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Breaking In

Geschrieben von Ronny Dombrowski am 9. Juli 2018

Breaking In

In den letzten Jahren erleben Filme aus dem Bereich der Home-Invasion-Thriller eine kleine Renaissance. Obwohl das Genre oftmals ungemein viel Potential bietet, wird eben dieses leider allzu oft durch mäßige Drehbücher wieder zunichte gemacht. Wie aber verhält es sich mit James McTeigues neuestem Film „Breaking In“?

Breaking InFür die Mittdreißigerin Shaun Russell (Gabrielle Union) und ihre beiden Kinder Jasmine (Ajiona Alexus) und Glover (Seth Carr) ist es keine einfache Situation. Shaun hat erst vor kurzem ihren Vater verloren und muss sich nun um den Verkauf von dessen Haus kümmern, Jasmine und Glover haben auf den bevorstehenden Wochenendtrip dorthin absolut keine Lust, könnten sie die Zeit doch viel besser mit Freunden verbringen.

In der namenlosen Einöde erst einmal angekommen, verschlägt es den dreien schnell die Sprache. Das Anwesen ist riesig, das Haus wunderschön und ganz nebenbei eine kleine Festung. War ihr Vater etwa im gehobenen Alter noch paranoid geworden? Sie packen ihre Sachen aus, trinken ein Glas Wein, doch plötzlich dringen vier vermummte Gestalten ins Haus ein, die es auf einen versteckten Tresor voller Bargeld abgesehen haben.

Breaking InNachdem James McTeigue als zweiter Regisseur bei zahlreichen Projekten beteiligt war (Matrix, Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger), versuchte er sich im Jahre 2005 mit seinem ersten eigenen Film. „V wie Vendetta“ wurde ein riesen Erfolg, die Erwartungshaltung für kommende Projekte war sehr hoch und so kam, was kommen musste. Nahezu alle Projekte blieben weit hinter den Erwartungen zurück, woraufhin sich McTeigue die letzten drei Jahre in den Bereich der Fernsehserien absetzte (Sense8, Marco Polo). Wie aber sieht es nun mit seinem neuesten Thriller aus?

Man hätte es James McTeigue wirklich gewünscht, wieder zurück in die Spur zu finden, doch auch „Breaking In“ lässt dem Zuschauer sprichwörtlich die Haare zu Berge stehen. Das Drehbuch von Ryan Engle (Rampage – Big meets Bigger) ist schlicht eine Katastrophe, denn diesem gelang es nicht, aus einer wirklich interessanten Ausgangslage eine auch nur im Ansatz interessante Geschichte zu entwickeln. Ein Haus als riesige Festung, eine taffe junge Frau, die den Einbrechern die Stirn bietet, Zeit, um als schwaches Geschlecht endlich einmal zurück zu schlagen.

Breaking InLeider sieht so bestenfalls die Theorie aus, denn James McTeigue präsentiert uns einen 90-minütigen Film, in dem aus einem interessanten Anfang leider überhaupt nichts mehr wird. Die Stärken des automatisierten Anwesens (dicke Panzertüren, automatisierter Schutz vorm Fenster, alles videoüberwacht) werden nicht im Ansatz ausgespielt, stattdessen können alle Beteiligten ständig das Haus betreten und wieder unbemerkt verlassen.

Neben unnötigen Spielereien wie einer Drohne, die durchs Haus fliegt, wird der Zuschauer mit Figuren ohne jedwede Kontur genervt, die mit der Zeit immer dämlicher agieren. Darüber hinaus entstehen Logiklöcher, der Zuschauer regt sich innerlich auf, wäre dies alles doch durchaus zu verhindern gewesen. Wie kann sich nur die Figur der starken Shaun so ins Negative verändern? Warum agiert gerade sie, als intelligente junge Frau, so unüberlegt am Ende?

Neben den austauschbaren Figuren an Einbrechern, die nahezu jedes Klischee bedienen, wird es gegen Ende hin dann noch einmal richtig witzig. Als Ehemann (Bürojob) präsentiert man uns tatsächlich einen bulligen Footballspieler, der sich in nur wenigen Sekunden von den Einbrechern überwältigen lässt. Das war fast noch witziger als jene Situation, als Shaun mit einem Spachtel das Dachfenster eines Hochsicherheitshauses aufgehebelt hat…

James McTeigue präsentiert mit „Breaking In“ einen Home-Invasion-Thriller, der aus einer interessanten Ausgangslage absolut nichts macht. Logiklöcher treffen auf dumm agierende Figuren, der Frust beim Zuschauer ist trotz übersichtlicher 90 Minuten vorprogrammiert.

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Breaking In

Länge: 88 min

Kategorie: Action, Crime, Drama

Start: 16.08.2018

cinetastic.de Filmwertung: (4/10)

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Geschrieben von Ronny Dombrowski

Länge: 88 min
Kategorie: Action, Crime, Drama
Start: 16.08.2018

Bewertung Film: (4/10)

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