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Wo Männer noch Männer sind

Geschrieben von Ronny Dombrowski am 5. Oktober 2013

Dean Martin, der als Dino Paul Crocetti geborene italienische Einwanderer, war einer der Gewinner der goldenen 50er Jahre, als er nicht nur als Sänger und Entertainer die Herzen der Damen eroberte, sondern insbesondere zusammen mit Komiker Jerry Lewis im Film, waren diese doch in einigen sehenswerten Werken zu betrachten. Paramount Home Media Distribution bringt fünf ihrer Filme nun noch einmal auf DVD heraus, um mit besagten Klassikern den Charme der 50er Jahre wieder neu aufleben zu lassen.

Nachdem ihre Väter hinterrücks erschossen wurden wachsen Slim Mosley (Dean Martin) und Wade Kingsley (Jerry Lewis) in unterschiedlichen Welten auf, doch ein Turnier soll Slim viele Jahre später nach Manhattan führen, wo er den Sohn des ehemals besten Freundes seines Vaters kennenlernt. Während Slim ein echter Cowboy ist wie er im Buche steht, ist der Millionenschwere Wade eher als tollpatschiger Großstädter zu beschreiben, doch beide freunden sich an und machen sich gemeinsam auf den Weg in den Westen. Dort wird Slim seine Ranch bereits von geldgierigen Großgrundbesitzern sehnlichst erwartet, doch als Wade plötzlich zum Sherriff gewählt wird, scheint sich das Blatt zu wenden. Nun müssen er und Slim nur noch eine Bande schießwütiger Banditen dingfest machen, die einst auch für den Tod ihrer Väter verantwortlich waren…

Nachdem Regisseur und Drehbuchautor Norman Taurog (Der Zauberer von Oz) bereits mit Dean Martin und Jerry Lewis in seinem Film „Man ist niemals zu jung“ zusammengearbeitet hatte, sind alle drei nun wieder gemeinsam in einem Projekt zu sehen, bei dem Taurog erneut auf Drehbuchautor Sidney Sheldon (Bezaubernde Jeannie) bauen konnte. Entgegen ihrer letzten gemeinsamen Arbeiten soll diesmal allerdings Taurogs eigener Film erneut adaptiert werden, denn „Wo Männer noch Männer sind“ basiert ursprünglich auf dem Western-Musical „Rhythm on the Range“, in welchem Bing Crosby und Frances Farmer seinerzeit einen fantastischen Auftritt haben hinlegen können.

Entgegen dem Original soll die Adaption mit Dean Martin und Jerry Lewis nun allerdings deutlich handzahmer werden, was weniger der leicht veränderten Geschichte zuzuschreiben ist, als vielmehr dem Duo Martin und Lewis, die scheinbar Schlaftabletten zu sich genommen haben müssen. Der komplette erste Teil des Filmes spielt in Manhattan bzw. gibt die gemeinsame Reise beider in den Wilden Westen wieder, was nicht nur alles andere als spannend ist, sondern auch nicht unbedingt witzig. Beide fahren mit der Bahn und versorgen ihre Kuh, bereiten des Abends ein Lagerfeuer zu, während Lewis den ungeschickten Großstädter heraus hängen lässt, dem absolut nichts gelingen soll.

Sobald beide nach etwa 40 Minuten im Wilden Westen angekommen sind und sich gegen eine Bande von Gaunern erwehren muss, die es auf Slim seine Farm abgesehen hat, nimmt „Wo Männer noch Männer sind“ so langsam Fahrt auf. Dies alles resultiert am ehesten daraus, dass wir nun das bekannt ungleiche Team bestehend aus einem waschechten Cowboy und jenem Mann haben, der sich dafür hält, der aber ein Tollpatsch erster Güte ist. Wenn Wade plötzlich zum Sherriff gemacht wird, Slim seine Arbeit in Form diverser Schusswechsel und Faustkämpfe absolviert und Wade das noch nicht einmal merkt, kann man kaum anders als sich köstlich zu amüsieren. Vieles davon ist natürlich berechenbar, die Figuren selber sind oftmals eine Karikatur ihrer selbst, während die Rolle der Frau wie in vielen Filmen aus den 50er Jahren doch sehr oberflächlich bleibt und nie auch nur im Ansatz eine gewisse Eigenständigkeit erfährt.

Was bleibt sind letzten Endes knapp 90 Minuten die man mit sehr geteilter Meinung Revue passieren lassen kann, denn während gerade die zweite Hälfte von „Wo Männer noch Männer sind“ zum Großteil überzeugen kann, ist doch die erste eher zum einschlafen. Wer sich dennoch auf dieses Wagnis einlassen möchte weil er Dean Martin (der hier wieder wunderbar singt) und Jerry Lewis zu schätzen weiß, für den dürfte die Neuauflage einiger ihrer Filme durchaus ein Blick wert sein, welche nun von Paramount Home Media Distribution noch einmal neu aufgelegt wurden. Das Bild der DVD ist für einen Film der 50er Jahre durchaus annehmbar, während der Ton in den Sprachen Deutsch und Englisch nach wie vor nur in Mono vorliegt, was gerade hinsichtlich entsprechender Surround Anlagen natürlich Schade ist, können diese doch getrost ausgeschaltet bleiben. Schlimmer als der dargelegte Ton sind allerdings die nicht vorhandenen Extras, bei denen man sich wie auch bei den letzten DVDs von Martin und Lewis einfach mehr versprochen hätte.

„Wo Männer noch Männer sind“ ist eher einer der schwächeren Filme von Dean Martin und Jerry Lewis, denn obwohl beide erneut einige zauberhafte Gesangseinlagen besitzen und der Humor durchaus witzig ist, sind die ersten 40 Minuten doch sprichwörtlich zum einschlafen.

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Wir vergeben daher 6 von 10 Filmpunkten.

Copyright: Paramount Home Entertainment

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Wo Männer noch Männer sind

Länge: 90 min

Kategorie: Comedy, Western

Start: 04.10.2013

cinetastic.de Filmwertung: (6/10)

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Bewertung Extras: (1/10)

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Info

Wo Männer noch Männer sind

Wo Männer noch Männer sind

Geschrieben von Ronny Dombrowski

Länge: 90 min
Kategorie: Comedy, Western
Start: 04.10.2013

Bewertung Film: (6/10)

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