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Safe Haven – Wie ein Licht in der Nacht

Geschrieben von Ronny Dombrowski am 10. August 2013

Safe Haven - Wie ein Licht in der Nacht

Der in Stockholm geborene schwedische Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Lasse Hallström kann inzwischen auf weit über 35 Filme zurückblicken bei denen er die Regie übernommen hat, auf ganze drei Oscar-Nominierungen sowie jeder Menge überaus positiver Stimmen von Seiten der Kritiker, die seine Werke zumeist lobend bedachten. Nachdem Hallström zuletzt mit „Der Hypnotiseur“ einen doch recht ungewöhnlichen Thriller ablieferte, widmet er sich nun erneut dem was er am besten kann, einer Liebesgeschichte zweier verlorener Seelen.

In dem kleinen Städtchen Southport in North Carolina findet eine unbekannte rund 30-jährige Frau (Julianne Hough) Zuflucht vor ihren Verfolgern, doch obwohl sie anfangs diese kleine Stadt bestenfalls als Durchreisemöglichkeit angesehen hat, bleibt sie hier wohnen. In einem abrissreifes Haus in den Tiefen des Waldes eingezogen freundet sie sich schon bald mit dem Ladenbesitzer Alex Wheatley (Josh Duhamel) sowie seinen beiden Kindern Lexie (Mimi Kirkland) und Josh (Noah Lomax) an, während sie mit der gleichaltrigen Nachbarin Jo (Cobie Smulders) jene Freundin findet, die sie bitter nötig gehabt hat. Während sich ihr Leben langsam wieder in normalen Bahnen zu bewegen beginnt und sie sich unsterblich in Alex verliebt, holt sie auf einmal die eigene Vergangenheit erneut ein…

Safe Haven - Wie ein Licht in der NachtIm Grunde sind sich fast alle Nicholas Sparks (Wie ein einziger Tag) Romane in einem einig, der Aufbau ähnelt sich zumeist bis ins kleinste Detail, dass Buch-Cover beinhaltet immer ein umschlungenes Liebespaar und die Farben sind so gewählt, dass das weibliche Geschlecht ohne weiteres zugreift. Eine ganz ähnliche Einfallslosigkeit könnte man ebenso dem schwedischen Regisseur Lasse Hallström ankreiden, denn mit Ausnahme seines kürzlich fertig gestellten Thriller „Der Hypnotiseur“ sind auch seine Filme zumeist recht ähnlich gestrickt, womit er in erster Linie auch immer das selbe Publikum anzusprechen versucht. Nichts desto trotz können seine Filme in ihrer Gänze überzeugen und so adaptiert Hallström nach „Das Leuchten der Stille“ bereits den zweiten Sparks Roman, womit er erneut ins schwarze trifft.

Entgegen seiner früheren Film nutzt Hallström diesmal gerade am Anfang einen recht düsteren Grundton, wenn er unter einer regnerischen Kulisse eine unbekannte Frau durch einen Busbahnhof hetzen und in einen Bus steigen lässt, während eine Gruppe Polizisten verzweifelt versucht die Spur besagter Dame zu finden. Sobald all dies abgeschlossen ist, die Protagonistin sich als Katie zu erkennen gibt und im wunderschönen kleinen Städtchen namens Southport niederlässt, dreht sich „Safe Haven – Wie ein Licht in der Nacht“ in einen der bekannten Hellström Verfilmungen. Plötzlich dominiert herrlich sonniges Wetter, unberührte Natur und wir bekommen jene einzigartigen Bilder geboten, für die Hallström inzwischen weltbekannt ist.

Safe Haven - Wie ein Licht in der NachtVom Grundton der Geschichte unterscheidet auch diese Sparks Verfilmung sich nur wenig von den vielen anderen, auch wenn der Anfang eher düster gehalten und zwischen alledem ein kleiner Twist gesponnen ist, den man jedoch bereits nach nur wenigen Minuten erraten hat. Nichts desto trotz macht „Safe Haven – Wie ein Licht in der Nacht“ bei seinen fast zwei Stunden Spielzeit unglaublich Spaß, was vor allem dem recht positiven Grundton geschuldet ist, bei dem sich unsere beide Protagonisten im Laufe des Filmes langsam näher kommen. Es gibt die bekannten ersten Versuche einer Annäherung, eine kleine Abweisung, die Erkenntnis das man doch wie für einander geschaffen ist und natürlich ein kleiner Seitenarm der Geschichte, in dem zwei wundervolle Kinder involviert sind.

