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Happy Deathday

Geschrieben von Ronny Dombrowski am 13. November 2017

Happy Deathday

Einer der bekanntesten Filme über Zeitschleifen ist Harold Ramis „…und täglich grüßt das Murmeltier“, in dem Bill Murray einen bestimmten Tag immer wieder aufs Neue durchleben muss. Seit damals hat sich dieses Prinzip nur wenig verändert, doch nun hatte Christopher Landon eine neue Idee. Was wäre, wenn man jeden Tag aufs Neue seinen eigenen Tod erleben müsste?

Happy DeathdayFür die 20-jährige Studentin Tree Gelbman (Jessica Rothe) gibt es nur wenige wichtige Dinge an der Universität. Anstatt Kurse zu besuchen und zu lernen, vergnügt diese sich lieber auf Partys, hat einen One-Night-Stand nach dem anderen und hat außerdem noch eine Affäre mit einem Professor, die nun langsam aber sicher aufzufliegen scheint. Am Morgen des 18. scheint nun aber alles anders zu sein, denn als sie mit einem ordentlichen Kater im Bett der Partybekanntschaft Carter (Israel Broussard) aufwacht, scheint ihr Leben ordentlich den Bach runter zu gehen.

Sie geht kurz nach Haus, beleidigt ihre Mitbewohnerin, ist dann unterwegs zur Party und plötzlich ist sie tot, was ist nur gerade passiert? Plötzlich haben wir wieder den 18., schon wieder liegt sie im Bett von Carter und… Moment mal, hatten wir das alles nicht schon mal? Sie durchlebt ihren Tag abermals, wird erneut ermordet und muss langsam einsehen, dass es so nicht weiter gehen kann. Stattdessen versucht sie den Kreislauf zu durchbrechen und ihren Mörder zu finden, doch das ist einfacher gesagt als getan.

Happy DeathdayNachdem Christopher Landon zuletzt mit „Scouts vs. Zombies – Handbuch zur Zombie-Apokalypse“ eine durchaus unterhaltsame Komödie hervorgebracht hat, scheint man ihm etwas mehr Vertrauen zu schenken. Mit einem Budget von rund 5 Mio. US-Dollar durfte er sich nun an einer Zeitschleifen-Komödie versuchen, doch wo andere womöglich gescheitert wären, gelingt diesem mit einer interessanten Idee der Durchbruch. Basierend auf dem Drehbuch von Scott Lobdell (X-Men: Zukunft ist Vergangenheit), verbindet er die bekannte Idee nämlich mit dem Mord an der eigenen Person, den man nicht nur immer wieder miterleben muss, sondern wodurch auch die Jagd nach dem eigentlichen Mörder beginnen soll.

Um eines sogleich vorweg zu sagen, wer die zahlreichen Trailer von „Happy Deathday“ bereits gesehen hat, der wird in der finalen Fassung weder etwas witzig noch unterhaltsames vorfinden. Für alle anderen ist dies eine durchaus interessante Komödie, bei der ein egoistisches Biest einen jeden Abend von einer Person mit Babymaske ermordet wird. Wie so oft beginnt nun die Jagd nach dem Mörder, die Frage der Zuschauer, welche Figuren in den engeren Kreis der Täter gelangen, was durch eine Handvoll Wendungen innerhalb der Inszenierung allerdings mehrmals durcheinander gewirbelt wird.

Happy DeathdayInsofern ist „Happy Deathday“ eine kurzweilige und dennoch sehenswerte Komödie, bei der nicht alle Gags zünden, die gelungenen aber dennoch die Oberhand behalten. Bemerkenswert ist dabei auch, dass sich keine Szene wirklich wiederholt, denn obwohl Tree einen jeden Tag aufs Neue durchlebt, ist dieser dennoch anders. Natürlich geht dies ebenso mit einer Wandlung der Person einher, denn wo Tree anfangs noch unnahbar und abstoßend auf den Zuschauer wirkt, hat man mit der Zeit etwas Mitleid, woraufhin gegen Ende hin sogar einige Sympathien entstehen, hofft man doch, dass diese den Mörder endlich überwältigen kann.

Christopher Landon erfindet mit „Happy Deathday“ das Genre zwar nicht komplett neu, doch kann er dennoch mit einigen gelungenen Wendungen und netten Gags für kurze Zeit unterhalten.

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Happy Deathday

Länge: 96 min

Kategorie: Horror, Mystery, Thriller

Start: 16.11.2017

cinetastic.de Filmwertung: (6/10)

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Happy Deathday

Geschrieben von Ronny Dombrowski

Länge: 96 min
Kategorie: Horror, Mystery, Thriller
Start: 16.11.2017

Bewertung Film: (6/10)

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