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Mary Poppins‘ Rückkehr

Geschrieben von Ronny Dombrowski am 13. Dezember 2018

Mary Poppins' Rückkehr

Es gibt wohl kaum ein Kind das noch nie etwas vom Kindermädchen Mary Poppins gehört hat, denn wenn nicht grade die Bücher der australischen Schriftstellerin P. L. Travers vorgelesen wurden, so kennt man zumindest den Disneyfilm aus dem Jahre 1964. Ganze 54 Jahre nach dem ersten Teil, kommt nun die entsprechende Fortsetzung ins Kino, welche sich erneut der Familie Banks widmen soll.

Mary Poppins' RückkehrLondon im Jahre 1930: Das Land steckt mitten in der Wirtschaftskrise, Michael (Ben Whishaw) und Jane Banks (Emily Mortimer) sind erwachsen geworden. Michael arbeitet in der Bank in der schon sein Vater tätig war, Jane ist als Aktivistin tätig, welche sich für die Rechte der Frauen einzusetzen versucht. Vor kurzem ist Michaels Frau verstorben, weswegen er mit den drei Kindern Annabel (Pixie Davies), Georgie (Joel Dawson) und John (Nathanael Saleh) alleine ist. Nur die ältere Haushälterin Ellen (Julie Walters) kann ihm ein wenig unter die Arme greifen, doch bei dem neusten Problem sind selbst dieser die Hände gebunden.

Michael hat Schulden, eine Menge Schulden und so steht schon bald der Verlust des Hauses an. Für die Familie ein kaum hinzunehmender Umstand, doch plötzlich klopft eine alte Bekannte an die Tür. Mary Poppins (Emily Blunt) möchte sich um die Kinder kümmern, im Haushalt helfen und gleichwohl mit ein bisschen Magie für Ordnung sorgen. An ihrer Seite befindet sich der Laternenanzünder Jack (Lin-Manuel Miranda) sowie Marys seltsame Cousine Topsy (Meryl Streep). Schaffen sie es zusammen der Familie Banks zu helfen oder verliert diese wirklich ihr Heim?

Mary Poppins' RückkehrWenn ein Film nach 54 Jahren eine Fortsetzung erhält, dann kann man dies zweifelsohne als Novum bezeichnen. Viele andere Studios hätten die Geschichte rund um das Kindermädchen Mary Poppins bereits unzählige Male neu verfilmt, Disney entschließt sich dagegen für einen mutigen Schritt und entwickelt einen zweiten Teil, welcher lose auf den Büchern zwei bis vier der Autorin P. L. Travers basiert.

Obwohl die meisten Zuschauer bestenfalls das erste Buch kennen, entwickelt Regisseur Rob Marshall (The Little Mermaid) zusammen mit seinen Drehbuchautoren David Magee (Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger) und John DeLuca (Into the Woods) eine ansprechende Geschichte rund um finanzielle Schulden, ein möglicher Verlust des Hauses und dem Entdecken von Magie, was in kleinen Episoden aufbereitet wurde. So entführt man den Zuschauer beispielsweise in eine Unterwasserwelt voller Magie die direkt unterhalb einer Badewanne ist, eine grenzenlose Welt auf einer alten Suppenschüssel oder gar ein sich ständig veränderndes Haus, in dem die Cousine von Mary Poppins wohnt.

Mary Poppins' RückkehrWie schon beim Film aus dem Jahre 1964, ist die dargelegte Welt farbenfroh, mit sehr vielen Details ausgestattet und unterlegt mit sehr viel Musik, was bereits in den ersten Minuten zur Geltung kommt. Dort sehen wir nämlich einen Laternenanzünder durch die Straßen von London Fahren, seinen Liedtext singen, woraufhin dem Zuschauer auch schon die ersten Personen vorgestellt werden. Was als Musical durchaus funktioniert, ist insbesondere am Anfang überaus zäh. Die Einführung der unzähligen Figuren benötigt sehr viel Zeit, was ebenso den roten Faden betrifft, der rund um die Geldsorgen der Familie abzielt. Hier hätte man womöglich lieber auf eine erzählerische Episode verzichten sollen, um die ganze Inszenierung in sich etwas zu straffen.

Sieht man von diesem Umstand einmal ab, so ist „Mary Poppins‘ Rückkehr“ in erster Linie eine sehr farbenfrohe Angelegenheit, bei der unzählige Songs zum besten gegeben werden. Einige davon funktionieren überaus gut, ganz andere dienen bestenfalls als Lückenfüller, um den Übergang zwischen einzelnen Episoden gewährleisten zu können. Wie auch immer man dazu aber auch stehen mag, Hauptdarstellerin Emily Blunt (Girl on the Train) macht als Kindermädchen einfach eine unglaublich gute Figur, denn Blunt ähnelt nicht nur der Mary Poppins aus dem Jahre 1964, sie kann auch noch ganz passabel singen (man erinnere sich an schlechte Beispiele, wie bspw. „Mama Mia“). Neben ihr weiß aber auch Lin-Manuel Miranda (Das wundersame Leben von Timothy Green) zu gefallen, der mit dem Rad durch London fährt und vor positiver Energie nur so sprüht.

54 Jahre nach dem ersten Teil präsentiert uns Disney eine moderne Fortsetzung von „Mary Poppins“, die insbesondere visuell beeindruckend ist. Während die musikalische Untermalung zum Mitsingen einlädt, hätte man die Geschichte durchaus etwas straffen können.

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Wir vergeben daher 6 von 10 Filmpunkten.

Copyright: Disney

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Mary Poppins' Rückkehr

Länge: 130 min

Kategorie: Adventure, Family, Fantasy

Start: 20.12.2018

cinetastic.de Filmwertung: (6/10)

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Mary Poppins' Rückkehr

Mary Poppins‘ Rückkehr

Geschrieben von Ronny Dombrowski

Länge: 130 min
Kategorie: Adventure, Family, Fantasy
Start: 20.12.2018

Bewertung Film: (6/10)

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