All dies würde wohl nicht so wunderbar funktionieren, wenn sich nicht erneut Terry Stacey (P.S. Ich Liebe Dich) für die Bilder verantwortlich zeichnen würde. Die Kamera gleitet langsam über die Landschaft, verweilt wenige Sekunden auf den Gesichtern unserer Hauptdarsteller, während die Regentropfen langsam auf deren Wangen herunterlaufen und die Augen zu funkeln beginnen. Können Bilder das Wort Liebe besser umschreiben?

Von Seiten der Hauptdarsteller lässt sich im Grunde ebenso nur positives berichten, können diese doch die jeweilige Rolle glaubhaft wiedergeben und somit den Grundton des Drehbuchs zusätzlich unterstützen. Julianne Houg (Rock of Ages) kann sich selbst als Schauspielerin langsam etablieren, lernt seit „Foodstep“ stetig hinzu und weiß ihre Reize einzusetzen, während Josh Duhamel (Transformers) glaubhaft den alleinerziehenden Vater mimt und mit Houg nahezu perfekt harmoniert. Neben David Lyons (Storm Warning) als eifersüchtigen Polizisten muss man an dieser Stelle jedoch unbedingt Mimi Kirkland (MURDER in the 1st) und Noah Lomax (Kiss the Coach) erwähnen, die als Lexie und Josh bezaubern.

Safe Haven - Wie ein Licht in der NachtAb dem 20. September 2013 ist Lasse Hallström’s Romanze „Safe Haven – Wie ein Licht in der Nacht“ im Verleih von Senator Home Entertainment auf Blu-ray, DVD und natürlich auch auf Video-on-Demand erhältlich. Das Bild der Blu-ray ist mit 1080/24p gewohnt scharf und überaus reich an Farben, während der Ton in DTS-HD 5.1 (DVD in Dolby Digital 5.1) in den Sprachen Deutsch und Englisch gut auf die Boxen abgestimmt ist. Wie immer waren wir insbesondere an den Extras des Mediums interessiert, bei denen wir nicht enttäuscht wurden.

Es gibt neben dem Trailer ein zehnminütiges „Making Of“ in dem Nicholas Sparks, Lasse Hallström und seine Darsteller zu Wort kommen und über die Dreharbeiten berichten, einige „Deleted Scenes“ (10min) die es nicht in die finale Fassung des Films geschafft haben sowie ein alternatives Ende, was punktuell ein wenig anders ist als jenes, was letztendlich im Film zu sehen ist. Es folgt das zehnminütige Feature „Die Romantik in Safe Haven“, ein dreiminütiger Bericht von Josh Duhamel über das Krebse fangen sowie noch einmal rund zwei Minuten zum wunderschönen Drehort, wo man am liebsten sofort Urlaub machen wollen würde.

Lasse Hallströms „Safe Haven – Wie ein Licht in der Nacht“ ist ein wirklich sehenswertes Werk geworden, dass man sich am besten zu zweit ansehen sollte. Zwei wunderbare Darsteller, dazu jede Menge romantische Pop-Songs und zauberhafte Bilder von Kameramann Terry Stacey, was will man mehr.

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Wir vergeben daher 7 von 10 Filmpunkten.

Copyright: Senator Home Entertainment

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Safe Haven - Wie ein Licht in der Nacht

Länge: 112 min

Kategorie: Drama, Romance

Start: 20.09.2013

cinetastic.de Filmwertung: (7/10)

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Info

Safe Haven - Wie ein Licht in der Nacht

Safe Haven – Wie ein Licht in der Nacht

Geschrieben von Ronny Dombrowski

Länge: 112 min
Kategorie: Drama, Romance
Start: 20.09.2013

Bewertung Film: (7/10)

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Bewertung Extras: (6/10)

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