Der junge Albert (Jeremy Irvine) lebt zusammen mit seinem Vater Ted (Peter Mullan) und seiner Mutter Rosie (Emily Watson) auf einem Bauernhof im britischen Devon, wo sie ihre kargen Felder versuchen zu bewirtschaften. Eines Tages kauft Ted bei einer Auktion einen feurigen Hengst, ohne dafür das nötige Geld zu besitzen. Das Pferd Joey ist eigenwillig, widerspenstig und eignet sich nicht im Traum für die bevorstehende schwere Feldarbeit, doch kann Albert schon bald eine freundschaftliche Beziehung zu diesem aufbauen. Albert trainiert ihn die kommenden Wochen und Monate zu einem stattlichen Hengst, pflügt mit ihm den steinigen und trockenen Acker seiner Eltern und muss ihn doch beim sich ausbrechenden ersten Weltkrieg aus der Hand geben, als sein Vater diesen an einen britischen Kavallerieoffizier verkauft. Damit beginnt für Joey eine Reise durch die Schrecken des Krieges. Er zieht Ambulanzkutschen über das Schlachtfeld, hilft zwei deutschen Soldaten auf der Flucht, beflügelt die Träume eines französischen Mädchens und zieht schwere Kanonen den Berg hinauf…

GefährtenIn den letzten 10 Jahren muss man sich immer wieder eingestehen, dass die goldene Ära des Steven Spielberg (Schindlers Liste) scheinbar vorbei ist. Er hat mit Filmen wie “Super 8″ und “Die Abenteuer von Tim und Struppi” zwar durchaus sehenswerte Werke erschaffen, doch fehlten allen diesen Filmen dieser märchenhafte Touch, den man von seinen früheren Projekten gewohnt war. Mit “Gefährten” kommt er diesen früheren Filmen durchaus wieder einen Schritt näher, basiert seine neuste Verfilmung doch auf dem 1982 erschienenen Roman “Schicksalsgefährten” von Michael Morpurgo. Nachdem von diesem Buch bereits 2007 eine Adaption als Bühnenstück für das National Theatre in London entstand, widmete sich Spielberg nun der Leinwand Version für die ganze Familie. Mit Hilfe der Drehbuchautoren Lee Hall (Billy Elliot – I Will Dance) und Richard Curtis (Notting Hill) entstand ein Werk, das entgegen der Buchvorlage den Film aus einem völlig neuen Betrachtungswinkel sieht.

In der Hauptrolle der Geschichte ist nicht etwa der junge Albert, sondern sein Pferd Joey, welches wir in den verschiedensten Abschnitten seiner Reise begleiten. Im Fokus steht hier jedoch nicht etwa die Geschichte oder das Leid des Pferdes, sondern die Geschichte, wie Joey auf jeden einzelnen Menschen während seiner Reise unterschiedlich eingewirkt hat. Ob dies nun die zwei deutschen Brüder sind, denen durch Joey die (kurzfristige) Flucht gelingt, das Leben des britischen Kavallerieoffiziers oder die Szenen auf dem französischen Bauernhof, wo er dem kranken Mädchen wieder Hoffnung gibt. Die ergreifendste Szene ist aber gleichzeitig auch Spielbergs Meisterwerk, wenn Joey gefangen zwischen den Fronten im Stacheldraht liegt und zwei Soldaten von unterschiedlichen Seiten zu seiner Befreiung eilen und ihn mit Kabelschneidern aus diesen befreien.

GefährtenOhne Frage geht die Geschichte sehr in den Bereich den Kitsch und dennoch kann sie auf ihrer ganz eigenen Art und Weise überzeugen, wie sie mit Joey die verschiedensten zwischenmenschlichen Probleme und Dialoge anspricht und diese wiederrum in Bildern umsetzt. Obwohl Joeys Reise durch verschiedene – anfangs völlig unabhängige – Abschnitte gekennzeichnet ist, nutzt Spielberg dennoch immer die Fahne von Alberts Vater, die zum Symbol für die Trennung der Freunde und der steten Hoffnung auf ein Wiedersehen besteht. Neben den wunderbaren Bildern muss man bei “Gefährten” aber vor allem eine Person erwähnen, und das ist der fünfmalige Oscar Gewinner John Williams, der einen wirklich phantastischen Score komponiert hat.

