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Lone Ranger

Geschrieben von Frank Schmidke am 13. Dezember 2013

LONE RANGERIm Sommer sorgte Superstar Johnny Depp noch in den Kinos für überbordende und fantastische Westernunterhaltung. Als Indianer Tonto, der mit dem Lone Ranger auf die Jagd nach Bösewichten im Wilden Westen geht, stahl er dem Titelhelden die Show. Nun ist das Spektakel, auch für‘s Home Entertainment erschienen.

LONE RANGERJohn Reed (Arnie Hammer) ist frisch gebackener Staatsanwalt und kehrt gerade in seine provinzielle Heimat zurück, als der Gauner Butch Cavendish (William Fichner) aus dem Zug befreit wird. Reed bleibt mit einem wirren, angeketteten Indianer zurück, der es auch auf Cavendish abgesehen hatte. Reeds großer Bruder, seines Zeichens US Ranger, ist da aus ganz anderem Holz geschnitzt und ein kerniger Haudegen und ein richtiger Held. Doch auf der Jagd nach dem Ausbrecher wird er getötet und John ebenfalls schwer verletzt.  Nun treffen John und der Indianer Tonto (Johnny Depp) erneut aufeinander, denn das weiße Pferd, ein höchst lebendiger Indianermythos, hat ausgerechnet John Reed als Kämpfer gegen das Böse auserkoren und Tonto zu dessen Begleiter bestimmt. Die Hatz auf Cavendish, dem man nachsagt, er esse die Herzen seiner Feinde, geht erst richtig los.

LONE RANGERAngefeuert durch den Erfolg der Piraten–Saga „Fluch der Karibik“ hat sich das Blockbuster-Dreamteam aus Produzent Jerry Bruckheimer, Regisseur Gore Verbinski und Superstar Johnny Depp erneut zusammengefunden und dieses Mal ein Western-Spektakel entfacht. Die Trademarks sind ähnlich wie bei den Piraten: Es gibt auch in „Lone Ranger“ übernatürliche Phänomene wie die Zombiekaninchen, spektakuläre Stunts und Actionszenen und vor allem einen höchst kauzigen Johnny Depp, der als eigentliche Hauptfigur dem strahlenden Helden John Reed alias „Lone Ranger“ einen eigenwilligen Mitstreiter beschert, wie weiland dem Schmiedesohn Will Turner. Doch das Konzept geht auf und ist weit mehr als ein Aufguss derselben Idee in einem andern Genre.

LONE RANGER„Lone Ranger“ basiert auf den beliebten Western-Charakter, der seit seinem ersten auftreten in einer Radioshow der 1930er Jahre zur amerikanischen Ikone geworden ist. Es folgten eine TV-Serie und mehrere Kinofilme in den 1950er Jahren und Adaptionen als Romane und Comics. Die Rollenverteilung ist dabei immer ziemlich eindeutig auf den strahlenden, aus heutiger Sicht gelegentlich moralinsauren Helden mit der Maske ausgelegt. Der Indianer Tonto dient da nur als unterstützender Side-Kick. Das hat sich in der modernen Kinoversion (glücklicher Weise) komplett gewandelt: Einerseits, weil es so deutlich unterhaltsamer ist, andererseits, weil solch integre Helden heute nicht mehr in den Zeitgeist passen. Stattdessen macht Johnny Depp der vermeintlich spanischen Herkunft des Namens seiner Figur alle Ehre, tonto bedeutet Verrückter.

Die Dynamik zwischen den beiden Protagonisten stimmt, auch wenn es Depp gelegentlich etwas übertreibt. Sein amerikanischer Ureinwohner mit der toten Krähe auf dem Kopf erinnert zwar von Typus her an Jack Sparrow, unterscheidet sich aber von dem Piratenkapitän. Auch sollte man es mit dem Genre Western nicht allzu genau nehmen. Wie bei vielen modernen Blockbustern werden unterschiedliche Genreelemente zu einem großen Spektakel vermengt. Da wechseln sich auch schon mal Szenerien ab, die man als Zuschauer nur schwerlich als benachbarte Regionen erkennen kann. Die Landschaft sorgt allerdings auch für eine spektakuläre Kulisse.

LONE RANGEREs ist vor allem die Rahmengeschichte, die diese Neuverfilmung der klassischen Westernserie aus den 1950er Jahren filmisch bestehen lässt. Der Bau der Eisenbahn ist für die Erschließung Amerikas eine einschlägige Periode und eine Zeitenwende hin zur Moderne. Das wissen die Filmmacher um Gore Verbinski zu nutzen und in stimmige Handlung umzusetzten, die dann als Basis für hochkarätige Action dient. Bei allen spektakulären Szenen bleibt „Lone Ranger“ doch immer familientauglich.

Eigens für die Action auf den Zügen würden eigene Bahnstrecken gebaut und die Schauspieler mussten teilweise bei echter Geschwindigkeit drehen. Das sieht man den Sequenzen positiv an. Überhaupt ist die Produktion aufwändig gewesen und die umfangreichen Extras der Blu-ray zeigen das eindrucksvoll und informativ. Es gibt Featurettes zu der Historie im Film, den Dreharbeiten, ein Special zu der Bahn, Einblicke in ein Cowboy-Bootcamp, dass alle Darsteller durchlaufen mussten, und einen Roadtrip mit Hauptdarsteller Arnie Hammer. Für Filmfans ist das mehr als interessant.

Auch auf dem heimischen Bildschirm weiß das actionreiche Westernabenteuer „Lone Ranger“ gut zu unterhalten. Das liegt vor allem an Johnny Depp, der das tut, was er am besten kann und für viel kauzigen Humor sorgt. Außerdem ist den Machern einfach ein beeindruckend bildgewaltiges Stück Popcornkino gelungen.

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Wir vergeben daher 7 von 10 Filmpunkten.

Copyright: Disney

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Länge: 149 Minuten

Kategorie: Action, Adventure, Western

Start: 05.12.2013

cinetastic.de Filmwertung: (7/10)

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Info

Lone Ranger

Geschrieben von Frank Schmidke

Länge: 149 Minuten
Kategorie: Action, Adventure, Western
Start: 05.12.2013

Bewertung Film: (7/10)

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