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Ant-Man and the Wasp

Geschrieben von Ronny Dombrowski am 9. Juli 2018

Ant-Man and the Wasp

Mit etwas Sorge muss man in den letzten Jahren die Entwicklung unzähliger Superheldenfilme betrachten, denn wo Disney nicht selten drei Kinofilme pro Jahr veröffentlicht, wird man auch noch mit unzähligen Superhelden-Serien im Fernsehen konfrontiert. Letztere werden aktuell aufgrund sinkender Einschaltquoten der Reihe nach abgesetzt, doch könnte uns im Kino ähnliches bevorstehen? Der neueste Film rund um Ant-Man verheißt nichts Gutes, macht aber dennoch ordentlich Spaß.

Ant-Man and the WaspNachdem Ant-Man (Paul Rudd) in „The First Avenger: Civil War“ in Deutschland gefangengenommen wurde, ist dieser nur unter größten Auflagen in die Vereinigten Staaten ausgeliefert worden. Seitdem ist Scotts Leben ganz normal geworden. Er kümmert sich hingebungsvoll um seine Tochter, spielt Schlagzeug und nutzt jedwede sich ihm bietende Gelegenheit, sich vom Hausarrest und den Fußfesseln abzulenken.

Eines Tages hat Scott einen seltsamen Traum, in dem er nicht nur Hope (Evangeline Lilly) als kleines Mädchen sieht, sondern eben diese Situation aus den Augen der verschollenen Frau (Michelle Pfeiffer) von Dr. Hank Pym (Michael Douglas). Selbige war vor vielen Jahren im subatomaren Raum verschollen, doch auf einmal gibt es wieder Hoffnung. Zusammen mit Wasp macht sich Ant-Man auf, diese zu finden, doch ist dies einfacher gesagt als getan.

Ant-Man and the WaspNeben dem eher robusten „Black Panther“ war „Ant-Man“ im Jahre 2015 wohl die größte Marvel-Überraschung der letzten Jahre. Paul Rudd konnte die Figur einfach spielen, Regisseur Peyton Reed (Trennung mit Hindernissen) schaffte es den Humor der Comics einzufangen und ganz nebenbei gab es eine neue Figur, die schon bald bei den Avengers hinzustoßen könnte. Musste man sich vor drei Jahren noch sehr viel Zeit nehmen, die einzelnen Figuren vorzustellen, kann man nun aus dem Vollen schöpfen, was Peyton Reed in seiner Fortsetzung jedoch nur bedingt gelungen ist.

War die Geschichte im ersten Teil schon reichlich dünn, wird man sich als Zuschauer nun womöglich reichlich verschaukelt vorkommen. Im Grunde dient das lose Gerüst rund um das Wiederauffinden von Hopes Mutter und die spätere Jagd nach einem Miniatur-Labor nur noch dazu, die vielen Actionsequenzen zusammen zu fügen. Diese sind zweifelsohne nett anzusehen, doch fehlt dabei stets das gewisse Etwas. Im Grunde geht’s nämlich nur darum, Verfolgern auszuweichen, was durch das viele Vergrößern und Verkleinern von Gegenständen und Autos recht spaßig ist, irgendwann aber dann doch seinen Reiz verliert.

Ant-Man and the WaspWas bleibt, ist eine ungemein hohe Gag-Dichte, die gegenüber dem ersten Teil noch einmal ordentlich nach oben geschraubt wird. Zugegeben, zumeist reden die beteiligten ziemlichen Unsinn zusammen, doch wen stört das schon, wenn die Lachmuskeln ordentlich beansprucht werden? Paul Rudd (Anchorman – Die Legende kehrt zurück) spielt dabei erneut den leicht verblödeten Superhelden, während Michael Peña (Operation: 12 Strong) ihm als bester Freund Luis wieder reihenweise die Szenen stiehlt. Hinzugekommen ist aber auch noch Randall Park (Dismissed), der auf nicht ganz so hohem Niveau als FBI-Agent Jimmy Woo für einige ordentliche Lacher sorgen kann.

Neben dem angesprochenen Humor und der überaus dünnen Geschichte bleibt leider nicht viel mehr, denn „Ant-Man and the Wasp“ bringt dem Zuschauer hinsichtlich des Marvel-Universums keinen nennenswerten Mehrwert. Im Grunde gibt es neben dem nur bedingt überzeugenden Bösewicht Ghost (Hannah John-Kamen) keinerlei neue Figuren. Letztere überzeugt auch nur bedingt, denn neben durchaus netten visuellen Spielereien wird diese doch insbesondere im letzten Drittel völlig verständnislos komplett fallengelassen.

Peyton Reeds „Ant-Man and the Wasp“ überzeugt durch sehr viel Humor und eine hohe Gag-Dichte. Leider kann auch der witzigste Film nur schwer die kaum vorhandene Geschichte kaschieren, wodurch beim Zuschauer nach vielen Lachern ein fader Beigeschmack zurückbleiben wird.

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Wir vergeben daher 6,5 von 10 Filmpunkten.

Copyright: Disney

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Ant-Man and the Wasp

Länge: 118 min

Kategorie: Action, Adventure, Sci-Fi

Start: 26.07.2018

cinetastic.de Filmwertung: (6,5/10)

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Ant-Man and the Wasp

Ant-Man and the Wasp

Geschrieben von Ronny Dombrowski

Länge: 118 min
Kategorie: Action, Adventure, Sci-Fi
Start: 26.07.2018

Bewertung Film: (6,5/10)

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