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Lone Survivor

Geschrieben von Melanie Ulbrich am 15. Oktober 2014

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Mit amerikanischen Spezial- und Geheimdiensten ist der erfahrene Regisseur Peter Berg bereits häufiger in Berührung gekommen: Nach dem Actionfilm „Battleship“ und dem FBI-Thriller „Operation: Kingdom“ wagt sich Berg nun an die Buchverfilmung von „Lone Survivor“.

Lone_Survivor_Szenenbilder_15.300dpi„Lone Survivor“ wurde von Marcus Luttrell, dem einzigen Überlebenden der Operation Red Wings 2005 in Afghanistan, geschrieben. Vier Soldaten der US-Spezialeinheit Navy SEALs, darunter der Petty Officer Marcus Luttrell (gespielt von Mark Wahlberg), werden auf eine Beobachtungsmission in die Berge der afghanischen Provinz Kunar entsendet. Dort sollen sie den Aufenthaltsort eines führenden Taliban-Kämpfers verifizieren. Als die Männer bei ihrem Einsatz eine folgenschwere moralische Entscheidung treffen müssen, überschlagen sich die Ereignisse: Kommunikativ abgeschnitten von ihrer Einheit, sehen sich die Soldaten innerhalb kürzester Zeit einer Übermacht von Taliban-Kämpfern gegenüber. Ohne jeden Ausweg müssen sie sich in dem unwegsamen Gebiet der Berge Afghanistans einem aussichtslosen Kampf stellen, der sie nicht nur physisch, sondern auch mental an die Grenzen führt…

Sie absolvieren die härteste Ausbildung des US-Militärs und gehören anschließend zu den besten Soldaten ihres Landes: Die Navy Seals. Die Spezialeinheit kommt u.a. bei verdeckten Operationen und der Terrorismus-bekämpfung zum Einsatz. „Lone Survivor“ legt großen Wert auf die Darstellung der Navy Seals. Dies ist vor allem Marcus Luttrells Einsatz zu verdanken, der intensiv in die Filmvorbereitungen und Dreharbeiten eingebunden wurde. Es war ihm ein persönliches Anliegen, dass die Werte der Soldaten und die Hauptcharaktere korrekt dargestellt werden. Die sehr patriotisch, amerikanisch, episch gehaltene Darstellung der Navy Seals wird gewiss nicht jeden deutschen Zuschauer gefallen.

Lone_Survivor_Szenenbilder_04.300dpiInsbesondere die ersten Minuten von „Lone Survivor“ sind gut gelungen und führen den Zuschauer behutsam in die Welt der Navy Seals. Eine Collage aus Video- und Bildmaterial zeigt das harte Training und die Ausbildung. Im Camp in Afghanistan stellt Regisseur Peter Berg seinen Zuschauern einen Neuling zur Seite, der erst noch offiziell in die Gruppe aufgenommen werden muss. Geschickt werden die Einblicke in das persönliche Leben der Seals mit der Einführung des eigentlichen McGuffins, dem Missionsziel, verknüpft.

Während der Mission der vier ausgewählten Soldaten kommt es zum schicksalshaften Wendepunkt. Die moralische Entscheidung wird von den Figuren ausführlich diskutiert und argumentiert: Sollen die Taliban-nahen Viehtreiber getötet werden, um die Mission nicht zu gefährden oder lässt man sie frei und riskiert dabei nicht nur die Mission, sondern auch sein eigenes Leben?

Lone_Survivor_Szenenbilder_23.300dpiKurze Zeit später geraten die Soldaten in ein Gefecht. Peter Berg und der deutsche Kameramann Tobias Schliessler bleiben zu jeder Zeit nah am Mann. Die Kamera zeigt sich schonungslos, wenn es an die Actionszenen geht. So tut jede Explosion, jeder Schuss, der trifft, weh und verlangt vom Zuschauer einiges ab. Während sich die Kampfsequenz der vier Soldaten etwas in die Länge zieht, geht es am Ende dann wieder sehr schnell. Im Paschtunen-Dorf gibt es nur wenige Momente, um die Beziehung zwischen Marcus und seinen Rettern zu erzählen. Insgesamt stellt es sich als schwierig heraus, nicht nur der außergewöhnlichen Geschichte, sondern vor allem allen vier Soldaten in der Darstellung gerecht zu werden.

Die Blu-ray überzeugt nicht nur in technischer Hinsicht mit Bild und Ton. Auch die Extras können sich sehen lassen. Insbesondere das halbstündige Featurette „Der Wille des Kriegers“ ist sehenswert. Die Art Dokumentation über den echten Marcus Luttrell, seinen Werdegang bei den Navy Seals und seine Mitarbeit am Film stellen für den Zuschauer eine Bereicherung dar. Weitere Featurettes sind „Die Geschichte ans Licht bringen“, „Nachstellung der Feuergefechte“, „Die Gefallenen Helden“ und „Der Lebenskodex der Paschtunen“. Oben drauf gibt es noch Interviews mit den Darstellern, dem Regisseur und Marcus Luttrell.

Für Fans des Kriegsgenres ist „Lone Survivor“ trotz kleiner Schwächen ein Muss. Der Film ordnet sich unmissverständlich in die Reihe der zahlreichen amerikanischen Kriegsfilme ein. Dass der Film den Zuschauer mitreißt, obwohl der Ausgang der Geschichte eigentlich bereits bekannt ist, hat mehrere Gründe: Eine bewegende Geschichte und eine filmisch solide Umsetzung von Regisseur und Darsteller.

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Wir vergeben daher 7 von 10 Filmpunkten.

Copyright: Universum Film, Square One

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Länge: 121 Min.

Kategorie: Action

Start: 17.10.2014

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Info

Lone Survivor

Geschrieben von Melanie Ulbrich

Länge: 121 Min.
Kategorie: Action
Start: 17.10.2014

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