Mit “Gefährten” gelingt Steven Spielberg eine wirklich gute Adaption von Michael Morpurgo’s 1982 erschienenen Roman “Schicksalsgefährten”. Obwohl die Geschichte unglaubwürdiger kaum sein kann und sie stellenweise schon sehr in Richtung Kitsch geht, entsteht ein durchaus sehenswertes Märchen mit einem talentierten tierischen Hauptdarsteller.

Sommer 1979 in der kleinen Stadt Lillian in Ohio. Die Mutter des 13 jährigen Joe Lamb (Joel Courtney) starb auf tragischer Weise in der Fabrik der nur 12.000 Seelen umfassenden Kleinstadt Lillian, woraufhin sein Vater (Kyle Chandler) – der örtliche Deputy – die erzieherischen Zügel kräftig anzieht. Joe’s liebste Freizeitbeschäftigung ist allerdings das drehen von kleinen Hobby Filmen auf Super 8, woraufhin er sich eines Nachts aus dem Haus schleicht, um mit seinen Freunden Charles (Riley Griffiths), Preston (Zach Mills), Martin (Gabriel Basso), Cary (Ryan Lee) und Alice (Elle Fanning) zum nahe gelegenen Güterbahnhof zu fahren. Dort angekommen, geht die letzte Zombie-Szene locker von der Hand, würde nicht plötzlich etwas vollkommen Unerwartetes passieren. Ein Mann (Glynn Turman) in einem Pick-Up-Truck fährt gezielt auf die Gleise und steuert direkt in den ankommenden Güterzug der US-Army, der daraufhin unter lauten Explosionen entgleist und das umliegende Gebiet in Schutt und Asche verwandelt. Ihre Kamera wieder aufsammelnd und völlig geschockt finden sie den sterbenden Dr. Woodward in seinem Wagen, der mit einer Waffe drohend die Kinder zu vertreiben versucht. Schon am nächsten Tag ist nicht nur das Zugunglück in aller Munde, sondern auch die damit verbundenen Folgen. Ein riesiges Team der US-Army bevölkert den Unfallort, sammelt merkwürdige Würfel ein und versucht Deputy Lamb mit allerlei unmöglichen Ausreden von der Ungefährlichkeit der Fracht zu überzeugen, doch diese Rechnung soll ohne die 6 Freunde gemacht worden sein…

Super 8In einer Zeit in der Zauberstab schwingende Helden und von Klischees triefende Vampire die Kinoleinwand beherrschen, gibt es zwei, die sich wieder ihren eigentlichen Wurzeln zurück erinnern. Regisseur und Drehbuchautor J.J. Abrams (Lost, Mission: Impossible III) und Produzent Steven Spielberg (Schindlers Liste, Der Soldat James Ryan) versuchen sich in ihrem ersten gemeinsamen Projekt, den Zauber der 70iger und 80igerJahre wieder einzufangen, der damals mit Filmen wie “Star Wars” und “E.T.: The Extra-Terrestrial” Millionen Fans in ihren Bann reißen konnten. Als Hommage an Spielbergs großartige Filme dieser Zeit, verlegt Abrams den Schauplatz dieser Geschichte in die späten 70iger Jahre, in denen die Welt noch nicht von Technik beherrscht war, sondern die Kinder noch mit allerhand eigenen Projekten ihre Freizeit gestaltet haben. Nachdem der letzte Sommer von einer wahren Marketing Flut über “Super 8″ heimgesucht wurde, haben insbesondere wir uns gefragt, was an diesem ganzen Hype wirklich dran ist.

Ganz im Zeichen der guten alten Jugendfilme wie “E.T.: The Extra-Terrestrial”, “The Goonies” und “Cloverfield” erschafft Abrams eine Geschichte die nicht völlig neu ist, jedoch mit ihrem ganz eigenen Charme aufwarten kann. Hier geht es nicht um eine technisierte Welt mit Handys und allerhand (unnützem) Schnickschnack, hier geht es um wahre Kinderfreundschaften, dem nachgehen gemeinsamer Hobbys und dem erforschen des unbekannten. Hierfür nutzt Abrams – mit sehr viel Liebe zum Detail – wirklich wunderbar konzipierte und atmosphärische Bilder von Kameramann Larry Fong (300, Watchmen – Die Wächter), die einerseits sehr dem Stil von “The Goonies” erinnern, andererseits aber auch einige Gemeinsamkeiten mit Abrams “Lost” aufweisen können.

