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Solo: A Star Wars Story

Geschrieben von Ronny Dombrowski am 21. Mai 2018

Solo: A Star Wars Story

Nachdem Disney die Rechte am Star-Wars-Franchise aufgekauft hatte, war schnell etwas über die kommenden Projekte bekannt geworden. Man möchte im Rhythmus von zwei Jahren eine neue Trilogie ins Kino bringen, gleichwohl dazwischen aber auch noch für sich eigenständig stehende Filme. Nachdem wir vor zwei Jahren mit „Rogue One: A Star Wars Story“ den ersten dieser für sich stehenden Filme gesehen haben, folgt nun die Geschichte rund um den (verstorbenen) Helden Han Solo.

Solo: A Star Wars StoryDer junge Schmuggler Han (Alden Ehrenreich) hält sich auf seinem Heimatplaneten Corellia mit kleinen Beutezügen über Wasser, um eines Tages zusammen mit seiner Freundin Qi’ra (Emilia Clarke) zu fliehen und irgendwo ein neues und vor allem besseres Leben zu beginnen. Eines Tages kann Han eine geringe Menge eines ungemein wertvollen Treibstoffs stehlen, woraufhin er zusammen mit Qi’ra zum Flugplatz eilt, um den Planeten zu verlassen. In letzter Sekunde wird er allerdings von seiner Angebeteten getrennt, woraufhin er spontan den imperialen Truppen beitritt.

Bei den imperialen Truppen plant er nun eine Ausbildung als Pilot zu vollziehen, mit dem Geld ein Schiff zu kaufen und seine Freundin zu befreien, doch weit gefehlt. Aufgrund seines Ungehorsams überfällt er als Infanterist auch Jahre später noch Planeten für das Imperium, woraufhin das Angebot des Gauners Beckett (Woody Harrelson) gerade richtig kommt. Er soll mit diesem zusammen ein Zug überfallen und könnte sich von dem Geld dann sein erstes eigenes Raumschiff kaufen, doch bis dahin ist es ein langer Weg.

Solo: A Star Wars StoryWas gab es im Vorfeld von „Solo: A Star Wars Story“ für Gerüchte und Probleme während der Phase der Produktion. Die Regisseure Phil Lord und Chris Miller wurden von Lucasfilm-Präsidentin Kathleen Kennedy plötzlich gefeuert, obwohl bereits mehr als die Hälfte des Films fertig war. Plötzlich sollte Ron Howard die Regie übernehmen, wie das aussehen kann, wurde uns erst kürzlich bei „Justice League“ gezeigt. Ganz so schlimm sollte es zum Glück aber doch nicht werden, denn diesmal kann man nicht erkennen, von welchem Regisseur welche Szene stammt. Ron Howard hat angeblich einen Großteil neu gedreht, wobei der düstere und recht dreckige Look beibehalten wurde.

Kommen wir nun aber zu „Solo: A Star Wars Story“. Ist es tatsächlich der große Wurf, worauf alle Fans sehnsüchtig gewartet haben? Nun, drücken wir es einmal verhalten aus. Man kann ihn sich ansehen, es werden jede Menge offene Fragen beantwortet, doch so richtig zünden will der Film dann doch nicht. Das beginnt insbesondere bei der Einleitung, denn rund um unseren Helden passiert in den ersten 30-40 Minuten nicht unbedingt viel. Die Liebelei mit seiner Freundin lässt uns kalt, die Trennung noch kälter, woraufhin es erst mit dem Zugüberfall so richtig losgehen soll.

Solo: A Star Wars StoryNatürlich werden dabei viele offene Fragen beantwortet, die sich allerdings alle wie am Reißbrett konstruiert anfühlen. Egal ob es die Herkunft von Hans Namen ist (echt mal, so eine beknackte Idee…), wie er zu seinem Blaster kam oder was es später mit dem oft zitierten Rennen mit dem Millennium Falcon auf sich hat. Das Zusammentreffen mit Chewbacca (Joonas Suotamo) kann sich dagegen positiv vom Rest des Geschehens abheben, was vor allem der Idee dahinter geschuldet ist.

Trotz dieser Details, die vor allem Fans ansprechen werden, passiert in „Solo: A Star Wars Story“ nicht unbedingt viel. Für rund zweieinhalb Stunden ist die Geschichte schon sehr übersichtlich gehalten, was auch diverse Figuren nicht überspielen können. Während Alden Ehrenreich (Hail, Caesar!) bemüht ist als Han Solo Akzente zu setzen, geht Darstellerin Emilia Clarke (Game of Thrones) leider komplett unter. Woody Harrelson (Zombieland) spielt wie mit angezogener Handbremse (Gefahr war wohl zu groß, dass er Alden Ehrenreich die Show stiehlt), woraufhin lediglich Donald Glover (Atlanta) als Lando Calrissian positiv in Erinnerung verbleibt.

Der zweite eigenständige Star Wars Film hinterlässt leider einen sehr gespaltenen Eindruck, denn während die zahlreichen Details rund um Han Solo für jeden Fan zahlreiche offene Fragen beantworten, vermag das Gesamtprodukt nicht vollends zu überzeugen.

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Wir vergeben daher 6 von 10 Filmpunkten.

Copyright: Disney

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Solo: A Star Wars Story

Länge: 135 min

Kategorie: Action, Adventure, Fantasy

Start: 24.05.2018

cinetastic.de Filmwertung: (6/10)

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Info

Solo: A Star Wars Story

Solo: A Star Wars Story

Geschrieben von Ronny Dombrowski

Länge: 135 min
Kategorie: Action, Adventure, Fantasy
Start: 24.05.2018

Bewertung Film: (6/10)

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