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Guardians of the Earth

Geschrieben von Ronny Dombrowski am 30. April 2018

Guardians of the Earth

Kleine Inselstaaten werden überflutet, in der Arktis schmilzt das Eis und gewaltige Wirbelstürme vernichten ganze Städte. Die Rede ist natürlich vom Klimawandel, von den unschätzbaren Folgen und den Bemühungen weniger, doch noch einen Kompromiss zur Reduzierung des Stickstoffs zu finden.

Guardians of the EarthBereits im letzten Jahr präsentierte uns der ehemalige US-Präsident Al Gore in „Immer noch eine unbequeme Wahrheit: Unsere Zeit läuft“ erschreckende Zahlen. Die schädlichen Gase steigen unaufhaltsam in unserer Atmosphäre an, die Erde heizt sich auf, die Folge sind gigantische Klimakatastrophen, gegen die der Mensch nahezu machtlos zu sein scheint. Ein Teil seiner Dokumentation beschäftigte sich damals mit dem Pariser Klimaabkommen, doch wo dieses zuweilen etwas zu kurz kam, macht dies nun Dokumentarfilmer Filip Antoni Malinowski (Eksmisja) wesentlich besser.

Malinowski widmet sich in „Guardians of the Earth“ dem Klimaabkommen an sich, denn im Jahr 2015 trafen sich Vertreter aller Länder, um das Ruder unseres Planeten doch noch in letzter Minute herum zu reißen. Wie aber kann etwas zu Papier gebracht werden, worüber man sich jahrzehntelang gestritten hat? Wie können Menschen Verantwortung übernehmen, wo doch die Wirtschaft keinerlei Umsatzeinbußen hinnehmen will?

Guardians of the EarthGenau diesen Fragen geht Malinowski in seiner 86-minütigen Dokumentation nach, wenn er die verschiedensten Vertreter zu Wort kommen lässt, die oftmals ihre eigenen individuellen Ansichten vermitteln, zum Teil aber auch die ihres Landes und des ganzen Planeten. Natürlich schwebt über der gesamten Dokumentation die große Frage: „Können sich alle Beteiligten zusammenreißen und einen Kompromiss finden?“. Wer aufmerksam die Nachrichten verfolgt, für den stellt sich diese Frage nicht, allerdings kommen auch dann Detailfragen ans Tageslicht, die interessante Einblicke in die Arbeit diverser kleiner Untergruppierungen geben.

So wird weniger über Inhalte gestritten, denn die Fakten sind klar. Die Erde erwärmt sich und daraus entstehen Katastrophen, nur wie geht man dagegen am besten vor, um die eigenen Interessen zu wahren? So wird darüber gestritten, ob das Ziel eine Reduzierung von 1,5 oder 2 Grad Celsius betragen soll, ob man Wörter wie „könnte“ oder „sollte“ in Formulierungen mit aufnimmt und in wieweit das Ganze überhaupt einen verbindlichen Charakter besitzt.

Letzterer ist leider sehr gering, denn während der amtierende US-Präsident Donald Trump nach seiner Wahl bereits das Pariser Klimaabkommen aufkündigte, da er an eine Erderwärmung nicht glaube, stellt sich selbst bei anderen wohlhabenden Industriestaaten die Frage nach der Umsetzung. Deutschland verfehlt die gesteckten Ziele bereits seit Jahren – doch soll dies nicht Thema dieser Dokumentation sein.

Mit „Guardians of the Earth“ gibt Dokumentarfilmer Filip Antoni Malinowski einen kurzen Einblick in die Verhandlungen des Pariser Klimaabkommens. Während sich dadurch sequenziell interessante Aspekte und Gedankengänge ergeben, scheint eine Auswertung im Kino doch etwas übertrieben.

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Wir vergeben daher 6 von 10 Filmpunkten.

Copyright: W-film / Soleil Film

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Guardians of the Earth

Länge: 86 min

Kategorie: Documentary

Start: 31.05.2018

cinetastic.de Filmwertung: (6/10)

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Guardians of the Earth

Guardians of the Earth

Geschrieben von Ronny Dombrowski

Länge: 86 min
Kategorie: Documentary
Start: 31.05.2018

Bewertung Film: (6/10)

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