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Cabin Fever 3: Patient Zero

Geschrieben von Ronny Dombrowski am 27. Januar 2014

Cabin Fever 3: Patient Zero

Vor rund zwölf Jahren sorgte der bis dato recht unbekannte Regisseur Eli Roth für ein leises Aufhorchen unter den Horror Fans, als er mit „Cabin Fever“ ein kleines aber feines Meisterwerk in die Kinos brachte, dass sprichwörtlich die Skala des Ekelalarms nahezu durchbrach. Besagter Film war mit rund 1,5 Mio. Dollar überaus preiswert produziert, sodass eine entsprechende Fortsetzung schon bald beschlossene Sache sein würde. Besagte Fortsetzung wurde unter der Regie von Ti West ein Flopp auf ganzer Linie, was zum einen an der finalen Schnittfassung lag von der er sich öffentlich distanzierte, zum anderen aber auch an der pubertären Geschichte, die von Kritikern und Fans gnadenlos zerrrissen wurde. Nun kommt unter der Regie von Kaare Andrews endlich der dritte Teil zu uns ins Heimkino, welcher aus den Fehlern seines Vorgängers lernte.

Im Grunde sollte es für Marcus (Mitch Ryan) und seine drei Freunde ein ganz gemütlicher Ausflug auf einer Jacht werden, denn nachdem dieser bereits keinen ordentlichen Junggesellenabschied zugestanden bekam, ist dies die letzte Möglichkeit noch einmal ordentlich die Sau heraus zu lassen. Als die vier schließlich an einer einsamen Insel ankommen die auf keiner Karte verzeichnet ist, ist der Plan schnell gemacht. Ein netter Strand, jede Menge Bier und was zum Rauchen hat man auch dabei, was benötigt man mehr? Die vier gehen gemütlich schwimmen, rauchen die eine oder andere Tüte, bis sich plötzlich seltsame Flecken auf der Haut zu bilden beginnen. Auf der Suche nach Hilfe stoßen sie schließlich auf eine geheime Forschungsstation, wo nicht nur mit Viren experimentiert wird, sondern wo ein fleischfressender Virus sogar den Großteil des Personals bereits getötet hat…

Cabin Fever 3: Patient ZeroAls im Jahre 2002 der Horrorfilm in einer kleinen Krise angelangt war, konnte Eli Roth mit seiner Idee eines fleischfressenden Virus zumindest im Ansatz für neuen Schwung sorgen. Die Fans dankten es ihm, „Cabin Fever“ reiste von einem Festival zum nächsten, bis schließlich die Produzenten die Gunst der Stunde erkannten und eine Fortsetzung drehen wollten. Besagte Fortsetzung wurde bekanntlich ein Flopp von dem sich Regisseur Ti West öffentlich distanzierte, umso erstaunlicher ist es, dass man dem Franchise mit „Cabin Fever 3: Patient Zero“ nun doch noch eine Chance gibt, wenn auch nur im Heimkino. Für die neuste Arbeit zeichnet sich „The ABCs of Death“ Regisseur Kaare Andrews verantwortlich, der nicht nur aus den Fehlern seines Vorgängers lernt, sondern gleichwohl mit Jake Wade Wall (The Hitcher The Hitcher) einen fähigen Drehbuchautor an seine Seite gestellt bekam, der sich bereits mit zahlreichen Filmen auszeichnen durfte.

Vier Jugendliche von eventuell 20 Jahren, eine Jacht und jede Menge Alkohol und Drogen. Was hier schnell in einem Klischee hätte enden können, wurde von Jake Wade Wall gekonnt umfahren. Statt nun ausufernden Sex mit der mitgereisten vollbusigen schwarzhaarigen zu zeigen, endet der erste Geschlechtsverkehr bereits in einer recht ekligen Angelegenheit, die zum Ausgang dafür genommen wird, die Insel auf eigene Faust zu erkunden. Was nun folgt ist eine parallel erzählte Geschichte in einem unbekannten Forschungslabor das mit Viren experimentiert, einem leicht verrückten Wissenschaftler sowie Patient Null, der dagegen immun sein könnte.

