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Kingsman: The Secret Service

Geschrieben von Ronny Dombrowski am 21. Juli 2015

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Im Bereich der Agentenfilme kommt kein Weg an „Mission Impossible“ und „James Bond“ vorbei, doch was ist, wenn man den Agentenfilmen der alten Schule huldigt und das ganz nebenbei mit einer ordentlichen Portion Humor vermischt? Dann kommt so etwas wie „Kingsman: The Secret Service“ heraus, der nun endlich auch fürs Heimkino erhältlich ist.

Kingsman-TheSecretService_05Seit dem Beginn des Ersten Weltkrieges versucht die Geheimorganisation Kingsman die Welt zu etwas Besserem zu machen. Adrett gekleidet und der Artus-Saga nachempfunden kämpfen sie überall auf der Welt für Recht und Ordnung, doch eines Tages wird Agent Lancelot (Jack Davenport) bei einem seiner Einsätze getötet. Ein jeder Kingsman muss nun einen würdigen Nachfolger präsentieren, woraufhin Harry Hart (Colin Firth) den jungen Eggsy (Taron Egerton) ins Rennen schickt. Harry fühlt sich noch immer verantwortlich für den Tod von Eggsys Vater, doch kann dieser Kleinkriminelle wirklich die Aufnahmeprüfung bestehen? Während Eggsy sich gegen die Konkurrenten durchzusetzen versucht, geht Harry einer neuen Spur nach, die zum Milliardär Richmond Valentine (Samuel L. Jackson) führt.

Autor Mark Millar und Zeichner Dave Gibbons machten nie einen Hehl daraus die guten alten Agentenfilme zu lieben, in denen die Agenten noch cool waren, Gadges an der Tagesordnung waren und ein lockerer Spruch stets erlaubt war. Rückblickend auf diese Zeit und vor allem die ersten Bond-Filme entwarfen die zwei den Comic „The Secret Service“, welcher nicht nur eben dieser Zeit huldigt, sondern ganz nebenbei so viel Zuspruch fand, das dieser leicht verändert für die Leinwand adaptiert werden musste. Für die Umsetzung zeichnet sich Regisseur Matthew Vaughn (X-Men: Erste Entscheidung) verantwortlich, der bereits mit seiner „Kick-Ass“ Adaption eindrucksvoll zeigte, dass ihm Filme dieser Art einfach liegen.

Kingsman-TheSecretService_4Für die Verantwortlichen von „Kingsman: The Secret Service“ war von Anfang an klar, dass zu keiner Zeit eine haargenaue Kopie des Comics gewünscht sein würde. Stattdessen nahmen die Drehbuchautoren Jane Goldman (X-Men: Zukunft ist Vergangenheit) und Matthew Vaughn das grobe Gerüst, fügten neue Figuren ein und natürlich jede Menge kesser Sprüche, mit denen beide eine Vielzahl an alten Agentenfilmen huldigen. Das Ergebnis dieser ungewöhnlichen Zusammenarbeit kann sich wirklich sehen lassen, denn „Kingsman: The Secret Service“ könnte man durchaus als den kleinen Bruder von James Bond bezeichnen, auch wenn dieser Vergleich nie gewollt gewesen ist.

Stattdessen wollten die Verantwortlichen den Zuschauer unterhalten und in die Vergangenheit abschweifen lassen, was diesen einen Großteil der Zeit auch absolut gelungen ist. Dabei ist die Ausgangslage alles andere als einfach, denn im ersten Film muss sich immer viel Zeit für die Figurenzeichnung gelassen werden, bei der man dem Zuschauer möglichst viel über die Vergangenheit und die jeweilige Intension erklärt. Etwa den dreiviertel Film über geht es deshalb um die Organisation namens Kingsman, um den jungen Eggsy der erst einmal ein Agent werden muss und natürlich um einen fiesen Milliardär, der natürlich dabei ist die Welt auf den Kopf zu stellen.

Kingsman-TheSecretService_2Was sich im ersten Augenblick womöglich etwas langweilig anhören mag, ist mit unglaublich viel Humor unterlegt, der mit einem doppelten Augenzwinkern dargeboten wird. Da haben wir beispielsweise den fiesen Gegenspieler mit einer Baseballkappe auf dem Kopf, einem leicht kindlichen Verhalten und einen Sprachfehler, der trotz zahlreicher Leichen in seinem Umfeld einfach kein Blut sehen kann. Das komplette Gegenteil davon sind die adrett gekleideten Kingsman, die weniger auf Schusswaffen und sonstiger Spielereien setzen, als vielmehr ihren Regenschirm, der in Sekundenschnelle umgebaut werden kann.

Gemischt mit sehr viel Action und jeder Menge unmöglicher Sprüche macht „Kingsman: The Secret Service“ einfach nur jede Menge Spaß, was in erster Linie der Geschichte mit seiner Vielzahl an schrägen Figuren, aber auch der wunderbaren Auswahl an Darstellern zu verdanken ist. Mit Taron Egerton (Legend) bekommen wir einen Kleinkriminellen aus London an die Hand der sich im Laufe des Films zu einem echten Agenten mausert, Colin Firth (The King’s Speech) ist einmal mehr eine sichere Bank mit seinem selbstbewussten Auftreten, während Samuel L. Jackson (Pulp Fiction) mit seiner Parodie wohl absolut jeden Bond-Bösewicht in Grund und Boden spielen kann.

Mit seiner neusten Comic-Adaption beweist Matthew Vaughn einmal mehr, dass dem Zuschauer gar nicht an todernsten Agentenfilmen gelegen ist. Mit einer ordentlichen Prise Humor, wunderbaren Darstellern und unmöglichen Figuren zieht er den Hut vor jenen Filmen der 60er und 70er Jahre, die uns wohl alle ein wenig geprägt haben. Wunderbares Kino das jedem nur ans Herz gelegt werden kann.

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Wir vergeben daher 8 von 10 Filmpunkten.

Copyright: 20th Century Fox

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Kingsman: The Secret Service

Länge: 129 min

Kategorie: Action, Adventure, Comedy

Start: 23.07.2015

cinetastic.de Filmwertung: (8/10)

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Kingsman: The Secret Service

Kingsman: The Secret Service

Geschrieben von Ronny Dombrowski

Länge: 129 min
Kategorie: Action, Adventure, Comedy
Start: 23.07.2015

Bewertung Film: (8/10)

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