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Olympus Has Fallen – Die Welt in Gefahr

Geschrieben von Ronny Dombrowski am 27. Oktober 2013

Olympus Has Fallen - Die Welt in Gefahr

In den letzten Wochen und Monaten vergeht kaum ein Tag an dem Barack Obama und das Weiße Haus nicht in den Medien vertreten sind, denn nachdem der Shutdown durch eine Erhöhung der Neuverschuldung gerade noch abgewandt werden konnte, folgte schon bald jener Skandal, bei dem führende Staatschefs diverser Länder gezielt von der NSA abgehört wurden. In Antoine Fuqua’s „Olympus Has Fallen – Die Welt in Gefahr“ geht es politisch nicht ganz so hochbrisant zu und dennoch soll auch diesmal das Weiße Haus im Mittelpunkt der Geschichte stehen, wenn nordkoreanische Terroristen dieses kurzerhand stürmen und auch einnehmen.

Es ist ein Tag wie jeder andere in Washington D.C. Tausende Touristen drängeln sich auf der Pennsylvania Avenue vor dem Weißen Haus, doch plötzlich scheint der Dritte Weltkrieg auszubrechen. Ein riesiger Bomber ist am Himmel zu sehen, die Gewehrkugeln gehen in tausenden auf die Menschen nieder, während ein schwer bewaffnetes Einsatzkommando ohne Rücksicht auf Verluste das Weiße Haus im Kugelhagel stürmt. Der perfekt initialisierte Plan der nordkoreanischen Extremisten geht auf und sie nehmen den Präsidenten (Aaron Eckhart) der Vereinigten Staaten samt seiner Berater gefangen, doch der Plan von Terroristenanführer Kang (Rick Yune) geht noch wesentlich weiter. Während Verteidigungsminister Ruth McMillan (Melissa Leo) und Sprecher Trumbull (Morgan Freeman) noch über das weitere Vorgehen beraten, zieht es den in Ungnade gefallenen Secret-Service-Agenten Mike Banning (Gerard Butler) an den Ort des Geschehens…

Olympus Has Fallen - Die Welt in GefahrVor nicht einmal zwölf Jahren ist Amerikas Wahrzeichen durch den Angriff des 11. September gefallen, in Antoine Fuqua’s „Olympus Has Fallen – Die Welt in Gefahr“ soll diesmal mit dem Weißen Haus auch das letzte Gebäude dran glauben, auf das bereits seit Jahrhunderten Amerikaner mit stolzer Brust blicken. Für die entsprechende Umsetzung bauten die Verantwortlichen auf Regisseur Antoine Fuqua, der sich zuletzt mit Actionfilme wie „Training Day“ (2001), „Tränen der Sonne“ (2003) oder „Gesetz der Strasse – Brooklyn’s Finest“ (2009) auszeichnen konnte. Zusammen mit seinem Autorenteam bestehend aus Creighton Rothenberger und Katrin Benedikt konzipierte er diesmal eine Geschichte über die feindliche Eroberung des Weißes Hauses, die so tatsächlich in Betracht gezogen werden könnte.

Zusammen mit ehemaligen Agenten des Secret Service und Mitarbeitern des FBI versuchten die Verantwortlichen eine reale Bedrohung zu konzipieren und dabei auf eine Idee zu bauen, wie man das Weiße Haus tatsächlich einnehmen könnte. Herausgekommen ist dabei jene fiktionale Idee von einem 15-minütigen Zeitfenster, in welchem das Weiße Haus nach einem Angriff unbewacht ist, benötigen doch zusätzliche Verteidigungskräfte durchaus etwas Zeit, um die Strecke zu selbigen zu überbrücken.

Olympus Has Fallen - Die Welt in GefahrWaren zuletzt zumeist Außerirdische Angriffe Ausgangsbasis für die Vernichtung des Weißes Hauses, setzt man diesmal auf das kleine instabile Land Nordkorea, dass immer wieder mit wahnwitzigen militärischen Aussagen in den Medien vertreten ist. Nach einer kurzen Anfangssequenz welche die Figuren halbwegs etabliert, soll „Olympus Has Fallen – Die Welt in Gefahr“ auch sogleich mit einer ordentlichen Portion Action beginnen, wenn bewaffnete Einheiten das Weiße Haus stürmen, unzählige Agenten des Secret Service erschießen und ganz nebenbei ein schwer bewaffnetes Flugzeug im Anflug ist, dass wahllos auf die Bevölkerung hält. Innerhalb von nur 14 Minuten ist das Haus mit feindlichen Agenten besetzt, der Präsident in Gefangenschaft und ein Mann am Abzug der Waffe, der absolut unberechenbar erscheint.