Cabin Fever 3: Patient ZeroDie meisten werden nun bereits erkannt haben das „Cabin Fever 3: Patient Zero“ das Prequel des erfolgreichen Franchise darstellen soll, wodurch der Zuschauer nicht nur Einblicke in die Entstehung des Virus bekommt, sondern sich gleichwohl der Kreis langsam zu schließen beginnt, wenn Andeutungen aus dem ersten Film plötzlich Sinn ergeben. Natürlich ist die entsprechende Geschichte zuweilen sehr flach gehalten, dient bestenfalls als Rahmenhandlung für das sich anbahnende Schlachtfest, das qualitativ die Messlatte vor allem im Bereich des Ekels ordentlich nach oben setzt. Wenn Oralverkehr mit einem blutdurchtränkten Gesicht endet, wenn Körperteile eher beiläufig abgerissen werden und sich Haut wie Butter vom Körper löst, benötigt man zuweilen schon einen recht stabilen Magen, um all dies nicht nur zu ertragen, sondern gleichwohl genießen zu können.

Während es die Verantwortlichen vor allem in diesem Bereich zusammen mit den Maskenbildnern ordentlich haben krachen lassen, muss man die Leistung der Darsteller recht zwiespältig betrachten. Zum einen dienen diese bestenfalls als Schlachtvieh für eine überzeichnete Gewaltdarstellung, zum anderen glänzte niemand mit außergewöhnlichen Leistungen, womit er sich von der breiten Masse hätte abheben können. Vielmehr als so manch unlogischer Handlungsablauf seitens der Darsteller störte dann aber das zuweilen recht unlogische Drehbuch, bei dem man mehr als nur einmal die Kompetenz von Drehbuchautor Jake Wade Wall infrage stellen musste. Egal ob dies Forschungsassistenten in High Heels sind, Forscher die ohne Schutz mit einem hochansteckenden Virus experimentieren oder gar die stümperhafte Absicherung eines solchen Komplexes, bei dem mal eben eine Gruppe Teenager eindringen können.

Cabin Fever 3: Patient ZeroWie auch immer man zu dieser inhaltlichen Kritik steht, „Cabin Fever 3: Patient Zero“ lernt aus vielen Fehlern seines Vorgängers und erstaunt mit einer ansehnlichen Umsetzung eines fleischfressenden Virus. All jene die sich dies genauer ansehen möchten, die bekommen ab dem 6. Februar 2014 die Gelegenheit, denn Sunfilm Entertainment bringt den dritten Teil des Franchise direkt auf Blu-ray und DVD in euer Wohnzimmer. Das Bild der Blu-ray ist mit 1080/24p gewohnt scharf und zuweilen recht dunkel gehalten, während der Ton in DTS-HD 7.1 in Deutscher wie auch Englischer Sprache gut auf die Boxen abgestimmt ist. Wie immer waren wir insbesondere am zusätzlichen Material des Mediums interessiert, um mehr über die Produktion und die Entstehung des Films zu erfahren. Leider ist genau dieses Material diesmal recht übersichtlich gehalten, denn mit Ausnahme von ein paar zusätzlichen Filmtrailern liegt der Blu-ray rein gar nichts bei, was doch recht enttäuschend ist.

Mit dem dritten Teil des bekannten Franchise macht Kaare Andrews vieles richtig, wenn er aus den Fehlern seines Vorgängers lernt. Die Geschichte ist nicht unbedingt neu, doch können vor allem die SFX-Verantwortlichen überzeugen, wenn es darum geht den fleischfressenden Virus und seine Auswirkungen glaubhaft abzubilden. Horrorfans sollten dem Film durchaus eine Chance geben!

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Wir vergeben daher 6 von 10 Filmpunkten.

Copyright: Sunfilm

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Cabin Fever 3: Patient Zero

Länge: 91 min

Kategorie: Horror

Start: 06.02.2014

cinetastic.de Filmwertung: (6/10)

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Info

Cabin Fever 3: Patient Zero

Cabin Fever 3: Patient Zero

Geschrieben von Ronny Dombrowski

Länge: 91 min
Kategorie: Horror
Start: 06.02.2014

Bewertung Film: (6/10)

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