Star von “Super 8″ sind natürlich die Jugenddarsteller Joel Courtney (Tom Sawyer & Huckleberry Finn), Riley Griffiths (The Haunting Hour: The Series), Zach Mills (Der fremde Sohn), Gabriel Basso (Alabama Moon – Abenteuer Leben), Ryan Lee (Meeting Evil) und Elle Fanning (Der seltsame Fall des Benjamin Button), welche allesamt mit ihrer kindlichen Unschuld und ihren leuchtenden Augen den Film auch völlig allein tragen könnten. Bemerkenswert hierbei ist allerdings, dass Abrams gezielt auf junge und nahezu unbekannte Talente vertraut hat, was ihm letztendlich auch in einer großartigen Performance gedankt wurde. Die erwachsenen Darsteller wie Kyle Chandler (King Kong) und Ron Eldard (Black Hawk Down) machen hierbei ihre Sache ebenfalls gut, können jedoch zu keiner Zeit aus dem Schatten ihrer Kinder ausbrechen. Insbesondere die Geschichte von Alice und ihrem Vater wirkt hierbei leider genauso konstruiert, wie die Differenzen zwischen Joel und seinem Vater, schade!

Super 8Ab dem 05.01.2012 bringt Paramount Home Entertainment das großartige Kinder- und Jugendabenteuer in euer heimisches Wohnzimmer und kann mit allerhand Überraschungen aufwarten. In den Sprachen Deutsch, Türkisch, Französisch, Spanisch und Italienisch liegt der Ton in 5.1 Dolby Digital vor, in Englisch sogar das weitaus bessere 7.1 Dolby True HD. Für Fans von zusätzlichem Material hat sich der Verleih diesmal allerdings so richtig ins Zeug gelegt, was viele Stunden Unterhaltung versprechen kann. In einem Audiokommentar von J.J. Abrams, Bryan Burk und Larry Fong bekommen wir zu fast jeder Szene des Filmes Hintergrundwissen präsentiert und insbesondere die 97 Minuten Featurettes, haben uns positiv überrascht. In diesen erzählen Abrams, Fong und Burk von ihren persönlichen Anfängen mit dem Super 8 Medium, zeigen uns einige Ausschnitte ihrer eigenen Filme von damals und weisen auf ganz kleine Besonderheiten hin, die damals noch wirklich schwer umsetzbar waren. Persönlicher Höhepunkt von “Super 8″ war für Abrams hier allerdings das Casting wie er selber berichtet, in denen sie mehr als 5000 Kinder gesichtet haben, um das perfekte und unverbrauchte Gesicht für ihre Rolle zu bekommen. Hierbei kann insbesondere Joel Courtney so einiges erzählen, für den die Rolle seine erste Leinwanderfahrung darstellen sollte. In einem kleinen Bericht wird auf “Steel Town” selbst eingegangen, das riesige Eisenwerk sowie die Arbeiten, um die Stadt zurück in die 70iger Jahre zu versetzen. Als letzter großer Bestandteil der Featurettes berichten die Designer von “Super 8″, wie schwer die Erschaffung des eigentlichen Monsters gewesen war. Hier lag das Problem weniger an der Erstellung an sich, als an den unterschiedlichen Ansichten von Abrams und Spielberg, die sich anscheinend einfach nicht einigen konnten. Neben einer “Entschlüsselung des Zugunglücks” bilden 14 deleted Szenes von insgesamt 13min Länge den Abschluss von wirklich sehr viel Bonus Material, dass sich für jeden Fan lohnen sollte.

