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Planet der Affen – Revolution

Geschrieben von Ronny Dombrowski am 1. Dezember 2014

Planet der Affen - Revolution

Als 20th Century Fox vor einigen Jahren beschloss die Geschichte des Science-Fiction-Klassikers „Planet der Affen“ mit einem Prequel weiter zu stricken, waren insbesondere die Fans der alten Schule überaus skeptisch. Besagte Skepsis stellte sich vor drei Jahren schließlich als nahezu unbegründet heraus, denn „Planet der Affen – Prevolution“ startete nicht nur überaus erfolgreich an den Kinokassen, sondern wurde von Kritikern überwiegend mit sehr viel Lob bedacht. Mit „Planet der Affen – Revolution“ erscheint nun der zweite Teil der angedachten Trilogie auf DVD, welcher den ersten noch einmal punktuell übertrifft.

Planet der Affen - RevolutionNachdem das von Menschen geschaffene Simian-Virus vor rund zehn Jahren auf der Erde verbreitet wurde, ist es mit der Menschheit alles andere als rosig bestellt. Ein Großteil der Erdbevölkerung wurde dahin gerafft, die wenigen Überlebenden hausen in steinzeitähnlichen Zuständen in Ruinen, während einige wenige von ihnen versuchen die nötigsten Dinge wieder zum laufen zu bekommen. Einer von ihnen ist der Überlebenskünstler Malcolm (Jason Clarke), welcher zusammen mit einer Hand voller Weggefährten zu einem alten Damm unterwegs ist, um diesen wieder halbwegs zu reparieren und somit für Strom in der angrenzenden Siedlung zu sorgen. Leider treffen sie auf dem Weg dorthin eine Hundertschaft Affen, angeführt vom sprechenden Schimpanse Caesar (Andy Serkis), welcher seinerzeit selber unter Menschen aufgewachsen ist. Während sich Caesar und Malcom langsam anfreunden, versuchen ganz andere auf beiden Seiten das Projekt zu sabotieren, woraufhin es unausweichlich zum Krieg kommen soll.

Nachdem Regisseur Rupert Wyatts überraschend nach dem ersten Teil ausgestiegen war, fragten sich nicht wenige wie es denn überhaupt weitergehen sollte. Für Wyatts war der angedachte Terminplan schlicht nicht zu halten, um auch nur im Ansatz qualitativ dem zu entsprechen, was die Fans ihm abverlangen würden. Als Ersatz kam schließlich Matt Reeves (Cloverfield) ins Gespräch, welcher zusammen mit den Drehbuchautoren Mark Bomback (Stirb langsam 4.0), Rick Jaffa (Das Relikt) und Amanda Silver (Die Hand an der Wiege) kurzerhand das Kunststück vollbrachte, nicht nur den Termin weitestgehend zu halten, sondern mit dem zweiten Teil auch den ersten ganz locker in die Tasche zu stecken.

Planet der Affen - RevolutionDer Beginn des Films gleicht dem Ende des ersten Teils beinahe bis ins letzte Detail, wenn wir in kurzen Sequenzen noch einmal jene Zeit miterleben dürfen, wie die Menschheit beim Ausbruch des Virus zum Großteil dahingerafft wurde. Was danach folgt ist eine 20-minütige Sequenz die vollkommen ohne jedwede Dialoge auskommt, denn nun werden wir Zeuge dessen, wie eine Gruppe von Affen mit Speeren bewaffnet auf Hirschjagd geht. Genau diese Sequenz könnte beinahe aus einer Tierdokumentation stammen, wenn eben nicht die Vielzahl an Waffen wäre, mit denen die Affen hier unterwegs sind.

Versucht man „Revolution“ mit „Prevolution“ zu vergleichen, so hat die Fortsetzung insbesondere in technischer Hinsicht gleich mehrere Schritte nach vorn vollzogen. Die Affen sehen mit Hilfe des Performance-Capture-Verfahrens unglaublich echt aus, wodurch nun nicht nur Fell absolut detailgetreu wiedergegeben wird, sondern ebenso die allerkleinsten Bewegungen bis hin zur Mimik von einzelnen Gesichtspartien. Im Gegensatz zu vergleichbaren Filmen ist „Planet der Affen – Prevolution“ aber nicht nur ein Meilenstein der Tricktechnik, es ist vor allem ein Science Fiction Film, der mit einer überaus intelligenten Geschichte daherkommt und es so schafft, den Zuschauer beinahe zweieinhalb Stunden unterhalten zu können.

Planet der Affen - RevolutionIm Grunde handelt es sich hier um den perfekten Anti-Kriegsfilm, denn könnte es nicht möglich sein das Affen und Menschen in einer friedlichen Koexistenz nebeneinander leben, wenn doch schon eines der beiden Völker nahezu ausgelöscht wurde? Das dem nicht so ist weiß man als Fan der alten Filme bereits im Vorfeld, woraufhin es dann durch verschiedene Twists auf beiden Seiten schließlich zum Kriege kommen soll. In diesem wird mit Speeren gekämpft, mit Pistolen geschossen und mit Panzern gefahren, was schließlich nicht nur in Wiedersprüchen endet, sondern in einer prägenden Szene, mit der zugleich auch der dritte und letzte Teil des Prequels eingeleitet werden soll.

Hinsichtlich der Darsteller kann man an dieser Stelle erneut nur auf den Gollum-Darsteller Andy Serkis verweisen, welcher auch diesmal mit einem überragenden Spiel mit Mimik und Gestik brilliert. Ob Serkins diesmal einen der begehrten Oscars erhält sei dahingestellt, wurde dieser von der Academy doch bereits bei zahlreichen Preisverleihungen übergangen.

„Planet der Affen – Revolution“ ist zweifelsohne ganz großes Blockbuster-Kino, welches nicht nur in technischer Hinsicht völlig neue Maßstäbe setzt, sondern auch mit einem recht intelligenten Drehbuch zu unterhalten versteht.

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Wir vergeben daher 8 von 10 Filmpunkten.

Copyright: 20th Century Fox

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Planet der Affen – Revolution

Länge: 130 min

Kategorie: Action, Drama, Sci-Fi

Start: 05.12.2014

cinetastic.de Filmwertung: (8/10)

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Planet der Affen – Revolution

Planet der Affen – Revolution

Geschrieben von Ronny Dombrowski

Länge: 130 min
Kategorie: Action, Drama, Sci-Fi
Start: 05.12.2014

Bewertung Film: (8/10)

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