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Hatchet III

Geschrieben von Ronny Dombrowski am 25. Oktober 2013

Hatchet III

Im Bereich des Horror Genres ist es ein immer wieder gern gesehenes Phänomen das erfolgreiche Erstlingswerke in den kommenden Jahren mit billigen Fortsetzung im Direct-to-DVD Bereich versucht werden zu vermarkten, um mit Hilfe der entsprechenden Fans noch möglichst viel Geld zu erwirtschaften. Obwohl die Reihe rund um „Hatchet“ von Anfang an auf drei Teile ausgelegt war verhält es sich hierbei ganz ähnlich, denn wo „Hatchet“ seinerzeit vor nunmehr sieben Jahren recht erfolgreich auf dem Fantasy Filmfest lief, hat es sich nach einem durchschnittlichen zweiten Teil nun hoffentlich endlich ausgemordet.

Blut verschmiert und völlig erschöpft schleppt sich Marybeth (Danielle Harris) in eine Polizeistation, denn nach tagelanger Tortur hat sie endlich dem fiesen Sumpfkiller Victor Crowley (Kane Hodder) den Gar ausgemacht, indem sie diesem doch gleich an Ort und Stelle zersägt und ausbluten hat lassen. Natürlich glaubt die Polizei die Geschichte vom verrückten Killer aus dem Sumpf nicht und nimmt erst einmal Marybeth in Untersuchungshaft, während sie mit einer Hand voller Leute die knapp 20 Leichen zusammen suchen und damit beginnen die Opfer zu identifizieren. Zeitgleich kommt aber auch Journalistin Amanda (Caroline Williams) in die Polizeistation und nimmt sich Marybeth an, indem sie sich die Geschichte der vergangenen Tage nacherzählen lässt und ihre eigene Theorie zu Victor Crowley wiedergibt. Angeblich soll dieser gar nicht sterben können, jede Nacht von neuem Wiedergeboren werden, woraufhin auch schon bald unter mysteriösen Umständen die ersten Polizisten ums Leben kommen…

Hatchet IIINachdem Regisseur und Drehbuchautor Adam Green (Frozen) für die ersten zwei „Hatchet“ Filme verantwortlich war und den zweiten mehr oder minder total gegen die Wand fuhr, fühlt sich Green beim dritten Teil nur noch dazu berufen das entsprechende Drehbuch zu schreiben. Für die Regie wurde Kameramann BJ McDonnell (A Nightmare on Elm Street) verpflichtet, der zuvor für Filme wie „Jack Reacher“ und „World Invasion: Battle Los Angeles“ verantwortlich war, nun jedoch sein Debüt als Regisseur versucht zu geben.

Nachdem im zweiten Teil der entstellte Victor Crowley durch Marybeth mit einer Axt den Schädel gespalten bekam und zur Sicherheit dieser auch noch mit einer Schrotflinte eine volle Ladung in den Kopf bekam, war an eine Fortsetzung im Grunde gar nicht zu denken. Trotz allem gelang es Adam Green dennoch mit einem kleinen Kniff die Geschichte entsprechend fortzuführen, denn mit Hilfe einer Prise Übernatürlichem steht dieser plötzlich wieder auf und macht das was er am besten kann, Menschen ermorden.

Die zugrunde liegende Geschichte von Green ist gewohnt schwach und zum Teil doch sehr an den Haaren herbei gezogen, während selbige sich in zwei eigenständige Plots aufteilt. Da haben wir jene Geschichte mit Marybeth und Reporterin Amanda wie sie zusammen auf Recherche nach der Vergangenheit von Crowley gehen sowie jenen Teil im Sumpf, in dem Crowley es mit allerhand Polizisten und einer ganzen SWAT Einheit aufnimmt. Wie auch schon im zweiten Teil sind die Verantwortlichen einzig und allein darauf bedacht die Lust am Morden zu stillen und so wirdHatchet III jeder Tote zumeist in Großaufnahme gezeigt, wenn Victor diesen auf unterschiedlichster Art und Weise erledigt. Mit der Axt werden Köpfe gespalten, Menschen werden mit bloßen Händen zerrissen und mit allerhand anderen Gegenständen förmlich windelweich geprügelt, während dies alles natürlich nicht einmal im Ansatz echt aussieht.

