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X-Men: Zukunft ist Vergangenheit

Geschrieben von Ronny Dombrowski am 25. September 2014

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Seit nunmehr einem Jahrzehnt sind Comicverfilmungen aus dem Hause Marvel kaum noch wegzudenken. Egal ob es Spider-Man ist, Thor, Hulk, Captain America oder Iron Man, sie alle konnten sich ihren Platz in der Gunst der Zuschauer erobern, wodurch einige sehenswerte Filme entstanden. Regisseur Bryan Singer präsentiert uns nun den inzwischen siebenten Film der Reihe rund um die sog. X-Men, doch wer denkt das aus diesem Franchise so langsam aber sicher die Luft raus sei, der soll sich mehr als nur geirrt haben.

x-men-zukunft-ist-vergangenheit-5In einer nicht weit entfernten Zukunft liegt die Welt in Trümmern. In einem erbarmungslosen Krieg zwischen Menschen und Mutanten wurden letztere beinahe ausgerottet, denn den sog. Sentinels haben selbst die schlagkräftigsten Mutanten nur wenig entgegen zu setzen. Riesige Roboter die sich auf ihre Ziele einstellen können, die mit erbarmungsloser Härte gegen einen jeden Gegner vorgehen und diese bis zur Erschöpfung jagen. Die wenigen Überlebenden rund um Professor Charles Xavier (Patrick Stewart) und Erik Lehnsherr alias Magneto (Ian McKellen) vereinigen sich noch einmal zu einem letzten Gegenschlag, bei dem einzig und allein eine Veränderung der Vergangenheit zum Ziel führen kann. Kurzerhand wird Wolverine (Hugh Jackman) ins Jahr 1973 versetzt, wo er nicht nur Kontakt zu den ganz frühen X-Men knüpfen soll, sondern ganz nebenbei auch noch Magneto aus einem der am besten bewachten Gefängnisse befreien muss. Ziel soll es sein die Gestaltwandlerin Mystique (Jennifer Lawrence) davon abzuhalten den Wissenschaftler Bollivar Trask (Peter Dinklage) zu ermorden, denn damit fing im Grunde alles an.

Nachdem Regisseur Bryan Singer die ersten beiden Filme der X-Men noch selbst betreute, zog er sich aus dem Franchise nahezu komplett zurück. Pünktlich zum siebenten (und noch lange nicht letzten) Teil meldet sich Singer nun jedoch zurück, wenn er jene Geschichte aus zwei Comics der 80er Jahre verfilmt, in denen die Vergangenheit direkt geändert werden musste, um die Zukunft zu retten. Dabei sollen die alten Superhelden auf die neuen treffen, doch wer denkt das sich Singer dabei womöglich übernommen haben könnte, der hat sich auch diesmal gewaltig geirrt.

x-men-zukunft-ist-vergangenheit-3Das große Problem an Zeitreiseabenteuern ist zumeist das eine innere Logik nur wenig stringent beibehalten werden kann, dass sich die Verantwortlichen oft mit einer Vielzahl an Figuren übernehmen und dabei die eigentliche Geschichte aus den Augen verlieren. In „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ soll genau diese Angst unberechtigt sein, denn obwohl die Zukunft ein sehr wichtiger Bestandteil ist und durch einzelne Rückblenden vorangetrieben wird, soll der Fokus der Geschichte dennoch auf den 70er Jahren liegen, wo man sich mitten in den letzten Zügen der Vietnamkrise befindet. Erneut soll dabei das politische Zeitgeschehen im Vordergrund stehen, denn die auf Irrwegen wandelnde Mystique plant einen führenden Wissenschaftler zu ermorden, wodurch die Regierung in den Besitz ihrer DNA gelangt und die gefährlichen Sentinels erst entwickelt werden können.

Dies alles ist überaus anschaulich aufbereitet. Wenn der ältere Wolverine auf einige der jüngeren X-Men trifft findet nicht nur ein Treffen der Generationen, sondern ebenso eine Neuausrichtung statt, wodurch der kommende „X-Men: Apocalypse“ bereits indirekt eingeleitet wird, soll dieser doch in den 80ern spielen. Dabei wurde diesmal bewusst darauf verzichtet feste Strukturen wie Gut gegen Böse zu etablieren, haben doch alle ihre jeweiligen Motive die ihr Handeln glaubhaft unterstützen. Damit einher geht ebenso die Figurenzeichnung des Wissenschaftlers Bollivar Trask, welcher glaubhaft vom „Game of Thrones“ Star Peter Dinklage verkörpert wird und nicht im Ansatz der typischen Karikatur eines Bösewichts entspricht.

x-men-zukunft-ist-vergangenheit-2Im Bereich der Mutanten treffen wir selbstverständlich einige Neulinge wie Blink, Sunspot, Warpath und Bishop, die allesamt mit ihren jeweiligen Fähigkeiten zu begeistern verstehen. Die mit weitem Abstand interessanteste Figur soll dabei ausgerechnet jene des Quicksilver (Evan Peters) sein, der sich in einem imposant inszenierten Gefängnisausbruch besonders hervorheben kann. Ob Peters diese Leistung auch in Zukunft mit dieser Präsenz ausüben darf muss abgewartet werden, dürfen wir ihn im kommenden Teil der Avengers doch bereits wieder bewundern.

Rein technisch ist „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ natürlich erneut am oberen Limit angesiedelt. Die Fähigkeiten der Mutanten wurden wunderbar umgesetzt, wenn Magneto ein ganzes Stadion fortbewegt sieht dies absolut imposant aus und wenn sich die X-Men der Zukunft im direkten Duell mit den Sentinels befinden, würde man sich beinahe wünschen das der ganze Film in der Zukunft spielen würde, so visuell eindrucksvoll wurden diese Szenen umgesetzt.

Nach einem eher schwächeren letzten Teil meldet sich Bryan Singer mit „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ erneut eindrucksvoll zurück. Das Treffen der Generationen ist interessant, die neuen Mutanten wissen zu gefallen und schon jetzt darf man darauf gespannt sein, wie die Geschichte in rund zwei Jahren weitergehen wird. „X-Men: Apocalypse“ darf kommen!

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Wir vergeben daher 7,5 von 10 Filmpunkten.

Copyright: 20th Century Fox

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X-Men: Zukunft ist Vergangenheit

Länge: 131 min

Kategorie: Action, Adventure, Sci-Fi

Start: 02.10.2014

cinetastic.de Filmwertung: (7,5/10)

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X-Men: Zukunft ist Vergangenheit

X-Men: Zukunft ist Vergangenheit

Geschrieben von Ronny Dombrowski

Länge: 131 min
Kategorie: Action, Adventure, Sci-Fi
Start: 02.10.2014

Bewertung Film: (7,5/10)

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