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Nachts im Museum – Das geheimnisvolle Grabmal

Geschrieben von Ronny Dombrowski am 23. April 2015

Nachts im Museum - Das geheimnisvolle Grabmal

Als vor neun Jahren der erste Film der Reihe „Nachts im Museum“ in die Kinos kam, waren Kritiker recht gespalten. Eine Geschichte die nicht unbedingt viel hergegeben hat, dafür jede Menge Magie und Spaß, womit in erster Linie die jüngeren Zuschauer angesprochen werden sollten. Besagter Film und auch die Fortsetzung spielten zusammen rund 1,2 Mrd. Dollar ein, woraufhin sogar das American Museum of Natural History einen Besucherzuwachs verzeichnete. Mit „Nachts im Museum – Das Geheimnisvolle Grabmal“ erscheint nun der dritte und womöglich sogar letzte Teil für das Heimkino, in dem der verstorbene Robin Williams ein letztes Mal zu sehen ist.

Nachts im Museum - Das geheimnisvolle GrabmalNachtwächter Larry Daley (Ben Stiller) verrichtet nach wie vor seinen Dienst am New Yorker Museum of Natural History und wurde dort sogar unlängst befördert, woraufhin er nun für den kompletten Bereich des nachts zuständig ist. Eine seiner Aufgaben soll dabei aber auch eine nächtliche Veranstaltung sein, bei der wichtige Sponsoren und Ehrengäste erscheinen, nur um seine große Show zu bewundern. Leider geht besagte Show mit der Vielzahl an Ausstellungsobjekten gehörig in die Hose, denn die magische Tafel von Akmenrah verändert sich zusehends. Immer mehr Rost ist auf dieser zu sehen, woraufhin Larry kurzerhand bei seinen Nachforschungen erfährt, dass nur Pharaoh Merenkahre (Ben Kingsley) in das Geheimnis jener sagenumworbenen Magie eingeweiht ist. Kurzerhand fährt Larry zusammen mit Teddy Roosevelt (Robin Williams), Neanderthaler Laaa (Ben Stiller) sowie Jedediah (Owen Wilson) und Octavius (Steve Coogan) ins Museum nach London, um den Fluch endgültig zu besiegen und der Tafel noch Macht zu verleihen.

Nachts im Museum - Das geheimnisvolle GrabmalAls im letzten Jahr der Tod von Robin Williams verkündet wurde, fragten sich sofort viele Fans der „Nachts im Museum“ Reihe, was denn nun mit dem dritten und womöglich sogar letzten Teil des Franchise geschehen würde. Zum Glück war Regisseur Shawn Levy (Real Steel – Stahlharte Gegner) mit den Dreharbeiten bereits weitestgehend fertig, sodass dem letzten Projekt von Williams nichts mehr im Wege stehen würde. Zusammen mit den Drehbuchautoren Mark Friedman (Home of the Brave), David Guion (Dinner für Spinner) und Michael Handelman (Dein Ex – Mein Albtraum) versuchte sich Levy auf altbewährtes zu konzentrieren, gleichwohl aber auch eine Reihe von Neuerungen mit einzubauen, um den Zuschauer aktiv mit einzufangen.

Dieser Vorsatz ist leider nur bedingt aufgegangen, denn obwohl „Nachts im Museum – Das Geheimnisvolle Grabmal“ ganz ähnlich aufgebaut ist wie die letzten beiden Filme, vermisst man dennoch dieses gewisse Etwas, das diese Fortsetzung begründet. Im Grunde wurde das Geschehen lediglich von New York nach London verlegt, die altbekannten Gesichter schlittern noch immer von einer unmöglichen Situation in die nächste, während das Geschehen mit kurzen Actioneinlagen und jeder Menge CGI unterbrochen wird. Dies sieht zweifelsohne gelungen aus, für die zahlreichen Pointen sind erneut Owen Wilson (Midnight In Paris) und Steve Coogan (Philomena) verantwortlich, die in ihren Rollen sprichwörtlich aufgehen und den Film auch weitestgehend tragen.

Nachts im Museum - Das geheimnisvolle GrabmalDadurch geht aber auch Hauptdarsteller Ben Stiller (Zoolander) etwas unter, der sich zwar als Nachtwächter Larry und auch als Neandertaler austoben darf, bei alledem aber leider mit einer recht oberflächlichen Vater-Sohn-Geschichte bestraft wird, die wir in dieser Form bereits hunderte Male haben sehen dürfen. Als sehenswerten Neuzugang dürfen wir Ben Kingsley (Exodus: Götter und Könige) als Pharaoh, Rebel Wilson (Pitch Perfect) als Nachtwächterin und Dana Stevens (The Guest) als Sir Lancelot bewundern, welcher gegen Ende hin eine begnadete Szene in einem Theater hat, auf die wir an dieser Stelle natürlich nicht weiter eingehen möchten. Was bleibt ist natürlich jede Menge Spaß, leuchtende Kinderaugen wenn Dinosaurier durch die Flure rennen und ein leiser Abschied von Robin Williams, der seinen eigenen Tod bereits im Film vorweggenommen hat. Die Tür bleibt einen Spalt weit offen für einen vierten Teil, wirklich rechnen sollte man damit jedoch nicht.

Der Dritte und womöglich letzte Teil der „Nachts im Museum“-Reihe bringt nur wenig Neues mit sich und bleibt stattdessen beim Altbewährten. Sehenswerte Neuzugänge und eine Umsetzung auf hohem technischen Niveau täuschen aber auch diesmal nicht über eine Geschichte hinweg, die bestenfalls als durchschnittliche Familienunterhaltung zu bezeichnen ist.

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Wir vergeben daher 6 von 10 Filmpunkten.

Copyright: 20th Century Fox

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Nachts im Museum - Das geheimnisvolle Grabmal

Länge: 97 min

Kategorie: Comedy, Drama

Start: 30.04.2015

cinetastic.de Filmwertung: (6/10)

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Nachts im Museum - Das geheimnisvolle Grabmal

Nachts im Museum – Das geheimnisvolle Grabmal

Geschrieben von Ronny Dombrowski

Länge: 97 min
Kategorie: Comedy, Drama
Start: 30.04.2015

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