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Das magische Haus

Geschrieben von Ronny Dombrowski am 23. September 2014

Das magische Haus

Der Belgier Ben Stassen begann als Werbefilmer, setzte sich mit dem IMAX Format auseinander und nutzte dieses Wissen anschließend, um selbst einen ersten Fuß ins Genre der Animationsfilme zu setzen. All dies ist inzwischen beinahe 20 Jahre her, an seine Kurzfilme von damals erinnern sich wohl nur noch die wenigsten, wohl aber an Filme wie „Fly Me to the Moon“ und „Sammys Abenteuer – Die Suche nach der geheimen Passage“, mit denen er die ganz kleinen Zuschauer begeisterte. Mit „Das magische Haus“ ist Stassen nun erneut zurück und was er diesmal aus dem Hut gezaubert hat, wird den kleinen wie auch den großen Zuschauern gefallen.

Das magische HausEin kleiner namenloser Kater (Stimme: Matthias Schweighöfer) wird von seinen Besitzern kurzerhand aus dem Auto gelockt und allein gelassen, ein Schicksal mit dem sich einen jeden Tag eine Unmenge anderer Tiere auseinandersetzen müssen. Um im turbulenten Stadtleben jedoch nicht unterzugehen beschließt besagter Kater ein neues Heim zu suchen, woraufhin dieser nur wenig später am Haus des Zauberers Lawrence (Dieter Hallervorden) ankommt. Lawrence ist ein älterer Mann wie er im Buche steht, verspielt, jung geblieben und dennoch voller Geheimnisse, denn Lawrence lebt nicht nur mit seinem Hasen Jack und der Maus Maggie (Karoline Herfurth) zusammen, sondern ebenso mit einer ganzen Menge verzauberten Spielzeugs. Der namenslose Kater bekommt dort den Namen Thunder verpasst, fühlt sich auf Anhieb wohl, doch Jack riecht bereits ein großes Unheil aufziehen.

Nachdem der belgische Regisseur Ben Stassen zuletzt gleich zwei Abenteuer der kleinen Schildkröte Sammy erfolgreich auf der großen Leinwand für die kleinen Zuschauer aufbereitet hatte, kommt nun eine Katze ins Spiel. Sein Film „Das magische Haus“ basiert dabei lose auf einem zwölfminütigen Kurzfilm aus einem Freizeitpark, welchen Stassen zusammen mit seinem Co-Regisseur Jeremy Degruson (Haunted Castle) noch einmal entsprechend überarbeitet hat.

Das magische HausIm Gegensatz zu vielen vergleichbaren Produktionen aus dem Hause Hollywood soll es in „Das magische Haus“ gleich von Beginn an mit sehr viel Tempo einhergehen. Ein unbekanntes Auto rast die Straße entlang und wirft eine Katze aus diesem, wir werden immer wieder mit schnellen Kamerafahrten konfrontiert, die im Hinblick auf die ganz kleinen Zuschauer jedoch keineswegs anstrengend oder gar überhastet wirken. Die Verantwortlichen haben sich vielmehr mit ihrer recht austauschbaren Geschichte diesmal direkt auf die kleineren Zuschauer konzentriert, denn eine jede Figur wurde mit viel Liebe zum Detail animiert. Da haben wir die Katze Thunder mit ihren großen Augen, der korpulente Hase Jack der sich auf seine alten Tage noch einmal bedroht sieht und natürlich die süße kleine Maus Maggie, die mit ihrer hohen Stimme für allerlei Gelächter sorgen sollte.

Rein inhaltlich könnte man „Das magische Haus“ wohl am ehesten mit „Toy Story“ vergleichen, denn es geht in erster Linie darum eine Familie zu finden, die Wärme und Geborgenheit schenkt. Das dabei allerlei Probleme auftreten spricht für sich, was am sehr fein skizzierten Bösewicht am besten veranschaulicht wird, gibt ihn Stassen doch immer wieder gezielt der Lächerlichkeit preis. Wenn dieser von einer Katzenallergie geplagt durchs Haus taumelt, sich im späteren Verlauf der Geschichte den verschiedensten Bewohnern erwehren muss, so sind kindliche Lacher garantiert.

Das magische HausIm direkten Vergleich mit den bekannten großen Hollywood Produktionen hat „Das magische Haus“ eindeutig die Nase vorn, denn die kurzweilige Geschichte versteht mit ihren rund 80 Minuten nicht nur zu unterhalten, sie weiß mit ihren vielen Details einfach zu gefallen. Es sind eben nicht nur die verschiedensten Figuren, es ist die visuelle Umsetzung, die Liebe zu den zahlreichen Details und vor allem das 3D, das hier einen echten Mehrwert mit sich bringt. Die räumliche Tiefe kommt wunderbar zur Geltung, es gibt immer wieder kleine Dinge die dem Zuschauer sprichwörtlich ins Gesicht springen, bevor die nächste turbulente Szene auch bereits wieder einsetzt.

Natürlich würde all dies nicht ohne die passenden Synchronsprecher funktionieren, die diesmal in der deutschen Übersetzung nahezu perfekt ausgewählt wurden. Matthias Schweighöfer (Frau Ella) spricht den Kater Thunder und darf in jedem zweiten Satz einen Seufzer von sich geben oder einfach nur schnurren, Karoline Herfurth (Fack ju Göhte) gibt mit ihrer wunderbar piepsigen Stimme die kleine Maus Maggie, während Dieter Hallervorden (Sein letztes Rennen) auf seiner alten Tage den Zauberer Lawrence sprechen darf.

Ben Stassen gelingt erneut mit „Das magische Haus“ ganz großes Kino für die kleinen Zuschauer. Eine witzige Geschichte, liebevolle Figuren und eine Unmenge an Details laden zum Entdecken und zum Lachen ein. Eine absolute Empfehlung.

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Wir vergeben daher 7,5 von 10 Filmpunkten.

Copyright: Studiocanal

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Das magische Haus

Länge: 85 min

Kategorie: Animation, Adventure, Comedy

Start: 25.09.2014

cinetastic.de Filmwertung: (7,5/10)

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Das magische Haus

Geschrieben von Ronny Dombrowski

Länge: 85 min
Kategorie: Animation, Adventure, Comedy
Start: 25.09.2014

Bewertung Film: (7,5/10)

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