Mit “Super 8″ ist Abrams zwar nicht das Meisterwerk gelungen, was uns die Medien glauben machen wollten, dennoch ist es ein spannendes Abenteuer zurück zu den Wurzeln der 70iger Jahre. Ein wirklich guter Kindercast überspielt so manche Schwächen in der Story und so entsteht und Kinder- und Jugendfilm, ganz im Zeichen von “The Goonies”. Für Kinder ab 12 Jahren kann ich hierfür nur meine Empfehlung vergeben.

 

Die Geschichte beginnt auf einem Flohmarkt, auf dem Tim (Jamie Bell) mit seinem Hund Struppi ein Modellschiff entdecken, welches Tim schon immer besitzen wollte. Bei diesem Schiff handelt es sich um die Einhorn, einem Dreimaster mit 50 Kanonen. Nachdem Tim dieses Schiff erworben hat, trifft er schon bald auf einen mysteriösen Mann, der ihm im Zusammenhang mit dem Schiff Unheil prophezeit. Nachdem dieser schließlich verschwunden ist, trifft Tim auf den nächsten Interessenten des Schiffes, doch auch diesmal ist es unverkäuflich. Zuhause angekommen bricht bei diesem schließlich ausversehen ein Mast ab, woraufhin das Geheimnis des Schiffes zum Vorschein kommt. Ein Rätsel auf einem Stück Pergament mit unverständlichen, aneinander gereihten Worten gilt es zu lösen, doch dies ist einfacher gesagt als getan. Kaum aus dem Haus heraus wird dies Pergament nicht nur vom besten Taschendieb der Stadt gestohlen, sondern auch Tim entführt. Zusammen mit seinem Hund Struppi landet er auf einem Schiff, auf dem sie auch den etwas grobschlächtigen und stets übellaunigen Kapitän Haddock (Andy Serkis) begegnen. Auf der nun folgenden Reise von der hohen See, über die sandigen Dünen der afrikanischen Wüste, beginnt eine unaufhaltsame Suche nach dem Schatz der längst vergessenen Einhorn…

Die Abenteuer von Tim & Struppi – Das Geheimnis der EinhornDie Geschichten von Tim und Struppi sind seit ihrer Entstehung in den 30iger Jahren weit über 250 Mio. Mal verkauft worden und sind in über 100 verschiedenen Sprachen erhältlich. Egal ob groß oder klein, jeder kam in seinem Leben irgendwie mit den Geschichten von Georges Remi (Pseudonym Hergé) in Berührung. Was liegt also näher, als diese Abenteuer auf ein Medium zu bringen, dass ihnen so lang verwehr geblieben ist? Genau diese Frage stellten sich auch die beiden, mit Abstand berühmtesten Regisseure der Welt, Steven Spielberg (Schindlers Liste, Der Soldat James Ryan) und Peter Jackson (District 9, Der Herr der Ringe – Die Gefährten). Bereits 1983 versuchte Spielberg zusammen mit Hergé einen Film auf die Beine zu stellen, doch dieser verstarb leider. Fast 30 Jahre hat es nun gedauert bis ein neuer Anlauf unternommen wurde. Spielberg holte Peter Jackson mit ins Boot, der sofort Feuer und Flamme war. Wie sagte er zu Spielberg so schön am Telefon: “Wenn du jetzt hier wärst, dann würdest du über meiner Schulter die komplette Serie von Hergés Büchern sehen können – ich wäre geehrt, wenn ich mit dabei sein dürfte”.

Die Abenteuer von Tim & Struppi – Das Geheimnis der EinhornWährend beide daraufhin fast 18 Monate mit der Vorbereitung verbrachten, nahm der Film gedanklich schon erste Formen an. Nicht nur das Hergés Meisterwerk in modernem 3D gedreht werden sollte, Spielberg und Jackson wollten einfach mehr. Das Ganze Projekt wurde im Performance-Capture verfahren erstellt, wobei echte Darsteller auf einer völlig weißen Bühne interagieren. Mehr als 100 Kameras nahmen hierbei jede Bewegung der Darsteller auf, sodass die Figuren im Film absolut realistisch wirken konnten. Dies jedoch reichte Spielberg noch immer nicht. Er bediente sich der noch recht jungen “Image-Based Facial Performance Capture” Technik, bei der jeder Darsteller noch einen Football Helm trug, der mit einer Kamera die ganze Zeit das Gesicht aufzeichnete. So erst bekam jede Figur in  “Die Abenteuer von Tim & Struppi – Das Geheimnis der Einhorn” die Möglichkeit, Emotionen so Detail getreu wie nur möglich wiedergeben zu können. Das Ergebnis daraus kann sich wirklich sehen lassen. Spielberg und Jackson präsentieren uns ein so unglaublich realistischen Film in einer 3D Welt von Hergé, dass man die ersten 5 Minuten kaum aus dem Staunen heraus kommt. Jede Bewegung, jeder Gesichtszug, einfach phänomenal.

