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Home – Ein smektakulärer Trip

Geschrieben von Ronny Dombrowski am 3. August 2015

Home - Ein smektakulärer Trip

Dem Traditionsunternehmen DreamWorks Animation sagt man bereits seit längerem eine gewisse Einfallslosigkeit nach, denn mit Ausnahme von Prequels und Sequels gab es nicht mehr unbedingt viel neues, mit dem das Studio in den letzten Jahren glänzen konnte. Mit „Home – Ein smektakulärer Trip“ kommt nun nach längerer Zeit etwas gänzlich neues, dass nun auch für unser Heimkino erhältlich ist.

Home - Ein smektakulärer TripDie kunterbunten Aliens namens Boov sind eigentlich ein ganz friedliebendes Volk, doch auf der Flucht vor den gemeinen Gork versuchen sie jedweden Kniff anzuwenden, um für einen gewissen Zeitraum unentdeckt leben zu können. Ihr neuster Planet soll diesmal ausgerechnet die Erde sein, wo das hochtechnische Volk kurzerhand die gesamte Menschheit umsiedelt, die Schwerkraft anpasst, um so jene Gegebenheiten zu schaffen, die sie selber zum Leben benötigen. Unter ihnen befindet sich mit dem kleinen Boov Oh (Jim Parsons) ein Wesen das nicht unbedingt zu den beliebtesten gehört, weswegen dieser kurzerhand eine Einweihungsparty plant, um neue Freunde kennen zu lernen. Leider wird besagte Einladung an alle Wesen der Galaxis geschickt, woraufhin Oh sein bestmöglichstes versucht, zusammen mit dem kleinen Menschenmädchen Tip (Rihanna) den eigenen Fehler ungeschehen zu machen.

Bei den Produktionen von DreamWorks weiß man irgendwie nie so richtig was man letzten Endes bekommt. Das Franchise rund um „Drachenzähmen leicht gemacht“ ist witzig und schafft es mit dem gewissen Etwas zu überzeugen, Filme wie „Turbo“ sind bestenfalls im Mittelfeld anzusiedeln, während „Die Pinguine aus Madagascar“ alles andere als witzig waren. Der neuste Streich namens „Home – Ein smektakulärer Trip“ reiht sich in diesem Auf und Ab leider nahtlos mit ein, denn neben witzigen Ideen hat auch dieser Film mit einigen Problemen zu kämpfen.

Home - Ein smektakulärer TripBasierend auf dem Kinderbuch „The True Meaning of Smeckday“ versuchen die beiden Autoren Tom J. Astle (Epic – Verborgenes Königreich) und Matt Ember (Zum Ausziehen verführt) die bekannte Geschichte zweier Außenseiter zu erzählen. Auf der einen ein Außerirdischer der bei seinen Artgenossen alles andere als geschätzt wird, auf der anderen ein kleines Mädchen, dass mit aller Kraft ihre Mutter zu finden versucht. Beide freunden sich an, gehen eine gewisse Zweckgemeinschaft ein, während die Technik des Außerirdischen auf die Emotionen des kleinen Mädchens trifft.

Daraus entstehen jede Menge witzige Situationen, das 3D kann sich wirklich sehen lassen und dennoch hapert es am einen oder anderen Ende, was Kinder übersehen werden, was Erwachsenen aber dann doch aufstoßen wird. Themen wie die Eroberung der Erde werden im vorbeigehen behandelt, auf Zwangsumsiedlungen gehen die Verantwortlichen nicht weiter ein, wodurch vieles oberflächlich und verniedlichend behandelt wird. Das größte Problem neben dieser Weichspülgeschichte ist aber das zugrunde liegende Musikkonzept, dass von Sprecherin Rihanna (Ralph reicht’s) gleich mitgeliefert wurde. Zu den unmöglichsten Zeiten werden ihre eigenen Songs völlig deplatziert im Film verstreut, was zuweilen nicht nur seltsam, sondern vor allem recht störend wirkt. Daran ändert es auch nichts das der kleine Oh munter zu den Songs zu tanzen beginnt, das sich seine Farbe je nach den Emotionen verändert und auch nichts, das die kleine Tip immer einen lockeren Spruch auf der Zunge zu haben scheint.

Home - Ein smektakulärer TripLässt man diese störenden Dinge einmal außer Acht, so präsentiert sich „Home – Ein smektakulärer Trip“ als bestenfalls durchschnittlicher Film, über den man lachen kann, wenn man sich denn darauf einzulassen vermag. Die falsche Grammatik des Außerirdischen ist bei alledem eine gelungene Abwechslung, wobei man auch hier hoffen muss, dass dies kleinere Zuschauer nicht unbeabsichtigt nachmachen werden.

Das neuste Werk aus dem Hause DreamWorks versteht mit witzigen Szenen und gelungenem 3D zu unterhalten, allerdings hat dieser ebenso viele Dinge, die insbesondere Erwachsene Zuschauer als störend erachten werden.

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Wir vergeben daher 6 von 10 Filmpunkten.

Copyright: 20th Century Fox

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Home - Ein smektakulärer Trip

Länge: 94 min

Kategorie: Animation, Adventure, Comedy

Start: 30.07.2015

cinetastic.de Filmwertung: (6/10)

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Geschrieben von Ronny Dombrowski

Länge: 94 min
Kategorie: Animation, Adventure, Comedy
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