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The Lego Movie

Geschrieben von Ronny Dombrowski am 22. August 2014

The Lego Movie

Das Blockbuster Kino befindet sich bereits seit längerem in einer Art Krise, denn immer mehr Studios sehen von riskanten und teuren Neuproduktionen ab und versuchen sich stattdessen an weiteren Teilen einer bestehenden Marke. Mit „The Lego Movie“ versuchen nun die beiden Regisseure Phil Lord und Christopher Miller diesem Kreislauf zu entkommen, denn wenn man das bekannte LEGO Spielzeug nicht nur bei den Kleinen findet, sondern gleichwohl auch bei ihren Vätern, muss es doch möglich sein daraus einen spannenden Film zu konzipieren, oder nicht?

The Lego MovieIm LEGO-Universum hat eine jede Figur ihren festen Platz in der Gesellschaft und so geht auch Bauarbeiter Emmet (Chris Pratt) jeden Tag zur selben Zeit zur Arbeit, um dort entweder alte und nicht mehr für würdig befundene Gebäude abzureißen oder eben ganz neue zu erschaffen. Eines Tages wird Emmet jedoch von der recht ungewöhnlichen Dame namens Wyldstyle (Elizabeth Banks) mitten am Tage entführt, denn diese glaubt in Emmet den einen auserwählten Baumeister gefunden zu haben, der die Rebellen gegen den wahnwitzigen und völlig unzurechnungsfähigen Bösewicht Lord Business (Will Ferrell) anführen kann. Zusammen mit dem Mystiker Vitruvius (Morgan Freeman), Superheld Batman (Will Arnett), Pirat Eisenbart (Nick Offerman) und dem Einhorn Kitty (Alison Brie) beginnt nun eines der ungewöhnlichstes Abenteuer, welches die gesamte LEGO-Welt nachhaltig verändern soll.

Der Weg von einer Spielzeugmarke bis hin zu einem komplett anderen Produkt ist alles andere als einfach, denn blickt man einmal auf misslungene Adaptionen wie „Battleship“ zurück, kann man doch sehr schnell sehr viel Geld für immer im Meer versenken. Im Falle der dänischen Marke LEGO war dies zum Glück nicht mit ganz so viel Risiko behaftet, denn neben zahlreichen Themenparks haben sich in den letzten Jahren gleich mehrere LEGO Computerspiele etabliert, die zeitgleich Jung und Alt ansprechen. Um nun jedoch von ein paar LEGO-Steinen zu einem fertigen Film zu kommen, vergingen nahezu drei Jahre, in denen die beiden Regisseure Phil Lord (21 Jump Street) und Christopher Miller (Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen) genug Zeit hatten, den bekannten Figuren Leben einzuhauchen.

The Lego MovieUm nun jedoch eine spannende Geschichte zu konzipieren, musste erst einmal ein Autorenteam her, das schließlich aus Dan Hageman (Ninjago: Masters of Spinjitzu), Kevin Hageman (Hotel Transsilvanien), Phil Lord und Christopher Miller bestand, die aus recht wenig im Grunde eine ganze Menge gemacht haben. „The Lego Movie“ holt seine Ideen ganz ohne Frage aus dem Matrix-Universum, was weniger verheimlicht, als vielmehr ganz offen angesprochen wird. Man ist auf der Suche nach dem einen Auserwählten, dem einen der die Welt retten kann, der die LEGO-Menschheit vor einem üblen Tyrannen befreit und zeitgleich bestehende Grenzen nieder reißt, wurden doch alle LEGO-Welten mit riesigen Mauern von einander getrennt.

Was nun folgt ist eine wahnwitzige Achterbahnfahrt durch die verschiedensten LEGO-Welten, in denen sich unser Held den verschiedensten Gefahren aussetzen und diese wiederrum bewältigen muss. Aus mehr als 15 Mio. LEGO-Steinen wurde wirklich gigantisches konzipiert, denn egal ob man im Wilden Westen ist, auf dem Meer mit Piraten oder gar im Hello Kitty Land, man fühlt sich selbst als Erwachsener sofort in die Kindheit zurück versetzt und kann mit einem Großteil sogar etwas anfangen. Egal ob es Ritter sind, Batman mit seinem fliegenden Schiff, Pirat Eisenbart mit seinen Haien an den Armen oder gar das NBA All-Star Team aus dem Jahre 2002, im Grunde sind von hunderten LEGO-Figuren beinahe alle vertreten.

The Lego MovieUmgesetzt als Animationsfilm mag man dem auf den ersten Blick kritisch gegenüberstehen, doch wenn man beginnt die 15 Mio. LEGO-Steine zu bestaunen, die Gebäude zu betrachten und im Detail zu analysieren, sieht man welch unglaubliche Arbeit dort drin gesteckt haben muss. Bei einem jeden Objekt sieht man die einzelnen Steine aus denen dies hergestellt wurde, der Himmel ist aus LEGO-Steinen, genauso wie das tiefblaue Meer, es ist einfach phantastisch. Von der Geschichte her ist es natürlich recht vorhersehbar, für die kleineren Zuschauer mag „The Lego Movie“ mit seinen rund 100 Minuten womöglich sogar etwas zu lang geraten sein, doch der eigentliche Witz wird von den unterschiedlichsten Figuren wirklich vortrefflich transportiert.

Ein wirklich gelungener Schachzug ist den Verantwortlichen auch noch gegen Ende hin gelungen, wenn plötzlich damit begonnen wird die LEGO-Welt mit der echten zu verbinden. Hier sieht man plötzlich mit Will Ferrell (Anchorman – Die Legende von Ron Burgundy) jenen Mann der für uns alle stehen könnte, denn seien wir mal ehrlich, wer von uns Erwachsenen hat nicht irgendwo noch LEGO aus seiner Kindheit rum stehen, und wenn es nur im Keller ist?

„The Lego Movie“ ist ein kunterbunter Spaß für die ganze Familie, bei dem man sich als Erwachsener nicht nur selbst ein wenig wiederentdeckt, sondern gleichwohl zusammen mit den kleinen Zuschauern auch jede Menge zum Lachen hat. Liebevoll animiert und unglaublich witzig, einer der besten Animationsfilme seit langem.

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Wir vergeben daher 7,5 von 10 Filmpunkten.

Copyright: Warner Bros.

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The Lego Movie

Länge: 100 min

Kategorie: Animation, Adventure, Comedy

Start: 21.08.2014

cinetastic.de Filmwertung: (7,5/10)

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The Lego Movie

Geschrieben von Ronny Dombrowski

Länge: 100 min
Kategorie: Animation, Adventure, Comedy
Start: 21.08.2014

Bewertung Film: (7,5/10)

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