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Uncle Drew

Geschrieben von Ronny Dombrowski am 18. September 2018

Uncle Drew

Mit ihrem Versuch NBA Stars als ältere Männer zu verkleiden und auf dem Basketballplatz gegen jüngere antreten zu lassen, landete Pepsi vor sechs Jahren einen echt Hit. Die Zuschauer waren begeistert und so entstand eine kleine Web-Serie, die nun vom entsprechenden Kinofilm begleitet wird. Kann letzterer aber an den Erfolg der Serie anknüpfen oder verpufft dieser sogar ins leere?

Uncle DrewDax (Lil Rel Howery) ist ein Verlierer wie er im Buche steht. In frühster Kindheit träumte er noch davon ein großer Basketballspieler zu werden, doch als er an der Highschool einen wichtigen Wurf versemmelte, war auch diese Karriere dahin. Stattdessen arbeitet er nun in einem Sportgeschäft, doch wo seine Gattin das hart verdiente Geld für teure Kleidung schnell wieder verprasst, scheint auch die Beziehung selber am Ende zu sein. Abwechslung verspricht lediglich sein Nebenjob als Basketball Coach, doch auch da hat Dax nicht die besten Karten. Kurzerhand wird dieser nämlich von seinem eigenen Team auf die Straße gesetzt, woraufhin er vollends am Boden zerstört zu sein scheint.

Eines Tages trifft Dax schließlich auf den legendären ehemaligen NBA Spieler Onkel Drew (Kyrie Irving), der trotz grauer Haare, Bart und schwerer Knochen noch immer eine Menge drauf zu haben scheint. Mit der Hilfe von Onkel Drew beschließt er schließlich gegen sein altes Team auf dem Platz anzutreten, doch fehlen dafür nicht noch ein paar Spieler? Kurzerhand holt Drew sein altes Team zusammen, um es der jungen Generation einmal so richtig zu zeigen.

Uncle DrewWo die Grundidee von „Space Jam“ seinerzeit schon aus einem Werbespot entstand, da verhält es sich bei „Uncle Drew“ ganz ähnlich. Von Pepsi produziert, wurde der Clip vor sechs Jahren zu einem echten viralen Hit, der nicht nur millionenfach geklickt, sondern woraufhin sogar eine kleine Web-Serie produziert wurde. Was in den USA durchaus Sinn ergibt, da die NBA dort mit zur wichtigsten Sportart zählt, muss man in Deutschland recht nüchtern betrachten, denn das „Uncle Drew“ bei uns mit hohen Zuschauerzahlen aufwarten darf, ist wohl eher zu verneinen.

Wie auch immer. „Uncle Drew“ zählte in den USA durchaus als erfolgreicher Film, denn neben dem geringen Budget, spielte dieser doch fast 50 Mio. US Dollar wieder ein. Dabei dreht sich im Grunde alles nur um einen kleinen Road-Trip bei dem ehemalige Spieler aufgelesen werden, die alle ihre Probleme haben, mit der Zeit aber wieder zu einem echten Team zusammenwachsen sollen. Eine sichtbare Entwicklung macht dabei leider niemand durch, genauso wie Dax sein Image als Verlierer nur bedingt ablegen kann, da man auch ihm nicht unbedingt viel zutrauen wird.

Uncle DrewWo die Web-Serie ihre Energie noch aus den verkleideten NBA Helden zog, welche die jüngeren auf dem Platz zu richtig abzogen, entpuppt sich „Uncle Drew“ mit seiner nicht unbedingt spannenden Geschichte als überwiegend lahme Ente. Die Film trottet bestenfalls dahin, die wenigen sehenswerten Szenen sind dann jene auf dem Platz, wenn bei den älteren Herren scheinbar jeder Wurf sitzt. Aus den unmöglichsten Winkeln gehen einstige Helden wie Shaquille O’Neal, Reggie Miller oder Chris Webber das Spiel an, was durchaus nett anzusehen ist, in Punkto Gestik und Mimik aber vollkommen emotionslos herüber kommt.

Letzterem ist es auch zu verdanken, dass die eigentliche Komödie alles andere als witzig ist. Die Gags sitzen nicht, die deutsche Synchronisation ist absolut inakzeptabel und zu allem Überfluss wird man auch noch mit soviel Werbung konfrontiert, dass es als absolute Frechheit anzusehen ist. Der Film ist von Pepsi produziert worden, doch haben es diese im Bereich des Product Placement bei weitem übertrieben.

Die Sportlerkomödie „Uncle Drew“ kann durch seine zähe Geschichte und dem Fehlen jedweden Humors leider nur bedingt überzeugen, was durch das überzogene Product Placement leider noch mehr ins Negative gezogen wird. Nur für echte NBA Fans einen Blick wert.

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Wir vergeben daher 4 von 10 Filmpunkten.

Copyright: Kinostar

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Uncle Drew

Länge: 103 min

Kategorie: Comedy, Sport

Start: 20.09.2018

cinetastic.de Filmwertung: (4/10)

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Info

Uncle Drew

Uncle Drew

Geschrieben von Ronny Dombrowski

Länge: 103 min
Kategorie: Comedy, Sport
Start: 20.09.2018

Bewertung Film: (4/10)

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