Die Abenteuer von Tim & Struppi – Das Geheimnis der EinhornLeider bekommt der Zuschauer bei Performance-Capture nie mit, welchem Darsteller die Leistung zu verdanken ist. Die Rolle von Tim spielt Jamie Bell (Billy Elliot – I Will Dance, King Kong), Kapitän Haddock ist Andy Serkis (Der Herr der Ringe – Die Gefährten, Der Hobbit – Hin und zurück), Iwan Iwanowitsch Sakharin ist Daniel Craig (Cowboys & Aliens, Invasion) und Schulze und Schulze ist niemand geringeres als Simon Pegg (Shaun of the Dead, Hot Fuzz – Zwei abgewichste Profis) und Nick Frost (Attack the Block, Grindhouse). Eine großartige Leistung aller beteiligten Darsteller, in jeder Hinsicht hin.

Egal ob man mit Tim und Struppi aufgewachsen ist, ein Buch kennt oder gar alle, der Film ist ein wahres Meisterwerk. Die Geschichte ist unterhaltsam und wirklich lustig, technisch setzt er komplett neue Standards und die Figuren sind so gezeichnet, wie wir sie alle kennen. Eine absolute Empfehlung die man sich nicht entgehen lassen sollte.

 

Im Jahre 2020 hat der Boxsport den wir heute kennen schon lang ausgedient. Nicht spannend genug, zu wenig Gewalt, die Menschheit wollte mehr. So wurde Boxer Charlie Kenton (Hugh Jackman) noch vor seinem ersten Profikampf von 900kg schweren Hightech Robotern abgelöst, die sich fortan im Boxring prügeln. Kenton selber wechselte den Beruf vom Boxer zu Robot Steuernderen und treibt sich seitdem in verschiedenen Untergrundkämpfen umher. Neben all seinem sportlichen Talent hat Charlie jedoch eine große Schwäche, er handelt bevor er denkt. Dies trifft nicht nur auf seine erfolglosen Boxkämpfe mit Robotern zu, sondern auch auf seinen 11 Jahre alten Sohn Max (Dakota Goyo) den er damals mit seiner Mutter allein gelassen hat. Grade als Charlie wieder einmal alles verloren hat und ganz unten angekommen ist, taucht Max auf. Seine Mutter ist tot, Charlie soll das Sorgerecht übernehmen und verkauft dieses stattdessen für 50.000 Dollar an seine reiche Schwägerin. Einzige Bedingung, Charlie muss sich um Max für einen Zeitraum von 2 Monaten kümmern. So grundverschieden beide am Anfang noch sind, so finden sie mit Robotern schnell ein gemeinsames Hobby. Das Schicksal spielt ihnen “Atom” zu, welcher mit seinen einzigartigen Fähigkeiten der neue Star der Robot-Box-Szene werden könnte. Gemeinsam bauen und trainieren sie “Atom” und werden schon bald das unschlagbare Vater-Sohn Team, vor dem Charlie sein ganzes Leben Angst hatte…

Real Steel“Real Steel” basiert auf der Kurzgeschichte “Steel” von Richard Mathesons und stellt die Basis der Inspiration von Dan Gilroy (The Fall, The Bourne Legacy) und Jeremy Leven (Beim Leben meiner Schwester) dar. Das endgültige Drehbuch verfasste John Gatins (Lügen haben kurze Beine). Neben Produzent Steven Spielberg verstärken das Produzententeam Motion-Capture-Guru Robert Zemeckis (Zurück in die Zukunft), Shawn Levy (Der rosarote Panther, Nachts im Museum), Susan Montford (Shoot ‘Em Up) und Don Murphy (Transformers). Die Rolle des Regisseurs übernahm niemand geringeres als Shawn Levy persönlich.