Die Opfer sind zum Großteil Puppen die als solche auszumachen sind, mit etwas Phantasie kann man die Blut spritzenden Schläuche in den Opfern erkennen, was den vermeintlichen Fan natürlich nicht groß interessieren wird. Es geht ums töten, eine Geschichte ist völlig egal und so werden auch diesmal wieder wunderbar jene niederen Instinkte befriedigt, wenn die Logik bei alledem zuweilen doch erkennbar auf der Strecke bleibt.

Im Bereich der Darsteller kann man auch diesmal kaum Glanzleistungen erwarten, was nicht unbedingt dem unerträglichen Overacting geschuldet ist, als vielmehr der talentfreien Darbietung so manchen Schauspielers, der zumeist sowieso nur als Kanonenfutter herhalten muss. Danielle Harris (Halloween 4 – Michael Myers kehrt zurück) gibt bei alledem erneut die unglaubwürdige junge Frau die sich dem Killer erwehren muss, Caroline Williams (Tage des Donners) spielt die Nerv tötende Reporterin der man das Engagement zu keiner Zeit wirklich abzunehmen vermag, während Zach Galligan (Gremlins – Kleine Monster) durchaus die eine oder andere Szene innehat, die man durchaus hervorheben muss. Von allen muss man hier aber vor allem Sid Haig (TDR – The Devil’s Rejects) in den Vordergrund stellen, der erneut mit seiner Mimik und den bitterbösen Sprüchen zu überzeugen vermag. Egal ob dies jene Dialoge als verkappter Rassist sind oder die Kurze Sequenz innerhalb des Hauses, er ist ganz ohne Frage der unterhaltsame Höhepunkt eines ansonsten unterdurchschnittlichen „Hatchet III“.

Hatchet IIIAb dem 7. November 2013 ist der dritte Teil der „Hatchet“ Reihe im Verleih von Sunfilm Entertainment auf Blu-ray und DVD im Handel erhältlich und vor allem jenen zu empfehlen, die Splatterfilme mit einem möglichst hohen Body-Count zu schätzen wissen. Das Bild der Blu-ray ist mit 1080/24p gewohnt scharf und erinnert zuweilen doch stark an billige Videoproduktionen aus dem Privatbereich, während der Ton in DTS-HD 5.1 in den Sprachen Deutsch und Englisch gut auf die Boxen abgestimmt ist. Wie immer waren wir insbesondere an den Extras des Mediums interessiert, die diesmal jedoch recht übersichtlich waren. Wir bekommen in einem rund neunminütigen „Behind the Scenes“ Feature einen kleinen Einblick hinter die Kamera und die Dreharbeiten, in rund fünf Minuten wird uns die Verwandlung von Kane Hodder in Victor Crowley gezeigt, während sich das rund neunminütige „Swamp Fun“ Feature vornehmlich auf den Spaß am Set und allerhand unterhaltsame Szenen konzentriert.

Nach einem unterdurchschnittlichen zweiten Teil ist „Hatchet III“ nun wieder durchaus besser geworden und dennoch noch immer fern ab von einem guten Horrorfilm. Statt sich auf eine durchdachte Geschichte und einer logischen Verkettung von Ereignissen zu konzentrieren, widmet man sich erneut rein dem abschlachten von Individuen, was kurzzeitig unterhaltsam ist, auf rund 90 Minuten jedoch kaum zu überzeugen vermag.

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Wir vergeben daher 5,5 von 10 Filmpunkten.

Copyright: Sunfilm Entertainment

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Hatchet III

Länge: 78 min

Kategorie: Action, Comedy, Horror

Start: 07.11.2013

cinetastic.de Filmwertung: (5,5/10)

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Info

Hatchet III

Hatchet III

Geschrieben von Ronny Dombrowski

Länge: 78 min
Kategorie: Action, Comedy, Horror
Start: 07.11.2013

Bewertung Film: (5,5/10)

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