cinetastic.de - Living in the Cinema

Der Dieb der Worte

Geschrieben von Melanie Ulbrich am 15. Oktober 2013

Dieb-der-Worte
Vom verzweifelten Schriftsteller zum Literatur-Preisträger: In „Der Dieb der Worte“ spielt „Hangover“-Star Bradley Cooper einen Schriftsteller, der mit Plagiats-Vorwürfen zu kämpfen hat. Ein hochkarätiger Cast mit Zoe Saldana, Jeremy Irons, Olivia Wilde und Dennis Quaid klingt vielsprechend…

Der_Dieb_der_Worte_Szenenbilder_05_600x600Der passionierte, aber bislang erfolglose Autor Rory (Bradley Cooper, „Hangover“, „Das A-Team“) schlägt sich mitNebenjobs in New York durch’s Leben. Immer an seiner Seite: Seine Frau Dora, die ihn unterstützt und an seine Fähigkeiten glaubt. Nach einigen Buch-Flops gelingt Rory der große Wurf. Die Kritiker sind begeistert und in der Literaturwelt wird der Mann zum Star. Auf dem Höhepunkt seines Erfolgs taucht jedoch ein alter Mann (Jeremy Irons, „Game of Thrones“) auf, der behauptet, dass Rorys Bestseller geklaut ist und in Wahrheit von dem alten Mann verfasst worden ist.

„Der Dieb der Worte“ punktet mit drei Erzählebenen, die jeweils zu einer unterschiedlichen Zeit spielen. Die meiste Zeit verfolgt man die Geschehnisse um Autor Rory. Darüber hinaus gibt es jedoch noch die Erzählung des alten Mannes, wie er vor vielen Jahren die Geschichte aus dem Bestseller geschrieben hat. In einer dritten Erzählebene spielt Dennis Quaid den Schriftsteller Clay Hammond, der wiederum auf einer Buchlesung eben diese Geschichte von Rory vorliest. Olivia Wilde spielt die aufstrebende Literatur-Studentin Danielle, die mit Clay in den Vorlesungspausen und nach der Veranstaltung intime Gespräche führt. So agiert Dennis Quaid alias Clay als Erzähler der Hauptgeschichte.

Der_Dieb_der_Worte_Szenenbilder_02_600x600Während die erste Hälfte noch sehr vorhersehbar ist und es wenig Überraschungen gibt, wird es in der zweiten Hälfte wesentlich spannender: Dann kommt Jeremy Irons als alter Mann ins Spiel und die dritte Erzählebene beginnt. Nach und nach erfährt der Zuschauer, wie es tatsächlich zu der Geschichte gekommen ist, die Rory für seine eigens ausgedachte verkauft. Welche tragische Geschichte der alte Mann hinter sich hat und wie Rory in die Hände dieser Manuskripte gelangen konnte. „Der Dieb der Worte“ erzählt elegant und zunehmend spannend die Geschichte von Rory und seinem Bestseller. Die Verstrickung der drei Ebenen und der verschiedenen Charakteren gelingt den beiden Regisseuren Brian Klugmann und Lee Sternthal zu jeder Zeit. Klugmann agierte zuvor lediglich als Schauspieler, unter anderem in „Frasier“ oder „Bones“. „Der Dieb der Worte“ markiert sein Regie-Debut. Auch für Sternthal, der 2010 am Drehbuch von „Tron: Legacy“ mitgewirkt hat,  ist dieser Film sein Regie-Erstwerk. Zusammen haben sie nicht nur Regie geführt, sondern auch das Drehbuch verfasst.

„Der Dieb der Worte“ vermag mit dem Protagonisten Rory eine Figur zu zeigen, mit der sich viele Zuschauer sicherlich identifizieren können. Die Verzweiflung und die Gefühle eines Menschen, der Leidenschaft und Liebe für etwas hegt, aber kein Talent dafür hat, kann „Der Dieb der Worte“ wirklich gut transportieren. Viele werden sich bei Bradley Coopers Schauspiel an seine ähnlich angelegte Rolle in „Ohne Limit“ erinnert fühlen. Auch hier spielte der charismatische Darsteller einen zunächst erfolglosen Autor, der seinem Glück illegal auf die Sprünge hilft.

Der_Dieb_der_Worte_Szenenbilder_07_600x600Komponist Marcelo Zarvos („Remember Me“, „Der Biber“) steuert einen mindestens ebenso geschmeidigen wie ausdrucksstarken Soundtrack bei, der sich in den richtigen Momenten in den Vordergrund spielt. Ebenso angenehm fällt der Interpretationsspielraum auf, den „Der Dieb der Worte“ zulässt. Der halbwegs offene Ausgang ist eine erfrischende Abwechslung zu den sonst sehr klaren Enden.

Das Bonusmaterial auf der Blu-ray fällt mit lediglich einem Blick hinter die Kulissen eher mau aus. Das Featurette bietet die gewohnte Mischung aus Charakter-Vorstellungen, Entstehungsgeschichte des Drehbuchs, den Kulissen usw. Die Hülle ist mit einem Wendecover ausgestattet.

Das Drama eignet sich für einen ruhigen DVD/Blu-ay-Abend in kleiner Runde. Zwar sticht niemand aus dem qualitativ hochwertigen Cast mit besonderen Schauspielleistungen heraus, die liebevolle Erzählung und Verstrickung der drei Ebenen machen den Film aber durchaus sehenswert und sorgen für 106 Minuten solide Unterhaltung.

  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1

Wir vergeben daher 7 von 10 Filmpunkten.

Copyright: Universum Film GmbH

Kommentare

Keine Kommentare vorhanden.

Mit Facebook Anmelden um zu Posten!

Anmelden

Länge: 106 min

Kategorie: Drama

Start: 18.10.2013

cinetastic.de Filmwertung: (7/10)

  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1

Bewertung Extras: (4/10)

  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1

Gewinnspiele

Gewinne Kinokarten, BluRays, DVDs,
Fan Packages und mehr!

Gleich mitmachen

Info

Der Dieb der Worte

Geschrieben von Melanie Ulbrich

Länge: 106 min
Kategorie: Drama
Start: 18.10.2013

Bewertung Film: (7/10)

  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1

Bewertung Extras: (4/10)

  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1