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The Strangers: Opfernacht

Geschrieben von Ronny Dombrowski am 29. April 2018

The Strangers: Opfernacht

Vor zehn Jahren präsentierte Bryan Bertino mit „The Strangers“ einen kleinen, aber feinen Home-Invasion-Thriller, der im Grunde nichts herausragend gut machte, unter Fans aber einen gewissen Kultstatus erlangte. Mit „The Strangers: Opfernacht“ folgt nun die lang ersehnte Fortsetzung, doch kann diese auch heute noch die damaligen Zuschauer erreichen?

The Strangers: OpfernachtNachdem die rebellische Kinsey (Bailee Madison) im letzten Jahr für reichlich Ärger sorgte, unternehmen Cindy (Christina Hendricks) und Mike (Martin Henderson) einen letzten Schritt. Das neue Schuljahr soll Kinsey nun in einem Internat verbringen, was bei dieser – fernab von ihren Freundinnen – natürlich nicht unbedingt für Begeisterungsstürme sorgt. Zusammen mit dem älteren Bruder Luke (Lewis Pullman) fahren sie schließlich mit dem Auto zu eben diesem Internat, nur weil die Fahrt das ganze Wochenende dauern wird, übernachten sie bei einem Onkel.

Dort kommen sie allerdings erst in tiefer Nacht an, woraufhin sie im dortigen Trailer-Park nur noch einen Zettel vorfinden. Sie sollen sich doch bitte ihren Schlüssel nehmen, zum Haus gehen und man wird sich morgen beim Frühstück sprechen, was die vier auch sogleich beginnen. Leider entwickelt sich der restliche Abend alles andere als positiv, woraufhin Kinsey und Luke das Haus für einen kurzen Spaziergang verlassen und anschließend eine offene Tür vorfinden. Haben sie diese vorhin tatsächlich vergessen zu schließen?

The Strangers: OpfernachtNachdem der 2008 erschienene „The Strangers“ an den Kinokassen überaus erfolgreich war und sein Budget beinahe verzehnfacht einfuhr, war über viele Jahre hinweg immer wieder von einer Fortsetzung die Rede. In den letzten Jahren wurde es schließlich etwas ruhiger, bis Bryan Bertino das Handtuch ganz hinwarf und stattdessen Regisseur Johannes Roberts (47 Meters Down) das Projekt übernahm. Zusammen mit Autor Ben Ketai (The Forest) straffte er die Geschichte, zog die Zügel kräftig an und präsentiert uns nun sein Ergebnis, welches tatsächlich als Fortsetzung durchgehen könnte.

Zugegeben: Inhaltlich erinnert kaum etwas an den ersten Film, eine Art Übergang existiert nicht und dennoch merkt man dem Streifen kaum die zehnjährige Entstehungsgeschichte an, verzichtete Johannes Roberts doch auf jedweden modernen Schnickschnack. Mobiltelefone existieren nicht, Flachbildfernseher sind nicht zu sehen und auch sonst erinnert „The Strangers: Opfernacht“ an einen typischen Horrorfilm der 80er Jahre, bei dem natürlich auch der entsprechende Synthi-Pop-Soundtrack nicht fehlen darf.

The Strangers: OpfernachtObwohl die Geschichte recht übersichtlich angelegt ist, lässt sich Roberts jede Menge Zeit, um die jeweiligen Figuren einzuführen. Genau dies könnte man auch als Manko der Inszenierung ansehen, denn wo die Figuren dem Zuschauer doch für gewöhnlich bei einem solchen Genrebeitrag reichlich egal sind, besitzen diese beim weiteren Schlachtfest auch keinerlei Mehrwert. Denn nun folgt, was folgen musste. Die drei „Strangers“ spielen mit ihren Opfern, treiben diese vor sich her, nur um am Ende das Unvermeidliche zu vollziehen.

Der Weg dorthin ist ideenreich gestaltet, denn neben den üblichen Jump Scares gibt es jede Menge weiterer netter Ideen, wie man Menschen möglichst originell umbringen kann. Vieles davon hat man bereits gesehen, doch in Verbindung mit der sehenswerten Atmosphäre, vermag das Gesamtprodukt dennoch zu gefallen.

Zehn Jahre nach dem ersten Film kommt die lang ersehnte Fortsetzung, die zwar nicht an das Original heranreichen, dennoch aber mit einigen originellen Ideen punkten kann. Für Fans von „The Strangers“ durchaus zu empfehlen.

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The Strangers: Opfernacht

Länge: 85 min

Kategorie: Horror

Start: 21.06.2018

cinetastic.de Filmwertung: (6/10)

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The Strangers: Opfernacht

The Strangers: Opfernacht

Geschrieben von Ronny Dombrowski

Länge: 85 min
Kategorie: Horror
Start: 21.06.2018

Bewertung Film: (6/10)

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