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Rampage – Big Meets Bigger

Geschrieben von Ronny Dombrowski am 13. Mai 2018

Rampage - Big Meets Bigger

Die Verfilmung erfolgreicher Videospiele ist in der Filmbranche immer wieder ein großes Thema, doch dass man sich an einen simplen Arcade-Klassiker heranwagt, ist dann doch etwas Neues. Mit „Rampage – Big Meets Bigger“ präsentiert uns Regisseur Brad Peyton nun die Adaption des bekannten Spielautomatenhits aus dem Jahr 1986, wobei natürlich niemand Geringeres als Dwayne Johnson in der Hauptrolle zu sehen ist.

Rampage - Big Meets BiggerDer überaus erfolgreiche Primatenforscher Davis Okoye (Dwayne Johnson) hat es nicht so mit Menschen. Seit seinem Militärdienst fühlt er sich lieber in der Wildnis zuhause, bei den Tieren, denn diese lügen ihn nicht an und sind stets ehrlich. Einer seiner besten Freunde ist daher der Albino-Gorilla George, den er nicht nur seit frühester Kindheit kennt, sondern dem er im Laufe der Jahre auch die Zeichensprache beigebracht hat. Eines Tages berührt George eine seltsame Flüssigkeit einer abgestürzten Rettungskapsel, woraufhin der Gorilla nicht nur wächst und wesentlich stärker, sondern auch aggressiver wird.

Eben diese Mutation ist das Resultat eines Experimentes zweier habgieriger Konzernbosse, die nun George natürlich in ihre Fänge zu bekommen versuchen. Zum Glück stehen dem Davis und Gentechnikerin Dr. Kate Caldwell (Naomie Harris) entgegen, die früher selbst einmal in besagtem Konzern gearbeitet hat und ihre Forschung nun am liebsten rückgängig machen würde. Leichter gesagt als getan, denn plötzlich begibt sich George mit zwei anderen mutierten Tieren direkt zu einer Großstadt, wo schnell Millionen von Menschenleben auf dem Spiel stehen könnten.

Rampage - Big Meets BiggerDie älteren unter uns werden den Arcade-Klassiker aus den Spielhallen bestimmt noch kennen. Man wählt zwischen einem Gorilla, einem Wolf und einem Dinosaurier, weicht ankommenden Hubschraubern, Autos und Soldaten aus und muss ganz nebenbei Hochhäuser kaputt hauen. Was heute absolut einseitig klingt, war seinerzeit ein echter Publikumsmagnet, warum also daraus nicht einen Spielfilm machen? Das klingt natürlich einfacher gesagt als getan, denn aus einem Spiel ohne nennenswerte Story kann man noch lange keinen zweistündigen Hollywood-Blockbuster zaubern.

Um diesem Umstand dennoch so gut es geht zu begegnen, entwarf Drehbuchautor Ryan Engle (Non-Stop) ein recht dünnes Konstrukt rund um den Primatenforscher Davis, die Gentechnikerin Dr. Caldwell und einen habgierigen Konzern, dem Menschenleben absolut nichts zu bedeuten scheinen. Was nun noch fehlte, war etwas Action, ein paar kaputte Städte und natürlich noch riesige Monster, um es ordentlich krachen zu lassen. Was auf der einen Seite recht einfach klingt und locker von der Hand gehen sollte, entpuppt sich mit „Rampage – Big Meets Bigger“ vor allem in der ersten Stunde als recht lahme Ente. Die dünne Geschichte zieht sich wie Kaugummi, Figuren ohne jedwedes Profil werden recht umfassend eingeführt, bis der Zuschauer endlich mit den mutierten Tieren konfrontiert wird.

Rampage - Big Meets BiggerAb hier wird sich der Zuschauer wie zuhause fühlen. Ähnlich wie in diversen alten Godzilla-Filmen springt unser Gorilla nun an Hauswänden hoch, der Wolf über Hochhäuser (!), während das Krokodil vor allem in den großen Häuserschluchten ordentlich Dampf machen kann. Mitten drin natürlich Dwayne Johnson (Jumanji: Willkommen im Dschungel), der in seiner üblichen Rolle die Welt und ganz nebenbei auch seinen Gorilla zu retten versucht. Zuweilen ist dies recht witzig, wenn trockene One-Liner genau passend gesetzt werden, dann wiederum mutet man dem Zuschauer einiges zu viel zu, wenn die typischen Klischees aneinander gereiht werden.

In Punkto CGI muss man „Rampage – Big Meets Bigger“ auch eher ein mäßiges Zeugnis ausstellen, denn wo einige Szenen wirklich absolut echt wirken, sind andere wieder so lächerlich, als ob man es mit besagten Godzilla-Filmen aus den 50er und 60er Jahren zu tun hätte.

„Rampage – Big Meets Bigger“ ist eine große Materialschlacht, bei der man am besten das Gehirn komplett ausschalten sollte. Wo Logik nicht vorhanden ist und das CGI nur mäßig, überzeugt zum Glück Dwayne Johnson in seiner fast schon üblichen Rolle.

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Wir vergeben daher 5 von 10 Filmpunkten.

Copyright: Warner Bros.

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Rampage - Big Meets Bigger

Länge: 107 min

Kategorie: Action, Adventure, Sci-Fi

Start: 10.05.2018

cinetastic.de Filmwertung: (5/10)

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Rampage - Big Meets Bigger

Rampage – Big Meets Bigger

Geschrieben von Ronny Dombrowski

Länge: 107 min
Kategorie: Action, Adventure, Sci-Fi
Start: 10.05.2018

Bewertung Film: (5/10)

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