Die Hauptrollen waren mit Hugh Jackman (Scoop – Der Knüller, X-Men), Dakota Goyo (Thor, The Guardians) und Evangeline Lilly (Lost, Der Hobbit – Eine unerwartete Reise) bestens besetzt. Hugh Jackman spielt seine Rolle wie gewohnt konsequent und kann auf ganzer Linie überzeugen. Eine wirkliche Überraschung war dagegen der kleine Dakota Goyo, der zuletzt als junger Thor seine erste wirklich große Kinorolle einnehmen konnte. In “Real Steel” übertrifft er diese Leistung noch einmal und trägt hauptsächlich dazu bei, dass neben dem Action geladenen Feuerwerk die eigentliche Vater-Sohn Geschichte nicht zu kurz kommt. Die Rolle von Evangeline Lilly ist hierbei zwar leider gering und unscheinbar, dennoch kann die “Lost” Schönheit die Seite von Charlie positiv bereichern.

Real SteelNeben der Vater-Sohn Geschichte zählt bei “Real Steel” natürlich nur eines und dies ist knallharte Action vom feinsten. Shawn Levy bediente sich hierbei der bereits aus “Avatar – Aufbruch nach Pandora” und “Planet der Affen: Prevolution” erfolgreich angewendeten Motion-Capture-Methode, bei der kein Green Screen sondern echte Boxer gegeneinander antraten. Die Choreografie im Ring stammte hierbei von Garret Warren (Larry Crowne, Colombiana) und Ex-Boxweltmeister Sugar Ray Leonard. Zusätzlich unterstützt wird dies durch die wirklich gute Kameratechnik von Mauro Fiore (Das A-Team – Der Film, Avatar – Aufbruch nach Pandora), bei der man fast selbst mit Boxen möchte.

“Real Steel” bringt alles mit was gutes Popcorn Kino in diesen Tagen ausmacht. Zwei wirklich gute Darsteller in Form von Hugh Jackman und Dakota Goyo, ein gutes Drehbuch und wirklich sehr schöne Kämpfe. Wer hier großes literarisches Kino erwartet ist fehl am Platz, wer aber Spaß haben möchte, wird bestens unterhalten werden.

 

Nachdem Sam Witwicky (Shia LaBeouf) die Welt vor den Decepticons gerettet hatte, hat sich bei ihm einiges getan. Er ist noch immer mit seiner Freundin Mikaela (Megan Fox) zusammen und möchte sich in Zukunft wichtigerem widmen, dem College. Dafür lässt er seinen geliebten Bumblebee in der Garage stehen und auch Mikaela lässt er zurück, Fernbeziehung ich komme. Leider fällt beim Packen seiner Sachen ausgerechnet ein Splitter heraus, der vom Allspark übrig geblieben ist. Ruckzuck verwandeln sich die umliegenden Küchengeräte in bösartige Decepticons, woraufhin ihn Bumblebee in letzter Sekunde retten kann. Das Treiben bleibt allerdings nicht unbeobachtet, denn der uralte Decepticon “The Fallen” beobachtet dies alles aus dem Weltraum. “The Fallen” war in der Entstehung der Menschheit bereits auf der Erde, um von dort aus die Sonne zu vernichten. Leider schaffte er dies nicht, da im letzten Moment seine Brüder den Schlüssel zu einer tödlichen Waffe versteckten und sich selbst opferten. Seitdem ist “The Fallen” auf der Suche danach und ausgerechnet Sam weiß nun, wo sich dieser befindet. Mit der Berührung des Allsparks nahm Sam all sein Wissen auf und ist nun Zielscheibe aller Decepticons, denn die Sonne muss noch immer vernichtet werden…

