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Dinosaurier 3D – Im Reich der Giganten

Geschrieben von Ronny Dombrowski am 20. Juli 2014

Dinosaurier 3D - Im Reich der Giganten

Die Giganten der Urzeit sind ein stets wiederkehrendes Thema das nicht nur das ältere, sondern gleichwohl auch das jüngere Publikum zu unterhalten vermag. Mit der kindgerecht aufbereiteten Animationsdokumentation „Dinosaurier 3D – Im Reich der Giganten“ versucht man nun eine ältere Fernsehserie der BBC wieder aufzugreifen, wenn man wissenschaftliche Fakten mit einer recht seltsamen Rahmenhandlung verbindet, um in erster Linie die ganz kleinen Zuschauer anzusprechen.

Irgendwo auf der Erde vor 70 Mio. Jahren: Der kleine Patchi ist ein Pachyrhinosaurus der sich nur schwer gegen seine Geschwister durchsetzen kann, allen voran gegen seinen älteren Bruder Bruto, der ihn in jedweder Situation zu ärgern versucht. Als beide eines Tages ihre Eltern verlieren, müssen sie sich einer gigantischen Herde anschließen und unterordnen um zu überleben, doch zum Glück hat Patchi nicht nur den sprechenden Vogel Alex (Stimme: Otto Waalkes) an seiner Seite, sondern ebenso seine Freundin Juniper, die er an einem Wasserfall hat kennenlernen dürfen. Die Jahre ziehen ins Land, die Dinosaurier werden älter und so übernimmt Bruto nicht nur die Führung der Herde, sondern gleichwohl auch Patchis Freundin, was dieser sich auf keinen Fall bieten lassen kann…

Dinosaurier 3D - Im Reich der GigantenAls die BBC im Jahre 1999 die sechsteilige Dokumentation „Dinosaurier – Im Reich der Giganten“ im Fernsehen zeigte waren sich wohl nur die wenigsten darüber im Klaren, dass schon bald 700 Mio. Menschen diese sehen würden. Das ein solcher Erfolg durchaus das Potential für eine Fortsetzung besitzt wurde uns in zahlreichen Beispielen dargelegt, woraufhin Naturfilmer Neil Nightingale (Enchanted Kingdom) und Animations-Regisseur Barry Cook (Mulan) dazu auserwählt wurden mit einem 80 Mio. Euro Budget eine Version für die große Leinwand zu kreieren, die in erster Linie auf Kinder und deren Eltern abzielen sollte.

Um dies zu realisieren vertraute man gänzlich auf wunderbar animierte Dinosaurier, welche sich in einem durchaus sehenswerten 3D vor der Kulisse Alaskas und Islands bewegen. So beeindruckend „Dinosaurier 3D – Im Reich der Giganten“ jedoch von seiner visuellen Seite ist, so enttäuschend verläuft leider der Rest. In der Rahmenhandlung rund um den kleinen Patchi werden nacheinander die verschiedensten Saurierarten der Reihe nach mit Namen und in Großaufnahme vorgestellt, eine Kinderstimme aus dem Off übersetzt den Namen in die eigentliche Bedeutung und berichtet noch kurz, ob das jeweilige Exemplar ein Fleisch- bzw. Pflanzenfresser ist, bevor es auch schon weiter geht. Im Grunde könnte man es im weitesten Sinne als Coming-of-Age Film beschreiben, denn wir wohnen den unterschiedlichsten Phasen im Leben des Pachyrhinosaurus bei, in denen er sich den unterschiedlichsten Problemen und Gefahren stellen muss.

Dinosaurier 3D - Im Reich der GigantenFür die älteren Zuschauer ist genau diese Rahmenhandlung absolut langweilig und zuweilen gar nicht vorhanden, für die jüngeren ist diese trotz des Verzichtes auf jedwede Gewalt zuweilen einfach zu viel. So sehen wir eine Szene in der ein riesiger Feuersturm die Tiere bedroht, in der Patchi seine Eltern verliert, nur um sich wenig später nahezu allein einer völlig fremden Herde anschließen zu müssen. Auf eine Reflektion wird an dieser Stelle vollständig verzichtet, eine Reaktion Seitens Patchi erfolgt auf den Verlust der Eltern nicht, woraufhin man diesen Film zumindest für Kinder im Vorschulalter aufgrund der Brutalität als ungeeignet ansehen darf. Obwohl genau dies durch den Vogel Alex und durch die Stimme von Otto Waalkes versucht wird abzumindern, dürfte bei zu kleinen Zuschauern auf jeden Fall eine Erklärung der Eltern von Nöten sein, damit die Kinder wirklich realisieren, was sie soeben gesehen haben.

Damit einher geht auch jener Fakt das im Gegensatz zur Fernsehserie der BBC diesmal auf einen Erzähler vollkommen verzichtet wird, stattdessen versucht Otto Waalkes als Vogel Alex die Geschichte nach vorn zu treiben, am Rande sprechen zuweilen selbst die Dinosaurier. Das letztere dabei nicht einmal den Mund bewegen, ist manchmal beinahe witzig anzusehen, doch sollte ein solcher Fehler bei einem 80 Mio. Budget absolut nicht passieren. Ein weiterer Passus des in sich nur wenig stimmigen Films ist leider die Einleitung und auch der Abspann, in welchem wir den Paläontologe Zack mit seinen beiden Neffen Ricky und Jade sehen, wie diese in der Wildnis nach einem Dinosaurier suchen. Warum ausgerechnet Teenager Ricky darauf keine Lust hat wird zu keiner Zeit begründet, dient er hier doch lediglich aus Ausgangsbasis dafür, dass ein vorbeifliegender Vogel die eigentliche Dinosauriergeschichte einleitet.

Die Animationsdokumentation „Dinosaurier 3D – Im Reich der Giganten“ bietet in erster Linie auf rein visueller Ebene wunderschön animierte Dinosaurier in einem wirklich sehenswerten 3D, doch vermag die komplette Rahmenhandlung leider nur sehr wenig zu überzeugen.

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Wir vergeben daher 5,5 von 10 Filmpunkten.

Copyright: Constantin Film

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Dinosaurier 3D - Im Reich der Giganten

Länge: 87 min

Kategorie: Family

Start: 17.07.2014

cinetastic.de Filmwertung: (5,5/10)

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Dinosaurier 3D - Im Reich der Giganten

Dinosaurier 3D – Im Reich der Giganten

Geschrieben von Ronny Dombrowski

Länge: 87 min
Kategorie: Family
Start: 17.07.2014

Bewertung Film: (5,5/10)

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