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Thor – Ein hammermäßiges Abenteuer

Geschrieben von Ronny Dombrowski am 15. Februar 2013

Thor - Ein hammermäßiges Abenteuer

Die nordische Mythologie rund um Thor, Odin und vielen anderen Göttern ist ein immer wieder gern gesehenes Thema im Film, welches als letztes erst umfangreich in „Marvel’s The Avengers“ genutzt wurde, war der Auslöser für die dortige Bedrohung doch Thors Halbbruder Loki. In „Thor – Ein hammermäßiges Abenteuer“ wird all dies allerdings ein wenig über den Haufen geworfen und wir lernen die Figur des Thor als Jugendlichen kennen, der sich nichts sehnlicher wünscht als endlich ein richtiger Krieger zu sein.

Lange Zeit bevor Thor (Justin Gregg) zu jenem Krieger wurde den wir alle kennen, lebte er als Jugendlicher im Dorf seiner Mutter, betrieb eine Schmiede und war ein kleines bisschen tollpatschig, wenn man es denn so ausdrücken möchte. Während Thor sich nichts sehnlicher wünscht als endlich ein richtiger Krieger zu werden, wird er von seinem Vater Odin (Alan Stanford) doch durch Nichtbeachtung bestraft, was sich eines Tages jedoch schlagartig ändern soll. Durch den Fund eines kleinen, goldenen und überaus frechen Hammers (Paul Tylak) gelangt Thor in den Besitz der mächtigsten Waffe der Welt, denn nur diese ist in der Lage die Invasion der Riesen aufzuhalten, die nicht nur sein Dorf und seine kleine Freundin Edda (Nicola Coughlan), sondern ebenso Walhalla bedrohen…

Thor - Ein hammermäßiges AbenteuerAls erster animierter Film Islands und ebenso als erster 3D Film Islands präsentieren uns die Regisseure Óskar Jónasson (Contraband), Toby Genkel (Werner – Gekotzt wird später!) und Gunnar Karlsson (Anna and the Moods) eine etwas andere Geschichte von Drehbuchautor Friðrik Erlingsson (Benjamin, die Taube), welche in erster Linie jene Zeitperiode nacherzählt, in welcher Thor zu jenem Krieger wurde den wir heute alle kennen.

Ähnlich wie in Disneys „Hercules“ oder dem „Shrek“-Franchise bekommen wir die bekannte Geschichte geboten in welcher sich der kleine Thor zu größerem berufen sieht, langsam erwachsen wird, Entscheidungen lernt zu fällen und dabei auch nicht seine Herkunft außer Acht lässt, hat ihn trotz seines Götter-Vaters Odin doch seine menschliche Mutter aufgezogen und versucht jene Werte zu vermitteln, die gerade in der Erziehung eines Kindes von elementarer Bedeutung sind. Während die einen nur langsam ans Erwachsenenalter herangeführt werden, geschieht dies bei Thor praktisch über Nacht, der trotz seines sehnlichen Wunsches endlich ein echter Krieger zu werden sich einer Horde Riesen ausgesetzt sieht, die auch noch von einer Bösen Hexe angeführt werden, die mit einem magischen Schwert sofort alles zu Eis gefrieren lassen kann.

Thor - Ein hammermäßiges AbenteuerNatürlich ist Thor wie in jedem Kinderfilm nicht ganz auf sich allein gestellt und so steht ihm seine kleine aber recht spontane Freundin Edda zur Seite, sowie die mächtigste Waffe auf der ganzen Welt. Diese mächtige Waffe soll ausgerechnet ein sprechender und überaus vorlauter goldener Hammer sein, doch um seine wahre Macht zu beherrschen, muss Thor natürlich damit erst einmal umgehen lernen, was sich schwieriger gestaltet als anfangs vermutet. Talent für einen richtigen Krieger an Thor nur wenig, im Hammerwerfen ist er eine absolute Niete und auch wenn er die gefangenen Bewohner seines Dorfes zu befreien versucht, geht oft mehr schief als anfangs eigentlich beabsichtigt.

So berechenbar und dennoch leicht verständlich die Geschichte von Thor und seinen Freunden insbesondere für das jüngere Publikum ist, so gibt es natürlich auch jede Menge zu lachen, obwohl der Humor leider bei weitem nicht an den anfangs erwähnten „Shrek“ heranreichen kann. Vieles entsteht oft aus Tollpatschigkeit heraus wenn Thor versucht als Krieger zu agieren, die Sprüche des Hammers sind zumeist überaus witzig, während Göttervater Odin zumeist recht griesgrämig in der Welt herum schaut und von Kindeserziehung keine rechte Ahnung zu haben scheint.

Thor - Ein hammermäßiges AbenteuerVergleicht man „Thor – Ein hammermäßiges Abenteuer“ nun mit Filmen aus dem Hause Disney, Pixar oder Dreamworks, so kann dieser mit den Millionenschweren Hochkarätern zumindest aus optischen Gesichtspunkten leider nur bedingt mithalten. Das Bild ist gut und das 3D durchaus gelungen, doch gerade im Bereich der Detailvielfalt und den wirklich flüssigen Animationen, hat Island noch viel zu lernen. Ist der Film deswegen aber schlecht? Mitnichten! Für eine erste Produktion im Bereich des 3D Animation Genres ist „Thor – Ein hammermäßiges Abenteuer“ durchaus gelungen, welcher hoffentlich den Start für viele weitere Filme dieser Art aus dem kleinen Island einläutet. Ein letztes Detail zur Produktion vielleicht noch am Rande, der Film wurde ursprünglich bereits aus Vermarktungszwecken komplett in Englisch gedreht und erst später in Isländisch und viele weitere Sprachen synchronisiert.

Mit „Thor – Ein hammermäßiges Abenteuer“ kann nun auch Island einen entsprechenden Animationsfilm vorweisen, der sich durchaus nicht vor der Konkurrenz zu verstecken braucht. Optisch könnte man sicherlich einiges optimieren, doch in Punkto Spaß werden sich unsere kleinen Zuschauer mit Sicherheit gut unterhalten fühlen.

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Wir vergeben daher 6,5 von 10 Filmpunkten.

Copyright: Koch Media

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Thor - Ein hammermäßiges Abenteuer

Länge: 83 min

Kategorie: Animation, Adventure

Start: 11.04.2013

cinetastic.de Filmwertung: (6,5/10)

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Info

Thor - Ein hammermäßiges Abenteuer

Thor – Ein hammermäßiges Abenteuer

Geschrieben von Ronny Dombrowski

Länge: 83 min
Kategorie: Animation, Adventure
Start: 11.04.2013

Bewertung Film: (6,5/10)

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