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Ice Age 4 – Voll verschoben

Geschrieben von Ronny Dombrowski am 20. Juni 2012

Ice Age - Voll verschoben

Ein erfolgreiches Franchise soll man melken solang es geht, dass haben sich seinerzeit auch schon die Schöpfer von „Shrek“ gesagt, was schließlich in einem nahezu katastrophalen vierten Teil enden sollte. Ganz anders jedoch verhält es sich mit „Ice Age“, welcher erstmalig im Jahre 2002 auf den Zuschauer losgelassen wurde, mit „Ice Age 2 – Jetzt taut’s“ im Jahre 2006 seine Fortsetzung erfuhr und schließlich im Jahre 2009 endete, als „Ice Age 3 – Die Dinosaurier sind los“ erneut fulminant einschlug. Wie nicht anders zu erwarten war sollte der neuste Teil der Saga nun in 3D auf den Zuschauer losgelassen werden, was sich im Vergleich zu vielem anderen diesmal durchaus sehen lassen konnte.

Manny (Ray Romano), Diego (Thomas Fritsch, Denis Leary) und Sid (Otto Waalkes, John Leguizamo) sind noch immer die besten Freunde und leben mit ihren Familien als Rudel zusammen, während Scrat auf der ewigen Suche nach einer Haselnuss eine kontinentale Plattenverschiebung und somit die Entstehung der sieben Kontinente auslöst. Getrennt von seiner Frau Ellie (Queen Latifah) und seiner Tochter Peaches (Annina Braunmiller, Keke Palmer) landet Manny zusammen mit Diego, Sid und dessen Großmutter auf einer größeren Eisscholle, auf der sie aufs Meer hinaustreiben sollen. Während der Rest ihrer Herde um das eigene Überleben kämpfen muss, stehen unsere drei Freunde plötzlich einer Gruppe Piraten gegenüber, die ihre Eisscholle und ihr Leben verlangen…

Ice Age - Voll verschobenWie bei jedem neuen Ice Age Film stellt man sich wie immer die Frage, wer wohl der kreative Regisseur hinter dem neusten Werk sein wird. Bekannt aus seinem Debütfilm „Horton hört ein Hu“ und den beiden Kurzfilmen „Scrat’s Continental Crack-Up“ und „Scrat’s Continental Crack-Up: Part 2“ qualifizierte sich Regisseur Steve Martino fast von alleine, konnte er doch trotz seiner wenigen Filme in erster Linie mit der überaus hohen Qualität seiner Arbeit überzeugen. Weniger überzeugend sind da schon die Drehbuchautoren Michael Berg (New Jersey Turnpikes) und Jason Fuchs (Flipper), die einerseits zwar eine durchaus witzige Geschichte konzipiert haben, andererseits nicht gerade vor Kreativität sprühen.

Bereits der Anfang von „Ice Age – Voll verschoben“ lehrt uns, dass alles was wir in der Schule über die Entstehung der Kontinente haben lernen können in Wahrheit doch absolut überholt erscheint, waren doch weniger Vulkanausbrüche für die Verschiebung der tektonischen Platten verantwortlich als vielmehr ein kleines Wesen namens Scrat, dass wie immer auf der Jagd nach einer Haselnuss war. Bereits hier deutet sich an das die besagte Geschichte von Michael Berg und Jason Fuchs komplett aus der Luft gegriffen erscheint, dreht sich danach doch im Grunde alles nur noch um die Reise unserer drei Freunde auf einer Eisscholle und deren Konflikt mit ein paar Piraten, bevor sie mit dem Rest ihrer Herde wieder glücklich vereint sind.

Ice Age - Voll verschobenBis es jedoch dazu kommt müssen unsere drei Freunde noch jede Menge Abenteuer bestehen, die qualitativ vom Humor in keiner weise den drei anderen Teilen nachstehen. Die kleinen witzigen Episoden von Scrat sind bereits vor Jahren zum Running Gag mutiert, unser kleiner pelziger Freund Sid ist noch immer das tollpatschige Großmaul und während Manny und Diego auf diesem aufzupassen versuchen, stößt ausgerechnet mit Sids Großmutter ein weiteres Wesen dieser Familie hinzu, die alles andere als pflegeleicht zu sein scheint. Natürlich bekommen unsere drei Freunde mit einem Haufen gemeiner Piraten erst einmal ganz ordentlich zu tun, doch auch Diego kann dabei eine Eroberung verbuchen, die wohl insbesondere in einem möglichen Ice Age 5 (?) die große Familie endlich komplettieren wird.

Natürlich werden sich nun einige fragen ob sich das 3D denn überhaupt lohne, die Antwort darauf kann nur mit einem eindeutigen JA beantwortet werden. Die Tiefe der Bilder ist wirklich gut gelungen, in einigen Szenen fliegen einem größere Körperteile (und Scrats Nase) nur so entgegen und auch sonst sind die Bilder äußerst Kindgerecht umgesetzt. Besonders gelungen sind neben den erwähnten Witzen und Abenteuern jene Stellen in denen Scrat zum Einsatz kommt. Egal ob dies am Anfang die Szene im Erdkern ist, jene bei den Sirenen oder gar am Ende mit Atlantis, die Ideen dahinter waren wirklich jedes Mal großartig.

Steve Martinos „Ice Age – Voll verschoben“ kann bis auf die nur wenig spannende Geschichte vollends überzeugen, was in erster Linie an unseren drei Helden, den vielen witzigen Ideen und den interessanten neuen Charakteren liegt.

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Wir vergeben daher 7 von 10 Filmpunkten.

Copyright: 20th Century Fox

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Ice Age 4 - Voll verschoben

Länge: 94 min

Kategorie: Animation, Adventure, Comedy

Start: 02.07.2012

cinetastic.de Filmwertung: (7/10)

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Ice Age 4 - Voll verschoben

Ice Age 4 – Voll verschoben

Geschrieben von Ronny Dombrowski

Länge: 94 min
Kategorie: Animation, Adventure, Comedy
Start: 02.07.2012

Bewertung Film: (7/10)

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