben diese nicht zuhause, sodass sich die Kinder schon bald selbst gegen das Böse zur Wehr setzen müssen.

Der neuste Teil der „Annabelle“-Reihe spielt direkt im Anschluss von „Conjuring“ und somit noch vor dem zweiten Teil. Die Warrens kommen mit der Puppe nach Hause, platzieren diese in der bereits bekannten Glasvitrine, woraufhin diese auch schon wieder abreisen. Genau an dieser Stelle werden viele Fans nun hellhörig, denn obwohl uns der Trailer im Vorfeld die Figuren von Ed und Lorraine gezeigt hat, spielen diese bestenfalls eine nebensächliche Rolle, sieht man diese doch nur in einer kurzen Szene am Anfang und am Ende des Films.

Durch diese erzählerische Prämisse werden die Hauptrollen also komplett neu verteilt, wodurch vor allem jede Menge Zeit ins Land geht, bei dem „Annabelle 3“ reichlich Leerlauf besitzt. Die drei Jugendlichen müssen erst umfangreich vorgestellt werden, es wird gezeigt das Daniela noch immer mit dem Tod ihres Vaters zu kämpfen hat und natürlich ist die zehnjährige Judy doch recht allein, was vor allem in der Arbeit ihrer berühmten Eltern begründet liegt.

Ist diese viel zu lange Einführung erst einmal vorbei, kocht Regisseur Gary Dauberman doch überwiegend auf Sparflamme. Der Film dümpelt bestenfalls so vor sich dahin, der Geist der Puppe wird erweckt und natürlich müssen sich die drei grundverschiedenen Mädchen eben diesem Geist erwehren. Das Schlimme dabei ist nun allerdings, dass genau dafür jede Menge bekannter Klischees bedient werden, wenn die Kinder eben immer genau so agieren, wie man es in einem schlechten B-Movie erwarten würde. Möglichst dumm, immer genauso so wie man am einfachsten stirbt, nur damit man ja keine Spannung aufkommen lässt.

Genau diese Entwicklung spiegelt sich leider auch im Bereich des eigentlichen Horrors wieder, denn obwohl eine Hand voller gut platzierter Jump-Scares existieren, wird der Zuschauer doch überwiegend mit jeder Menge warmer Luft konfrontiert. Gruselige Szenen kündigen sich oft schon Minuten im voraus an, wo es dann doch niemanden mehr überrascht, wenn plötzlich etwas unerwartetes passiert. Letztes Endes liegt dies aber weniger an den drei jungen Hauptdarstellerinnen, sondern vielmehr am zugrundeliegenden Drehbuch, das absolut nichts neues zu erzählen weiß. Womöglich sollte man dies aber auch als ernstzunehmenden Hinweis dafür deuten, endlich einmal Schluss zu machen. Wir haben zahlreiche gute Filme im „Conjuring“-Universum gesehen, Zeit sich etwas neuem zu widmen.

Der dritte Teil der Annabelle-Reihe kommt leider nicht über das Mittelmaß hinaus, was nicht nur am Fehlen der bekannten Hauptdarsteller liegt, sondern vor allem am langweiligen Drehbuch.

  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1

Wir vergeben daher 5 von 10 Filmpunkten.

Copyright: Warner Bros.

Kommentare

Keine Kommentare vorhanden.

Mit Facebook Anmelden um zu Posten!

Anmelden

Länge: 106 min

Kategorie: Horror, Mystery, Thriller

Start: 04.07.2019

cinetastic.de Filmwertung: (5/10)

  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1

Leser Filmwertung: (nan/10)

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10

Film bewerten!

Gewinnspiele

Gewinne Kinokarten, BluRays, DVDs,
Fan Packages und mehr!

Gleich mitmachen

Info

Annabelle 3

Geschrieben von Ronny Dombrowski

Länge: 106 min
Kategorie: Horror, Mystery, Thriller
Start: 04.07.2019

Bewertung Film: (5/10)

  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1

Leser Filmwertung: (nan/10)

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10

Film bewerten