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Mortal Engines: Krieg der Städte

Geschrieben von Ronny Dombrowski am 11. Dezember 2018

Mortal Engines: Krieg der Städte

Nach dem überaus erfolgreichen „Die Tribute von Panem“ wurden die unterschiedlichsten Kinder- und Jugendromane verfilmt, welche an den Kinokassen oftmals nicht nur untergingen, sondern zumeist von den Studios nach dem ersten Film bereits fallengelassen wurden. Mit „Mortal Engines: Krieg der Städte“ erscheint nun ein Film zum ersten Roman von Philip Reeves Tetralogie Predator Cities, doch hat Regisseur Christian Rivers damit mehr Erfolg als seine Vorgänger?

Mortal Engines: Krieg der StädteVor vielen hundert Jahren vernichtete eine grauenhafte Katastrophe fast die gesamte Menschheit. Der Planet ist verwüstet, besteht nur noch aus einer gewaltigen Steppe, doch die wenigen Überlebenden haben sich angepasst. Ihre riesigen Städte fahren nun über den Planeten, auf der Suche nach Rohstoffen, verschlingen kleinere. Eine dieser Städte ist London, die auf großen Ketten sich wie ein alles fressendes Monster über das Ödland bewegt und die Stadt der jungen Frau Hester Shaw (Hera Hilmar) vernichtet. Für diese kommt die Begegnung wie gerufen, denn vor vielen Jahren ermordete Thaddeus Valentine (Hugo Weaving), der Anführer von London, ihre Mutter.

Leider geht das Attentat auf besagten Mann gehörig schief, woraufhin Hester nicht nur aus London flieht, sondern gleichzeitig auf Tom Natsworthy (Robert Sheehan) trifft, der vor vielen Jahren beide Elternteile verloren hat. Beide könnten unterschiedlicher kaum sein, doch eint sie der Wille des Überlebens und der Wunsch nach Rache. Als beide schließlich auf eine Rebellenarme treffen, scheinen sie am Ziel einer möglichen Vergeltung angelangt zu sein, doch Thaddeus Valentine ist im Besitz einer grauenvollen Waffe. Nun gibt es nur noch ein Ziel, doch wie kann man diese scheinbar unbezwingbare Stadt aufhalten?

Mortal Engines: Krieg der StädteIn den letzten Jahren wurde man als Zuschauer mit mehreren Projekten konfrontiert, bei denen scheinbar erfolgreiche Kinder- und Jugendbücher verfilmt wurden. Oftmals scheiterten diese Projekte brutal an den amerikanischen Kinokassen, die als Dreiteiler konzipierten Filme wurden eingestampft, was insbesondere die wenigen Fans entsprechend traf. Mit „Mortal Engines: Krieg der Städte“ versucht man nun sogar eine vierteilige Romanserie von Autor Philip Reeves für die große Leinwand umzusetzen, doch gibt es dafür überhaupt ein entsprechendes Publikum?

Produzent Peter Jackson (Herr der Ringe) ist dieser Meinung und so trieb er rund 100 Mio. US Dollar auf, woraufhin Regisseur Christian Rivers (King Kong) und die Autoren Fran Walsh (Der Hobbit: Eine unerwartete Reise) und Philippa Boyens (Der Hobbit: Smaugs Einöde) die Idee von Jackson verwirklichten. Das Ergebnis könnte direkt einem Steampunk-Sci-Fi-Universum entsprungen sein, denn was dem Zuschauer hier visuell geboten wird, lässt staunende Gesichter zurück. Fangen wir aber am Anfang an. Eine globale Katastrophe, eine Rachegeschichte, Städte die sich motorisch angetrieben über die Erde bewegen und kleinere Städte fressen. Was sich auf dem ersten Blick wie „Mad Max“ anhört, hat dann zum Glück etwas mehr Inhalt, auch wenn sich dieser auf die typischen Klischees zusammenfassen lässt.

Mortal Engines: Krieg der StädteEine junge Dame die sich an jemanden rächen will, ein junger Mann der mit dieser eine Zweckgemeinschaft eingeht und natürlich eine Allianz von Rebellen, dieser sich beide anschließen. Was sich nach einer völlig austauschbaren Geschichte anhört die wir alle schon unzählige Male gesehen haben, ist auch bei 128 Minuten Länge alles andere als aufregend, da die Inszenierung sich zuweilen wie Kaugummi in die Länge zieht. Sieht man von diesen inhaltlichen Problemen einmal ab (welche die Romanvorlage auch hat…), bleibt vor allem ein visueller Leckerbissen übrig, an den man sich kaum satt sehen kann.

Als Mischung zwischen „Final Fantasy“ (2001) und „Das wandelnde Schloss“ (2004) ist „Mortal Engines: Krieg der Städte“ vor allem für Steampunk-Fans pure Augenweide. Städte auf riesigen Ketten die wie ein Rasenmäher alles fressen und verwerten, Häuser in den rollenden Städten die ans viktorianische Zeitalter erinnern und eine funktionierende Gesellschaft, die nicht komplett technologisch mit den abgefahrensten Laserwaffen funktioniert, sondern am ehesten in der Vergangenheit geblieben ist und Technologie bestenfalls als Ergänzung ansieht. Neben den wunderbaren Städten gibt es eindrucksvolle Flugapparate, Menschen mit Kybernetik und allerhand weiterer Spielereien.

Der erste Teil von Philip Reeves Tetralogie vermag vor allem mit seinen visuellen Reizen zu punkten, versagt aber weitestgehend mit seiner austauschbaren Geschichte, die wir in ähnlicher Form schon unzählige Male gesehen haben. Es bleibt abzuwarten ob die hohen Produktionskosten eingespielt werden können, sodass eine Fortsetzung gedreht werden kann.

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Mortal Engines: Krieg der Städte

Länge: 128 min

Kategorie: Action, Adventure, Fantasy

Start: 13.12.2018

cinetastic.de Filmwertung: (6/10)

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Mortal Engines: Krieg der Städte

Mortal Engines: Krieg der Städte

Geschrieben von Ronny Dombrowski

Länge: 128 min
Kategorie: Action, Adventure, Fantasy
Start: 13.12.2018

Bewertung Film: (6/10)

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