Neben der reichhaltigen Action bei der sprichwörtlich das komplette Weiße Haus in Schutt und Asche geschossen wird, überzeugt im direkten Vergleich zu „White House Down“ ebenso die zugrunde liegende Geschichte, die sich neben der Einleitung über den in Ungnade gefallenen Ex-Secret-Service-Agenten Mike Banning gleich in zwei Handlungsstränge aufteilt. Zum einen haben wir die Situation innerhalb des Gebäudes in welchem Banning einen Terroristen nach dem anderen dezimiert, zum anderen haben wir aber auch jene Geschichte außerhalb, bei der sich der Sprecher des Weißen Hauses sowie General Edward Clegg (Robert Forster) darüber austauschen, wie man die Situation möglichst ohne weitere Verluste über die Bühne bringen kann. Natürlich entstehen dabei die unterschiedlichsten Standpunkte, denn während die eine Seite einen möglichst unblutigen Lösungsansatz verfolgt, möchte Clegg am liebsten sofort mit einer halben Armee anrücken.

Olympus Has Fallen - Die Welt in GefahrOhne auf das Finale noch weiter eingehen zu wollen, so bringt doch insbesondere selbiges riesen Spaß, auch wenn die gewohnte Portion Patriotismus auch diesmal für das amerikanische Publikum aufbereitet wurde. Die Amerikanische Flagge wird gewohnt groß in Szene gesetzt, es folgt so manch „seltsame“ Ansprache, während letzten Endes doch die Action obsiegt.

Neben der interessanten Geschichte und der reichhaltigen Action können aber auch die Darsteller überzeugen. Gerard Butler (300) gibt nach seinem Auftritt in „Marvels Avengers“ erneut den harten Hund der mit jeder Menge taktischem Verständnis und guten Nahkampffähigkeiten innerhalb der feindlichen Linien aufräumt, während Aaron Eckhart (The Dark Knight) in erster Linie als Präsident der Vereinigten Staaten überzeugt. Im Bereich der Nebendarsteller sehen wir Ashley Judd (Heat) als Frau des Präsidenten, Robert Forster als General sowie Morgan Freeman (Million Dollar Baby) als Sprecher des Weißes Hauses, der allerdings nicht an seine letzten Darbietungen anknüpfen konnte.

Ab dem 15. November 2013 ist „Olympus Has Fallen – Die Welt in Gefahr“ im Verleih von Universum Film auf Blu-ray, DVD und natürlich auch per Video on Demand erhältlich und vornehmlich all jenen zu empfehlen, die gute Actionfilme zu schätzen wissen. Das Bild der Blu-ray ist mit 1080/24p gewohnt scharf und reich an Farbe, während der Ton in DTS-HD 5.1 in den Sprachen Deutsch und Englisch gut auf die Boxen abgestimmt ist. Wie immer waren wir insbesondere an den Extras des Mediums interessiert, die sich durchaus sehen lassen konnten. Neben sechs kurzen Interviews mit Gerald Butler, Aaron Eckhart, Morgan Freeman, Angela Bassett, Melissa Leo und Antoine Fuqua (11 min) bekommen wir eine B-Roll mit Jack Lynch (3 min) sowie eine kurze Sequenz mit Gerald Butler beim Photocall in München (2 min). Den Abschluss bilden schließlich sechs Features die sich ein jeder Fan nicht entgehen lassen sollte, denn hier werden uns in einem „Gag Reel“ kurz die misslungenen Szenen gezeigt, der Angriff auf das Weiße Haus vorgestellt, ein Schwerpunkt auf die Special Effects gesetzt und natürlich neben den Schauspielern auch die Choreografie des Nahkampfs näher erläutert (zusammen 33 min).

„Olympus Has Fallen – Die Welt in Gefahr“ ist für Fans des Actionkinos definitiv ein Muss, denn neben einer guten Story und einigen sehenswerten Darstellern überzeugt insbesondere die Action, die beim besten Willen nicht zu kurz kommt!

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Copyright: Universum Film

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Olympus Has Fallen - Die Welt in Gefahr

Länge: 120 min

Kategorie: Action, Thriller

Start: 15.11.2013

cinetastic.de Filmwertung: (7/10)

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Info

Olympus Has Fallen - Die Welt in Gefahr

Olympus Has Fallen – Die Welt in Gefahr

Geschrieben von Ronny Dombrowski

Länge: 120 min
Kategorie: Action, Thriller
Start: 15.11.2013

Bewertung Film: (7/10)

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