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Maze Runner – Die Auserwählten im Labyrinth

Geschrieben von Ronny Dombrowski am 18. Februar 2015

Maze Runner - Die Auserwählten im Labyrinth

In den letzten Jahren wurden unzählige Jugendromane verfilmt, die zumeist eines gemeinsam hatten. Es wird von einer Menschheit erzählt die sich nahezu am Rande der eigenen Existenz befindet, die täglich aufs neue ums Überleben kämpfen und dabei erbitterte Rückschläge bewältigen muss. Besagte Romanadaptionen haben sich mit einer entsprechenden Romantisierung der Geschichte zumeist am weibliche Publikum orientiert, ganz anders geht nun jedoch „Maze Runner“ vor, bei dem vielmehr die Action im Vordergrund steht.

Maze Runner - Die Auserwählten im LabyrinthIn einem schnell nach oben fahrenden Fahrstuhl erwacht ein etwa 17-jähriger Junge, was ihn oben erwartet sind etwa 60 gleichaltrige, die ihn wärmstens empfangen. Es ist eine Lichtung, ein großes Areal mit behelfsmäßig errichteten Hütten, angebauten Gemüse sowie einem angrenzenden Wald. Jeder der 60 männlichen Jugendlichen hat irgendwann einmal das selbe durchmachen müssen wie Neuling Thomas (Dylan O’Brien), denn einmal im Monat wird neben frischer Nahrung auch eine neue Person nach oben gefahren, die fortan in der Gemeinschaft ums Überleben kämpfen muss.

Um die Lichtung herum stehen riesige Mauern, darum wiederrum ist ein gigantisches Labyrinth errichtet, welches irgendwo einen Ausgang für die Jungen bereithalten könnte. Jeden Tag erkunden sog. Läufer den ständig sich verändernden Irrgarten, doch wer vor Einbruch der Dunkelheit nicht zurückgefunden hat, der ist bereits tot. Des Nachts wird das Labyrinth von unheimlichen Wesen bevölkert, die jeden Läufer erbarmungslos jagen. Für Thomas ist die Sache nach einer kurzen Eingewöhnungsphase schnell klar, denn obwohl ihn Newt (Thomas Brodie-Sangster), Chuck (Blake Cooper) und Anführer Alby (Aml Ameen) vom Gegenteil zu überzeugen versuchen, wird er vom Labyrinth magisch angezogen.

Maze Runner - Die Auserwählten im LabyrinthWenn man sich genau diese Inhaltsbeschreibung von „Maze Runner – Die Auserwählten im Labyrinth“ noch einmal auf der Zunge zergehen lässt, so kommt man nicht umhin Gemeinsamkeiten in anderen Filmen zu finden. Zum einen könnte es sich hier um eine männliche Version der „Tribute von Panem“ handeln, zum anderen erinnern elementare Bestandteile doch sehr an William Goldings Klassiker „Herr der Fliegen“, wo Jugendliche ebenso eine eigene Gesellschaft errichten mussten. Für Autor James Dashner mag letzterer womöglich sogar seine Romantrilogie mit beeinflusst haben, für Regisseur Wes Ball (Ruin) bot sich die Chance, ein sehenswertes Spielfilmdebüt abzuliefern, gibt es doch zahlreiche Fans der Geschichte.

Besagte Fans werden mit dem ersten Film der Maze Runner Trilogie wohl nicht im Ansatz enttäuscht werden, denn obwohl sich Wes Ball unheimlich viel Zeit lässt am Anfang die Lichtung und dort lebenden Menschen vorzustellen, geht es danach doch schon bald Schlag auf Schlag. Mit dem Ausfall von Anführer Alby gerät die über Jahre hinweg aufgebaute Führung ins wanken, denn wo der leichtsinnige Thomas in erster Linie seinem Erkundungsdrang nachgeben möchte, versucht der kampferprobte Gally (Will Poulter) vielmehr die Gemeinschaft zusammen und am Leben zu erhalten. Es kommt wie es kommen muss, es werden Entscheidungen gefällt, Fehler gemacht und die Jugendlichen mit Konsequenzen konfrontiert, die nicht einfach zu akzeptieren sind.

Maze Runner - Die Auserwählten im LabyrinthAuf den ersten Blick mag sich diese Geschichte womöglich etwas dünn anhören, auf dem zweiten ist sie aber so interessant gestaltet, dass sich mehr und mehr Fragen nach jenen Personen ergeben, die hinter diesem Experiment stecken. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist bei alledem natürlich das Labyrinth, das immer wieder neue Möglichkeiten bietet tiefer vorzudringen und neue Entdeckungen zu tätigen. Die Veränderungen die jede Nacht vonstatten gehen sind visuell eindrucksvoll umgesetzt, die geheimen Bewohner liefern die nötige Spannung, während das Tempo zuweilen bis ans Limit getrieben wird. Etwas enttäuschend mag für den einen oder anderen womöglich das Finale ausfallen, das bestenfalls ein Etappenziel darstellt, folgen doch noch zwei weitere Filme.

Im direkten Vergleich zu zahlreichen anderen Verfilmungen von Jugendromanen, hat man sich diesmal zumindest im Ansatz um einige bekannte Gesichter bemüht, die man auch aus anderen Filmen bereits kennt. Hauptdarsteller Dylan O’Brien (Prakti.com) ist von der ersten Minute an ein Sympathieträger auf den man sich verlassen kann, Thomas Brodie-Sangster (Tatsächlich… Liebe) gibt den erfahrenen der alles im Auge zu haben scheint, während man mit Will Poulter (Wir sind die Millers) einen vermeintlichen Gegenspieler im Lager etabliert, der vor allem durch sein Auftreten überzeugt.

Der erste Teil der angestrebten Maze Runner-Trilogie bietet jede Menge Spannung, Action und ein sehr hohes Tempo, womit in erster Linie die männlichen Zuschauer angesprochen werden. Die imposanten Kulissen tun ihr übriges, um ein echtes Abenteuerfeeling aufkommen zu lassen.

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Wir vergeben daher 7 von 10 Filmpunkten.

Copyright: 20th Century Fox

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Maze Runner - Die Auserwählten im Labyrinth

Länge: 113 min

Kategorie: Action, Mystery, Sci-Fi

Start: 26.02.2015

cinetastic.de Filmwertung: (7/10)

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Maze Runner - Die Auserwählten im Labyrinth

Maze Runner – Die Auserwählten im Labyrinth

Geschrieben von Ronny Dombrowski

Länge: 113 min
Kategorie: Action, Mystery, Sci-Fi
Start: 26.02.2015

Bewertung Film: (7/10)

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