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Smallfoot: Ein Eisigartiges Abenteuer

Geschrieben von Ronny Dombrowski am 8. Oktober 2018

Smallfoot: Ein Eisigartiges Abenteuer

Im Bereich der Animationsfilme gibt es schon länger ein spürbares Überangebot an Produktionen, doch während die ganz kleinen Zuschauer sich in erster Linie von bunten Plakaten verführen lassen, fällt es den Eltern oft schwer die wirklich guten Filme herauszufinden. Mit „Smallfoot – Ein eisigartiges Abenteuer“ präsentieren wir nun ein kleines Highlight aus dem Monat Oktober, dem man ruhig einmal eine Chance geben sollte.

Smallfoot: Ein Eisigartiges AbenteuerHoch oben in den verschneiten Bergen lebt der junge Yeti Migo (Originalstimme Channing Tatum) zusammen mit seinen Artgenossen. Migo glaubt fest an die Regeln den Dorfes, an den weisen Alten und so wundert es ihn doch sehr, dass er eines Tages etwas fremdes vom Himmel fallen sieht. Eben dieses fremde ist in dem Fall ein abstürzendes Flugzeug, darin befindet sich ein Mensch (steht hier für den Smallfoot), den es laut den alten Aufzeichnungen gar nicht geben dürfte.

Natürlich begibt sich Migo sofort mit seiner Entdeckung in das kleine Dorf, doch hier möchte ihm niemand glauben. Kurzerhand beschließt er auf Entdeckungstour zu gehen, dass Gebiet weit außerhalb des Dorfes zu erkunden, dort einen der Menschen zu finden und diesen anschließend auch mitzunehmen. Für Freundin Meechee keine wirklich gute Idee, doch Migo lässt sich nicht aufhalten. Schon bald stößt er auf den Menschen Percy, der seinerseits nicht an Yetis glaubt. Ein Verständigungschaos scheint vorprogrammiert zu sein.

Smallfoot: Ein Eisigartiges AbenteuerZuletzt wurden wir mit sehr vielen Animationsfilmen konfrontiert, in denen die verschiedensten Vogelarten im Mittelpunkt standen. Oft ging es um eine Reise zu den Artgenossen, kleinere Abenteuer und das Bewältigen von Problemen und Hindernissen. Die Regisseure Karey Kirkpatrick (Die Schlümpfe 2) und Jason Reisig (Kung Fu Panda 3) wählen in „Smallfoot – Ein eisigartiges Abenteuer“ einen gänzlich anderen Ansatz, denn in der Adaption des Buches „Yeti Tracks“ von Sergio Pablos (Rio) geht es vornehmlich um Verständigung, das Miteinander und das Überwinden von Vorurteilen.

Um eben dies glaubhaft umzusetzen, geht es in „Smallfoot – Ein eisigartiges Abenteuer“ einerseits um die Spezies Mensch, andererseits aber auch um die Yetis, die beide voneinander nichts wissen. Für die Menschen sind Yetis grausame Geschöpfe aus dem Reich der Fabeln und Legenden, für Yetis sind Menschen Geschöpfe, die es nie gab und nie geben wird. Beide haben Vorurteile gegenüber andere, wodurch sich schon bald ein Trend abzeichnet, den man insbesondere unter der Regierung des US Präsidenten Donald Trump wiedererkennen kann.

Smallfoot: Ein Eisigartiges AbenteuerWas auf der einen Seite natürlich als unterschwellige Kritik angesehen werden kann, gestaltet sich hier als recht einfaches Mittel zum Zweck. Die Rede ist natürlich von Fake News, sogenannten Falschaussagen, die keinerlei wahren Kern haben können. Wenn der Älteste des Dorfes also sagt, dass es keine Menschen gibt, dann ist das Gesetz, alles andere sind eben Fake News. Sieht man von dieser unterschwelligen Kritik einmal ab, so entpuppt sich „Smallfoot – Ein eisigartiges Abenteuer“ vor allem als großer Spaß für die ganz kleinen Zuschauer. Es gibt jede Menge Slapstick, Migo und seine Freunde wissen zu begeistern und selbst Percy weiß durch sein ungeschicktes Agieren zu unterhalten, auch wenn seine Figur optisch doch schon sehr an Jonathan aus „Hotel Transsilvanien“ erinnert.

Der Kern dieses Animationsfilmes ist neben allem Spaß aber vor allem das Verständigungsproblem beider Spezies, denn wo jeder für sich glaubt ganz normal zu sprechen, kommt bei dem jeweils anderen oftmals nicht mehr als unverständliches Grunzen an. Eben diese Probleme müssen überwunden werden, gleichwohl geht es auch um alte Vorurteile, deren Mauern eingerissen werden müssen. Ein Miteinander ist möglich, denn trotz aller Unterschiede gibt es offensichtliche Gemeinsamkeiten, auf die man sich besinnen kann.

Im Hinblick auf die visuelle Umsetzung muss man „Smallfoot – Ein eisigartiges Abenteuer“ ein solides Zeugnis ausstellen, denn obwohl der Film in der Detailtiefe nicht mit aktuellen Großproduktionen namhafter Studios mithalten kann, ist er doch recht nett anzusehen. Erwähnenswert ist dabei noch der Musical-Ansatz, denn in steter Regelmäßigkeit versucht man unter der Kulisse alter Popsongs etwas Stimmung einzubringen und Probleme auf musikalischem Wege zu adressieren.

Der Animationsfilm „Smallfoot – Ein eisigartiges Abenteuer“ ist zweifelsohne eine kleine Überraschung. Die Geschichte ist interessant, die Figuren witzig und die zu vermittelnde Botschaft brandaktuell.

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Wir vergeben daher 7 von 10 Filmpunkten.

Copyright: Warner Bros.

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Smallfoot: Ein Eisigartiges Abenteuer

Länge: 96 min

Kategorie: Animation , Adventure , Comedy

Start: 11.10.2018

cinetastic.de Filmwertung: (7/10)

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Smallfoot: Ein Eisigartiges Abenteuer

Smallfoot: Ein Eisigartiges Abenteuer

Geschrieben von Ronny Dombrowski

Länge: 96 min
Kategorie: Animation , Adventure , Comedy
Start: 11.10.2018

Bewertung Film: (7/10)

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