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The Possession of Hannah Grace

Geschrieben von Ronny Dombrowski am 23. Januar 2019

The Possession of Hannah Grace

Jedes Jahr gibt es zahlreiche Horrorfilme die für wenig Geld produziert und anschließend für das Heimkino angeboten werden. Im Falle von „The Possession of Hannah Grace“ hat es eine solche Produktion nun sogar ins Kino geschafft, was einmal mehr als echte Überraschung anzusehen ist. Was aber macht diesen Film so besonders und womit kann es sich von der breiten Masse ähnlicher Genrebeiträge abheben?

The Possession of Hannah GraceDie ehemalige Polizistin Megan Reed (Shay Mitchell) ist nach einem folgenschweren Vorfall bei ihrem Arbeitgeber in Ungnade gefallen und versucht nun durch einen Aushilfsjob wieder auf die Beine zu kommen. Durch eine gute Freundin hat sie nun die Nachtschicht in der Leichenhalle bekommen, wo sie für die Annahme von Körpern verantwortlich ist. Bereits in ihrer ersten Nacht kommt der zerschundene Körper von Hannah Grace (Kirby Johnson) herein, die vor drei Monaten das Opfer eines missglückten Exorzismus wurde. Obwohl der Leichnam äußerlich unauffällig erscheint, plagen Megan schon bald seltsame Visionen. Zusammen mit einem Wachmann versucht sie die Nacht zu überstehen, doch das ist einfacher gesagt als getan, wenn ein Dämon von ihr Besitz ergreifen will.

Im Bereich der Exorzismus-Filme gibt es kaum noch etwas neues zu erzählen und dennoch versucht man in steter Regelmäßigkeit mit wenig Geld neue Filme zu produzieren, um diese hinterher für das Heimkino zu verwerten. Im Falle des 5 Mio. US Dollar teuren „The Possession of Hannah Grace“ hat es sogar für einen Kinostart gereicht, was angesichts der 15 Mio. US Dollar an Einnahmen bereits jetzt als positiv zu bezeichnen ist. Nichts desto trotz erweist sich die Produktion des dänischen Regisseurs Diederik Van Rooijen (Bollywood Hero) als echte Herausforderung, gibt es doch kaum etwas positives darüber zu berichten.

The Possession of Hannah GraceIm Unterschied zu vergleichbaren Genre-Beiträgen beginnt „The Possession of Hannah Grace“ bereits am Anfang mit einem Exorzismus, woraufhin zwei Priester sterben und der Dämon als Gewinner übrig bleibt. Wo andere Filme enden, fängt dieser allerdings erst an, woraufhin ein zeitlicher Übergang von drei Monaten erfolgen soll. Wer nun allerdings Spannung erwartet, wird leider grenzenlos enttäuscht werden, denn von der Vielzahl an Exorzismus-Filmen kann auch „The Possession of Hannah Grace“ sich nicht im Ansatz abheben.

Der Zuschauer bekommt einen dunklen Keller, ein wenig flackerndes Licht und bedrohliche Musik, durch die sich jedweder Horror bereits im voraus ankündigen wird. Was oft folgt sind kleinere Spielereien, sich anbahnende Schatten, welche sich dann allerdings wieder als harmlos herausstellen sollen. Dazwischen gibt es lose Rückblicke aus dem Leben von Megan, Gespräche mit ihrem Ex-Freund, liebestolle Wachmänner und natürlich den rastlosen Dämon, der auf der Suche nach einem neuen Körper ist.

The Possession of Hannah GraceDies alles ist alles andere als spannend, zuweilen sogar recht langweilig, hat man dies alles doch bereits unzählige Male in zahlreichen Variationen gesehen. Da hilft es auch wenig das es gegen Ende hin etwas ans Eingemachte geht, denn trotz der überschaubaren 85 Minuten muss man als Zuschauer bis dahin zahlreiche Längen und eine recht zähe Geschichte überstehen. Dazu kommt das viele Figuren austauschbar erscheinen, dass Megan und ihre (kaputte) Vergangenheit alles andere als interessant sind und man sich zuweilen fragen muss, ob man dies alles, dank zahlreicher Logiklöcher, nicht bereits am Anfang hätte etwas abkürzen können.

„The Possession of Hannah Grace“ ist ein weiterer unterdurchschnittlicher Exorzismus-Film, der sich von ähnlichen Genrebeiträgen in keiner Weise abheben kann.

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Wir vergeben daher 5 von 10 Filmpunkten.

Copyright: Sony

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The Possession of Hannah Grace

Länge: 85 min

Kategorie: Horror, Mystery, Thriller

Start: 31.01.2019

cinetastic.de Filmwertung: (5/10)

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Info

The Possession of Hannah Grace

The Possession of Hannah Grace

Geschrieben von Ronny Dombrowski

Länge: 85 min
Kategorie: Horror, Mystery, Thriller
Start: 31.01.2019

Bewertung Film: (5/10)

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