cinetastic.de - Living in the Cinema

Yoko

Geschrieben von Ronny Dombrowski am 11. Januar 2012

Auf einem verschneiten Pass hoch oben im Himalaya gerät ein LKW voll bepackt mit den seltensten Tieren ins Schleudern, nachdem sich vom Berg eine Lawine losgelöst hatte. Während der zwielichtige Großwildjäger Thor Van Sneider (Tobias Moretti) wütend seinen Wagen verlässt, tanzen Eiskristalle in der Luft und mysteriöse Fußspuren bewegen sich auf die offene Ladeklappe zu. Ungläubig vor dieser stehend knallt Sneider die Tür wieder zu, um den Termin mit Zoodirektor Kellermann (Justus von Dohnányi) möglichst nicht zu verpassen, ist er doch sein bester Abnehmer. Zurück in Deutschland beginnt Sneider mit dem entladen seiner Tiere, da kommt ihm etwas völlig unbekanntes entgegen und verschwindet im nu. Nur kurze Zeit später entdeckt die kleine Pia (Jamie Bick) in ihrem Baumhaus ein weißes zotteliges Tier, dass weder Hund noch Bär zu sein scheint. Das mysteriöse Wesen vor dem Pia sich anfangs noch fürchtet, entpuppt sich schon bald als ein Yeti namens Yoko, der mit magischen Fähigkeiten ausgestattet für allerhand Wirbel sorgen kann. Nicht nur, dass dieser liebend gern tiefgefrorene Fischstäbchen zu essen scheint, er ist genau der Freund, den sich Pia schon immer gewünscht hatte. Zusammen mit ihrer Schwester Marcella (Lilly Reulein), ihrem Freund Lukas (Friedrich Heine) und ihrer Mutter Katja (Jessica Schwarz) versuchen sie Yoko vor Van Sneider zu schützen.

YokoBasierend auf der gleichnamigen Kinderbuch-Serie von Knister (Ludger Jochmann) erschuf Regisseurin Franziska Buch (Hier kommt Lola!) ein Märchen aus Freundschaft und einem gar wunderbaren Wesen, dass bei Klein und Groß gleichermaßen für Aufsehen sorgen soll. Mit Hilfe der Drehbuchautoren Gerrit Hermans (Herzschlag – Das Ärzteteam Nord), Claudia Boysen (Ein Goldfisch unter Haien) und Knister, widmet sie sich nach ihren Leinwanderfolgen „Emil und die Detektive“ und „Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eulen“ ihrem nächsten großen Kinderfilm, der ebenfalls die dritte Leinwandadaption für Knister bedeuten soll. Nach „Hexe Lilli – Der Drache und das magische Buch“ und „Hexe Lilli – Die Reise nach Mandolan“ soll es für Knister nun endlich an der Zeit sein, dass mit Yoko auch sein zweiter großer Held der beliebten Kinderbuchserie die Leinwand betreten darf.

Eingefleischte Leser Knisters Yoko Kinderbücher dürften sich bei „Yoko“ sofort wie zuhause fühlen. Obwohl „Yoko“ Motive aus den drei bereits erschienenen Bücher „Wer verflixt ist Yoko“, „Yoko mischt die Schule auf“ und „Yoko und die Gruselnacht im Klassenzimmer“ aufgreift, steht der Film dennoch komplett für sich. Bekannte Charaktere wie Pia, van Sneider und natürlich Yoko sind wieder dabei, es gibt allerdings auch jede Menge neues. Mit Marcella bekam Pia eine jüngere Schwester – was vor allem abgerundeter wirkt – und mit dem kleinen Roboterhund bekam van Sneider ein mechanisches Tier an die Seite, wo doch grade er am wenigsten Tiere ausstehen kann. Beide Neuerungen wirken frisch, spannend und werten die Geschichte im positiven Sinne auf.

YokoDie tragenden Figuren der Geschichte sind natürlich wieder die Kinderdarsteller, welche sich alle nicht nur ordentlich Mühe zu geben scheinen, sondern auch insgesamt mehr als überzeugen können. Ob dies nun Jamie Bick in der Rolle der Pia ist, Lilly Reulein (Dahoam is dahoam) als ihre kleine Schwester oder Friedrich Heine (Glückstreffer – Anne und der Boxer) als Lukas, die Darstellung ihrer Figuren ist ohne Tadel und kann insbesondere die kleineren Besucher unterhalten. Wer hier jedoch auf keinen Fall unerwähnt bleiben darf, ist der unbekannte kleine Darsteller in der Yoko Puppe. Bei einer nur Kindergroßen Puppe musste er unter engsten Voraussetzungen in der Puppe ausharren, diese mit kleinen Motoren um seinem Kopf schwirrend Haargenau bewegen und das, obwohl er nur durch die winzigen Nasenlöcher Yokos sehen konnte, eine beachtenswerte Leistung!

„Yoko“ ist eine gelungene Leinwandumsetzung der bereits erschienenen Bücher von Knister und kann insbesondere Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren wirklich gut unterhalten. Einzig der Yoko-Song dürfte für den einen oder anderen (Erwachsenen) doch sehr gewöhnungsbedürftig sein…

  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1

Wir vergeben daher 6,5 von 10 Filmpunkten.

Copyright:

Kommentare

Keine Kommentare vorhanden.

Mit Facebook Anmelden um zu Posten!

Anmelden
Yoko

Länge: 102 min

Kategorie: Adventure, Comedy, Family

Start: 16.02.2012

cinetastic.de Filmwertung: (6,5/10)

  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1

Leser Filmwertung: (nan/10)

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10

Film bewerten!

Gewinnspiele

Gewinne Kinokarten, BluRays, DVDs,
Fan Packages und mehr!

Gleich mitmachen

Info

Yoko

Yoko

Geschrieben von Ronny Dombrowski

Länge: 102 min
Kategorie: Adventure, Comedy, Family
Start: 16.02.2012

Bewertung Film: (6,5/10)

  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1
  • 1

Leser Filmwertung: (nan/10)

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10

Film bewerten