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5 Frauen

Geschrieben von Ronny Dombrowski am 17. April 2017

5 Frauen

Freundschaften die ein Leben lang halten sind selten, wenn es dann noch eine Freundschaft von gleich fünf gleichaltrigen Frauen ist, umso seltener. Die erste Regiearbeit von Olaf Kraemer erzählt von so einer Freundschaft, die bei einem jährlich stattfindenden Treffen auf eine harte Probe gestellt wird.

5 FrauenDie fünf gleichaltrigen Frauen Marie (Anna König), Anna (Korinna Krauss), Stephanie (Julia Dietze), Nora (Kaya Marie Möller) und Ginette (Odine Johne) sind seit frühster Kindheit beste Freundinnen, denn alle kennen sich aus einer Einrichtung für schwer erziehbare Kinder. Seitdem sie damals auseinandergegangen sind, treffen sich die fünf ein jedes Jahr für ein Wochenende in Südfrankreich wieder, wo Marie nach wie vor auf dem ländlichen Anwesen ihrer Eltern lebt.

Die fünf Freundinnen feiern ausgelassen, mit Hilfe halluzinierender Drogen wird auch das letzte Gespräch zum Erfolg, da findet Marie plötzlich einen Einbrecher in ihrem Haus. Sie Schreit aus Leibeskräften, woraufhin ihr schließlich ihre Freundinnen zu Hilfe kommen. Anstatt den Einbrecher zu überwältigen, wird dieser schließlich im Rausch mit Hämmern und Eisenstangen totgeschlagen, woraufhin das ausgelassene Wochenende plötzlich für alle Beteiligten zur schweren Belastungsprobe wird.

5 FrauenMit seiner ersten Regiearbeit präsentierte sich Regisseur und Drehbuchautor Olaf Kraemer (I’ll Never Get Out of This World Alive) sogleich beim Filmfest München, wo er „5 Frauen“ dem Publikum vorgestellt hat. Kraemer verarbeitet dabei in seinem Werk die vielfältigsten Themen, die jedes für sich interessant sind, in der schieren Masse dann aber doch den Zuschauer überfordern werden.

Kraemer erzählt von der innigen Freundschaft von fünf Frauen, von einer weit in der Vergangenheit zurückliegenden Vergewaltigung, von Traumata, Trauer, Sex und natürlich auch vom Fremdgehen, betrügt doch eine Frau eine andere der Gruppe mit dessen Freund. Der Ausgangspunkt von allem ist der Totschlag unter Einfluss von Rauschmitteln, was daraufhin folgt, sind eine Unmenge an Problemen, die allesamt bewältigt werden müssen. Es entstehen gegenseitige Anschuldigungen, es wird versucht die Leiche zu entsorgen und spätestens mit dem Eintreffen eines zweiten Mannes, beginnt alles irgendwie aus dem Ruder zu laufen.

5 FrauenGenau dieser ist nämlich auf der Suche nach seinem Bruder, der in der letzten Nacht nach einer Autopanne losgeschickt wurde um Hilfe zu suchen, seitdem ist dieser wie vom Erdboden verschwunden. Daraus entstehen wiederrum neue Probleme, doch das Grundproblem an „5 Frauen“ ist die schiere Masse an Konflikten, die hier irgendwie zusammen kommen sollen. Diese wirken zum Teil so unglaublich konstruiert, Wendungen innerhalb der Inszenierung sind nicht im Ansatz nachzuvollziehen, während die Dialoge zwischen den Frauen sehr gekünstelt wirken.

Strukturell gibt es also recht viel Potential nach oben, wo Olaf Kraemer dann aber nichts mehr dazulernen muss, ist die dargebotene Bildsprache. Zu Beginn wird der Zuschauer mit einer kurzen und doch sehenswerten Schwarz-Weiß-Sequenz konfrontiert, es folgt später ein wunderbarer Drogenrausch, während stets die Bilder vom schönen Südfrankreich gekonnt von Kameramann Clemens Baumeister eingefangen werden.

Mit seiner ersten Regiearbeit versucht Olaf Kraemer eine Vielzahl von Themen anzusprechen, überfordert damit allerdings den Zuschauer gänzlich. Weniger Themen und dafür mehr Struktur innerhalb der Inszenierung, und „5 Frauen“ hätte ein wirklich sehenswertes deutsches Drama werden können.

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Wir vergeben daher 5,5 von 10 Filmpunkten.

Copyright: Weltkino

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5 Frauen

Länge: 98 min

Kategorie: Drama, Thriller

Start: 04.05.2017

cinetastic.de Filmwertung: (5,5/10)

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Geschrieben von Ronny Dombrowski

Länge: 98 min
Kategorie: Drama, Thriller
Start: 04.05.2017

Bewertung Film: (5,5/10)

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