Transformers - Die RacheBei dem Regisseur Michael Bay (The Rock – Fels der Entscheidung) streiten sich wie so oft die Geister. Einerseits sprechen wirklich großartige Filme für ihn wie z.B. “Transformers” aus dem Jahre 2007, andererseits sind uns noch immer Filme wie “Die Insel” oder “Pearl Harbor” in Erinnerung. Mit dem Überraschungserfolg “Transformers” verstummten viele seiner Kritiker, mit “Transformers – Die Rache” dürfte dies nun allerdings wieder vorbei sein. Wenn Bay ein Markenzeichen hat, dann sind dies seine Explosionen. Immer größer, immer lauter und irgendwie fügt sich dies dann alles zu einer Geschichte zusammen, oder wie in diesem Fall dann auch nicht. Zusammen mit seinen Drehbuchautoren Ehren Kruger (Der verbotene Schlüssel, Ring), Roberto Orci (Cowboys & Aliens, Star Trek) und Alex Kurtzman (Alias – Die Agentin, Selbst ist die Braut) versuchte sich Bay an einem Nachfolger, dessen Geschichte leider nach hinten los ging. Das Drehbuch rund um “The Fallen” mag klar und logisch erscheinen, dennoch gibt es immer wieder Momente in denen man sich unweigerlich fragen muss, was möchte Bay mir hiermit sagen? Teilweise reiht er Explosion an Explosion, fügt recht unsinnige Sub-Plots ein und versucht dies alles irgendwie in einem logischen Handlungsrahmen unterzubringen. Versteht mich nicht falsch, “Transformers – Die Rache” ist keinesfalls ein schlechter Film, er ist nur leider nicht mehr der großartige Film, wie wir es noch beim Vorgänger hatten. Bay hätte im Grunde nur zwei Dinge machen müssen, weniger Explosionen und den Film um 30min kürzen, fertig.

Die Hauptdarsteller aus dem Vorgänger sind zum Glück alle noch mit an Bord, allen voran der junge Shia LaBeouf (Transformers 3, Könige der Wellen) in der Rolle des Sam Witwicky. Seine Ausstrahlung und seine Art haben sich in keiner Weise verändert und seine Leinwandpräsenz ist noch immer überwältigend. Das von mir gelobte Zusammenspiel von John Turturro (Cars 2, Margot und die Hochzeit) in der Rolle des Simmons wurde weiter ausgebaut und teilweise reiht sich nun ein guter Lacher an den anderen, jedoch ohne dies zu überstrapazieren. Die Rolle von Megan Fox hat Bay wie nicht anders zu erwarten so belassen. Sie ist noch immer auf wenige Worte reduziert, wobei sie allerdings schärfer als sonst aussieht. Egal ob nun in Hot Pants oder locker luftigen Oberteilen, die Männlichen Zuschauer kommen auf ihre Kosten. Abgerundet wird dies diesmal noch mit einem wirklich ansprechenden Soundtrack für Liebhaber der Filmmusik. Egal ob Green Day, Nickerback oder Linkin Park, die Musik rockt!

Transformers - Die RacheIm Zuge der Aktion “ClubCinema wird blau!” bringt Paramount nach “Transformers” nun auch exklusiv “Transformers – Die Rache” auf Blu-ray im unteren Preissegment heraus. Natürlich habt ihr wie gewohnt alle Vorteile des Prämienprogrammes und könnt nun noch mehr messerscharfes HD erleben. “Transformers – Die Rache” kommt natürlich in Dolby Digital 5.1 daher und unterstützt die Sprachen Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch und Spanisch. Beim ersten Teil lag meine Kritik noch bei den durchwachsenen Blu-ray Extras und auch bei der Fortsetzung muss ich diese Kritik erneut anbringen. Wir haben diesmal lediglich den Audiokommentar von Regisseur Michael Bay und den Autoren Roberto Orci und Alex Kurtzman. Wo sind all die spannenden Berichte der Dreharbeiten rund um die Autobots?

