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Friedhof der Kuscheltiere

Geschrieben von Ronny Dombrowski am 8. April 2019

Friedhof der Kuscheltiere

Seit mehr als 45 Jahren schreibt Stephen King Romane der unterschiedlichsten Genres. Zu seinen bekanntesten Werken zählen „Shining“, „The Stand“ und „Friedhof der Kuscheltiere“, die bereits alle eine entsprechende Verfilmung erfahren haben. Unter der Regie von Kevin Kölsch und Dennis Widmyer entstand nun von „Friedhof der Kuscheltiere“ ein entsprechendes Remake, doch kann dieses die Romanvorlage besser interpretieren als die Verfilmung aus dem Jahre 1989?

Friedhof der KuscheltiereLouis Creed (Jason Clarke) und seine Frau Rachel (Amy Seimetz) ziehen zusammen mit den beiden Kindern Ellie (Jeté Laurence) und Gage (Hugo Lavoie) von Boston ins kleine verschlafene Städtchen Ludlow. Abseits des Trubels der Großstadt versucht die kleine Familie erneut näher zusammenzurücken, wofür sie sich in der Nähe eines Waldes ein entsprechendes Anwesen gekauft haben. Während direkt vor dem Haus eine sehr stark befahrene Hauptstraße gelegen ist, befindet sich nicht unweit des Hauses ein kleiner Friedhof, auf dem die Kinder der Stadt ihre Haustiere beerdigen.

Als eines Tages die Katze der Familie von einem Laster überfahren wird, bietet Nachbar Jud Crandall (John Lithgow) der Familie an, diese bei der Beerdigung zu unterstützen. Selbiger führt sie jedoch nicht zum Tierfriedhof, sondern zum dahintergelegenen Indianerfriedhof, wo Louis den Kater in der steinigen Erde vergräbt. Schon kurz Zeit später erscheint der Kater erneut vor dem Hauss, doch wo sich Louis im ersten Moment über den Anblick des Haustieres freut, entpuppt sich dieses schon bald als echtes Biest.

Friedhof der KuscheltiereDie Romane von Stephen King werden in steter Regelmäßigkeit verfilmt. In diesem Jahr erwarten uns „Es 2“, das „Shining“-Remake „Doctor Sleep“, „The Stand“ als Serienadaption und nicht zuletzt das Remake von „Friedhof der Kuscheltiere“, welches bereits vor 30 Jahren eine Adaption der entsprechenden Vorlage erfahren hat. Wo selbige damals dem Roman nicht unbedingt gerecht wurde, versuchen dies Kevin Kölsch (Mama 2) und Dennis Widmyer (Absence) nun besser zu machen, doch können sie tatsächlich die Atmosphäre von Kings Roman einfangen?

Die Meinungen gehen auch hier wieder sehr stark auseinander, denn wo der ursprünglichen Verfilmung ein entsprechendes Budget und charismatische Darsteller fehlten, vermag man dem neuen Film den Umgang mit Trauer und Verlust ankreiden, die in der Romanvorlage noch einen wesentlich höheren Stellenwert hatten. Nichts desto trotz ist die 2019er Version von „Friedhof der Kuscheltiere“ ein durchaus sehenswerter Genrebeitrag, was nicht nur an Jason Clarke (Zero dark Thirty) liegt, dessen Figur man sprichwörtlich zerbrechen sieht, sondern ebenso den unterschiedlichsten Schauwerten, die sich deutlich von der 1989er Version abheben.

Friedhof der KuscheltiereDer Tieffriedhof ist wunderbar dargestellt und unterstützt die düstere Atmosphäre nahezu perfekt, die Jump-Scares sitzen und wenn die Laster plötzlich an der Straße vorbeirasen, drückt einen dies ganz unweigerlich tief in seinen Sitz zurück. Darüber hinaus sind Kevin Kölsch und Dennis Widmyer ab der Hälfte des Films vom ursprünglichen Skript abgewichen, wodurch wir nun nicht mehr mit einem mordenden Kleinkind konfrontiert werden, sondern mit einer durchaus realeren Bedrohung.

Dennoch hat auch die 2019er Version von „Friedhof der Kuscheltiere“ so ihre Probleme, was sich zum einen im Indianerfriedhof wiederspiegelt, der visuell tief in irgendeinem Moor gelegen ist, als auch an der Figur des Nachbarn, die bestenfalls die Geschichte voranbringen soll, einen tieferen Nutzen aber komplett vermissen lässt. Darüber hinaus vermag aber auch die Nebengeschichte rund um Rachel ihrer entstellten Schwester nur bedingt zu gefallen, was zwar visuell nett anzusehen ist, den Bogen hin zur Trauerbewältigung aber nicht unbedingt spannen kann.

Mit dem Remake von „Friedhof der Kuscheltiere“ werden Kevin Kölsch und Dennis Widmyer der Romanvorlage von Stephen King nur im Ansatz gerecht. Wo ihr Film im Bereich der Atmosphäre durchaus zu gefallen versteht, hätte man sich in anderen Bereichen eine etwas mutigere Inszenierung gewünscht.

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Copyright: Paramount

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Friedhof der Kuscheltiere

Länge: 101 min

Kategorie: Horror, Mystery, Thriller

Start: 04.04.2019

cinetastic.de Filmwertung: (6/10)

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Friedhof der Kuscheltiere

Geschrieben von Ronny Dombrowski

Länge: 101 min
Kategorie: Horror, Mystery, Thriller
Start: 04.04.2019

Bewertung Film: (6/10)

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