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The Last Days on Mars

Geschrieben von Ronny Dombrowski am 31. Juli 2014

The Last Days on Mars

Der Frage ob irgendwo dort draußen im Universum noch Leben existieren kann, gehen bereits seit Jahrzehnten die unterschiedlichsten Wissenschaftler nach. Es wurde Mondgestein untersucht, auf dem Mars analysiert ein Roboter Gesteinsproben und selbst ein Flug zum Mars wird bereits geplant, um dort durch den Menschen detaillierte Untersuchungen vornehmen zu können. Im neusten Film von Ruairi Robinson wird genau dieses Thema aufgegriffen, denn was passiert wenn man auf dem Mars auf einmal Leben entdeckt, dieses sich jedoch alles andere als friedlich herausstellt?

The Last Days on MarsÜber sechs Monate hinweg hat ein achtköpfiges Team auf dem Mars versucht Anzeichen für außerirdisches Leben zu entdecken. Es wurde eine Unmenge an Gesteinsproben analysiert, man errichtete eine feste Basis und dennoch soll der Erfolg ausbleiben. Die kommenden 19 Stunden werden nun die letzten für das besagte Team an Forschern sein, denn eine zweite Mannschaft ist bereits unterwegs um sie endlich abzulösen. Die Stimmung im Team ist gedrückt, Erfolge kann man nicht vorweisen, bis auf einmal Forscher Petrovich (Goran Kostic) eine erstaunliche Entdeckung macht. Abseits des Geschehens findet dieser in Gesteinsproben seltsame Bakterien, der Beweis für Leben ist erbracht, doch um dies noch einmal gegen zu prüfen, begibt er sich erneut an den Ort des Geschehens. Was ihn dort jedoch erwartet vermag nicht einmal Missionsleiter Brunel (Elias Koteas) in Worte zu fassen…

Manchmal muss man sich schon verwundert die Augen reiben, denn wenn man auf dem renommierten Filmfestival in Cannes plötzlich mit einem Horrorfilm konfrontiert wird, ist das schon so etwas wie eine kleine Sensation. Besagter Horrorfilm entstand unter der Regie des Iren Ruairi Robinson (The Silent City), welcher sich jenem Drehbuch von Clive Dawson (The Bunker – Der Feind ist nicht dort draussen) angenommen hat, dessen Werk wiederrum auf der Kurzgeschichte von Autor Sydney J. Bounds (Geschichten aus der Schattenwelt) basiert.

The Last Days on MarsFilme über den Mars gab es bereits eine ganze Menge, doch wenn man Werke wie „Red Planet“ oder „Ghosts of Mars“ erwähnt, werden Kenner dieser beiden Filme wohl am ehesten enttäuscht mit den Augen Rollen. Im Falle von Ruairi Robinsons „The Last Days on Mars“ verhält es sich leider nicht unbedingt sehr viel besser, denn obwohl der Film mit seiner Erkundungstour und dem mysteriösen Etwas irgendwo dort draußen durchaus Potential für einen ordentlichen Thriller gehabt hätte, wurde von den Verantwortlichen nach etwa einem Drittel augenscheinlich beschlossen, komplett das Genre zu wechseln. Plötzlich werden bei Kontakt mit diesen seltsamen Bakterien aus Menschen mehr oder minder Untote Zombies, die natürlich nichts anderes zu tun haben, als auch den Rest zu infizieren.

Was nun folgt ist die bereits bekannte Dramaturgie von einem Großteil aller Zombiefilme, denn nun geht es nicht nur um das nackte Überleben, sondern auch darum sich möglichst dumm dabei anzustellen, eben diesen Zombies zu entkommen. Es wird wild um sich geschrien, es wird unlogisch agiert und im Grunde von einem Teil der Station in einen anderen gerannt, um der blutrünstigen Meute zu entkommen. Letzteres muss bei dieser sieben Millionen Dollar teuren Produktion jedoch keinesfalls wortwörtlich genommen werden, denn wenn „The Last Days on Mars“ eines nicht ist, dann brutal. Wir sehen maximal in einem schnellen Kameraschwenk eine Berührung, zuweilen eine gebrochene Nase, zu keiner Zeit jedoch eine größere Menge Blut oder die typischen Beißattacken, die man eigentlich gewohnt wäre.

The Last Days on MarsDaraus ergibt sich das die rund anderthalb Stunden recht zäh vonstattengehen, was nicht nur an dem halbgaren und enttäuschenden Drehbuch begründet liegt, sondern ebenso an dem verschenkten Potential der Darsteller. Regisseur Ruairi Robinsons hat mit Darsteller wie beispielsweise Liev Schreiber (X-Men Origins: Wolverine), Elias Koteas (Shutter Island (2010)) und Olivia Williams (Sixth Sense) einen wirklich hochkarätigen Cast zusammentragen können, etwas daraus gemacht hat er jedoch leider nicht. Der einzige Punkt an dem „The Last Days on Mars“ wirklich über sich hinauswächst ist die visuelle Umsetzung, denn was uns hier an Optik geboten wird, kann sich wirklich sehen lassen. Eine unwirkliche farbenprächtige Wüste auf dem Mars, Sandstürme mit denen unsere Protagonisten konfrontiert werden und natürlich gut ausgeleuchtete Innenräume, in denen die eigentliche Zombiejagd gegen Ende stattfinden wird.

„The Last Days on Mars“ reiht sich leider bei der Vielzahl an enttäuschenden Filmen über den roten Planeten nahtlos mit ein, was insbesondere bei der doch recht sehenswerten Viertelstunde am Anfang enttäuschend ist. Den Autoren wäre hier womöglich besser daran gelegen gewesen den Mystery-Thriller in dieser Form weiter fortzuführen, anstatt plötzlich ins Zombie-Genre über zu wechseln.

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Wir vergeben daher 5 von 10 Filmpunkten.

Copyright: Universum Film

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The Last Days on Mars

Länge: 98 min

Kategorie: Horror, Sci-Fi, Thriller

Start: 15.08.2014

cinetastic.de Filmwertung: (5/10)

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The Last Days on Mars

The Last Days on Mars

Geschrieben von Ronny Dombrowski

Länge: 98 min
Kategorie: Horror, Sci-Fi, Thriller
Start: 15.08.2014

Bewertung Film: (5/10)

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