 

In ferner Vergangenheit lebten auf dem Planeten Cybertron die Autobots (die Guten) und die Decepticons (die Bösen) Seite an Seite. Mit Hilfe des Allspark wurde allem Leben eingehaucht, bis ein fürchterlicher Krieg um ihn entbrannte. Unter dem Anführer Megatron wollten sich die Decepticons dem Allspark bemächtigen, dieser aber verschwand während des Krieges und gelang auf die Erde. Optimus Prime und Megatron begaben sich schließlich auf die Suche nach diesem Würfel. Auf der Erde der Neuzeit bekommt währenddessen der junge Sam Witwicky (Shia LaBeouf) von seinem Vater (Kevin Dunn) einen alten, herunter gekommenen Camaro geschenkt, der irgendwie eine Art Eigenleben zu haben scheint. Spätestens als Sam seine Traumfrau Mikaela (Megan Fox) nach Haus fahren möchte und nur noch romantische Musik aus dem Autoradio kommt, hat er seine erste böse Vorahnung. Wie sich herausstellt, hat Sams Urgroßvater damals den Allspark gefunden und diesen in die Obhut der geheimen Forschungseinrichtung Sektion 7 gegeben. Leider ist der Allspark nicht das einzige was Sektion 7 gefunden hat, denn der tiefgekühlte Megatron befindet sich ebenfalls dort. Eine unbarmherzige Jagt auf Sam beginnt und nur einer kann ihn beschützen, die Autobots unter ihrem Anführer Optimus Prime.

TransformersWenn Michael Bay (Bad Boys II, Armageddon – Das jüngste Gericht) Filmte dreht, ist der Großteil der Fans immer sehr gespalten. Zum einen versucht man sich an so großartige Film wie Bad Boys II zurück zu erinnern, zum anderen hatte man mit “Die Insel” noch einen der größten Flops des amerikanischen Kinos im Kopf, der fast 130 Mio. Dollar vernichtete. Mit „Tranformers“ war Michael Bay im Jahre 2007 wieder zurück auf der Leinwand und alle Kritiker durften sich im wahrsten Sinne des Wortes warm anziehen. Zusammen mit den Drehbuchautoren Roberto Orci (Mission: Impossible III, Die Legende des Zorro) und Alex Kurtzman (Die Insel, Fringe – Grenzfälle des FBI) holte er die erfolgreiche Trickfilm Serie der 80iger Jahre wieder zurück auf die Leinwand. Im Gegensatz zur Version von 1986 sollte diese allerdings nicht scheitern, und Bay hielt sich dran. Von dem Drehbuch mag man nun halten was man will, es erzählt die Geschichte von damals und ist in sich geschlossen. Woher der Allspark kam und warum die Autobots so aussehen wie sie aussehen, wird gar nicht erst erklärt, denn es wäre wohl sinnlos.

Mit Shia LaBeouf (Wall Street: Geld schläft nicht, Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels) in der Hauptrolle hat man wohl den Jackpot schlechthin knacken können. Er spricht die verschiedensten Generationen an, verkörpert teilweise den typischen Teenager und ist dennoch überaus witzig, sodass “Transformers” nicht zu einer 0815 Popcorn Action verpufft. Zusammen mit der bildhübschen Megan Fox (New York für Anfänger, Friends with Kids) bilden sie grade in der ersten Stunde des Filmes ein wirklich erstklassiges Team, welches so manchen Lacher erfolgreich anbringen konnte. Das die Rolle von Megan Fox hierbei an Oberflächlichkeit kaum zu überbieten ist, kann man hier aber kaum anlasten. Offensichtlich wurde sie (wen verwunderts) rein auf ihr Sex Appeal hin minimalistisch dargestellt. Erwähnenswert ist hierbei noch die Rolle von John Turturro (Die Entführung der U-Bahn Pelham 1 2 3, Monk) als verkappter Agent Simmons. Überaus witzige Darbietung in welcher ich ihn gern öfters sehen wollen würde.

TransformersIm Zuge der Aktion “ClubCinema wird blau!” bringt Paramount nun “Transformers” exklusiv auf Blu-ray und verbindet das wie immer mit dem allseits beliebten Prämienprogramm. “Transformers” erscheint hierbei natürlich in messerscharfem HD und Dolby Digital 5.1 in den Sprachen Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch und Spanisch. Leider sind hierbei die Extras der Blu-ray etwas kurz gekommen. Neben dem Audiokommentar von Michael Bay haben wir lediglich das Heads up Display sowie die BD-Live-Features. Hier muss man eindeutig sagen, weniger ist nicht immer mehr!