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Jack Ryan: Shadow Recruit

Geschrieben von Ronny Dombrowski am 6. Juli 2014

JACK RYAN: SHADOW RECRUIT

Die Figur des Jack Ryan hat sich bereits vor rund drei Jahrzehnten in der Literatur etabliert, als es den Analysten in Diensten der CIA zum ersten Mal in den Außendienst verschlug. Sein letztes Leinwandabendteuer erlebte Jack Ryan vor nunmehr zwölf Jahren in Phil Alden Robinsons „Der Anschlag“, doch anstatt dort anzuknüpfen, kommt Ryan nun sogar verjüngt daher, um ein komplett neues Publikum anzusprechen.

JACK RYANNach den Anschlägen vom 11. September 2001 entscheidet sich der in Großbritannien studierende Jack Ryan (Chris Pine) das Studium aufzugeben und stattdessen in den Dienst der US Army einzutreten. Bei einem Hubschrauberabsturz wird Jack im Jahre 2003 schwer verletzt, woraufhin er bei der Reha die sympathische Ärztin Cathy Muller (Keira Knightley) kennenlernt und sich in diese auch sofort verliebt. Bei besagter Reha lernt Jack aber auch den CIA-Agenten Thomas Harper (Kevin Costner) kennen, der ihn als Analysten für die CIA anwirbt, woraufhin Jack sein damals aufgegebenes Studium beenden soll. Zehn Jahre später arbeitet dieser als Undercover-Agent bei einer der größten Banken an der Wall Street, woraufhin er auch schon wenig später seltsame Geldströme entdeckt, die von russischen Konten ausgehen. Um diesen genauer auf den Grund zu gehen fliegt Jack nach Moskau, wo er den gnadenlosen russischen Oligarchen Viktor Cherevin (Kenneth Branagh) kennenlernt, der einiges zu verbergen hat…

Mit „Jagd auf Roter Oktober“, „Die Stunde der Patrioten“, „Das Kartell“ und „Der Anschlag“ wurden bisher ganze vier Romane des verstorbenen Autors Tom Clancy für die große Leinwand aufbereitet, mit „Jack Ryan: Shadow Recruit“ folgt nun erstmalig ein Film der die Figur nutzt, selbst jedoch keine literarische Vorlage besitzt. Vielmehr wird sich das Franchise zu nutze gemacht, die Verantwortlichen versuchen eine Art Prequel zu erzählen, welches mit den Anschlägen des 11. September 2001 gleichzeitig aber auch einen realen und recht aktuellen Hintergrund erhält.

JACK RYAN: SHADOW RECRUITVerantwortlich für dieses Drehbuch sind die Autoren Adam Cozad (Tarzan) und David Koepp (Krieg der Welten), die zusammen mit Regisseur und Darsteller Kenneth Branagh (Operation Walküre – Das Stauffenberg-Attentat) einen Thriller stricken, der auf bekannte Elemente eines Thrillers setzt und gleichzeitig versucht in einem modernen Gewand daher zu kommen. Das Ergebnis dieses Vorhabens muss man zweifelsohne recht zwiespältig betrachten, denn während man auf der einen Seite einen recht menschlichen Helden erhält, vermisst man auf der anderen einen Spezialagenten der auch einmal ordentlich durchgreifen kann.

Die Figur des Jack Ryan ist meilenweit von einem James Bond entfernt, die Qualitäten eines Jason Bourne hat dieser nicht einmal im Ansatz, weshalb „Jack Ryan: Shadow Recruit“ insgesamt auch wesentlich ruhiger für den Zuschauer aufbereitet wurde. Wir bekommen eine recht gemächliche Einleitung geboten in der die Figuren im groben vorgestellt werden, es gibt später eine kleine und recht unbeholfene Auseinandersetzung im Hotelzimmer, während im späteren Verlauf der Einbruch in ein Firmengebäude beinahe wie im Film „Mission Impossible“ verläuft, sieht man von dem einen oder anderen Logikloch einmal ab. Was bei alledem bleibt ist der bereits erwähnte recht menschliche Held im Mittelpunkt der Geschichte, jedoch auch ein Plot dem zuweilen etwas ganz bestimmtes fehlt, bei dem der Zuschauer hätte mitfiebern können.

Jack-Rayan-Shadow-Recruit-4Im Grunde hat man alles aus „Jack Ryan: Shadow Recruit“ bereits gesehen, die typischen Thriller-Elemente werden der Reihe nach abgearbeitet, während der eigentliche Story-Verlauf natürlich bereits lange Zeit im voraus zu erahnen ist. Natürlich muss sich ein durchaus sympathischer Chris Pine (Star Trek) aber auch dem Vergleich mit seinen Vorgängern stellen, haben doch Darsteller wie Alec Baldwin, Ben Affleck und Harrison Ford bereits diese Figur verkörpern dürfen. An Baldwin und Affleck kann Pine ganz ohne Frage anknüpfen, vom Spiel eines Harrison Ford ist dieser jedoch noch immer meilenweit entfernt, obwohl er in seinen recht jungen Jahren bereits einige lukrative Rollenangebote hat annehmen dürfen. Mit Keira Knightley (Stolz und Vorurteil) bekommt der Zuschauer eine Portion Eye-Candy das jedoch kaum in Erscheinung tritt und auch keine sonderlich fordernden Szenen an die Hand bekommt, während die Verantwortlichen mit Kenneth Branagh (Mary Shelleys Frankenstein) einen durchaus soliden Bösewicht integrierten, der die meiste Zeit in seiner Rolle auch durchaus zu überzeugen versteht.

„Jack Ryan: Shadow Recruit“ ist in erster Linie ein handzahmer Thriller mit einem durchaus soliden Hauptdarsteller sowie einer recht schwachen Geschichte. Fans der Figur und der Bücher sollten nicht zu viel erwarten, alle anderen bekommen einen soliden, wenn auch nicht überwältigenden Actionthriller geboten.

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Wir vergeben daher 6 von 10 Filmpunkten.

Copyright: Paramount Home Entertainment

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Jack Ryan: Shadow Recruit

Länge: 105 min

Kategorie: Drama, Thriller

Start: 17.07.2014

cinetastic.de Filmwertung: (6/10)

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Jack Ryan: Shadow Recruit

Jack Ryan: Shadow Recruit

Geschrieben von Ronny Dombrowski

Länge: 105 min
Kategorie: Drama, Thriller
Start: 17.07.2014

Bewertung Film: (6/10)

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