Young Adult
Einst war Mavis Gary (Charlize Theron) das begehrteste Mädchen der gesamten Highschool. Die attraktivsten Jungs waren verrückt nach ihr, die Welt stand ihr offen und so zog es sie in die Großstadt Minneapolis, wo sie als Ghostwritern einer begehrten Jugendbuchreihe bekannt wurde. Inzwischen ist Mavis 37 Jahre alt und ihr Leben gleicht einem Trümmerhaufen. Ihre Romanreihe wird eingestellt, sie ist frisch geschieden und auch sonst zieht das Leben mit viel zuviel Alkohol an ihr vorbei. Dies soll sich ändern, als sie eines Tages eine Email von ihrer Jugendliebe Buddy Slade (Patrick Wilson) erhält, welcher grade erst frisch Vater geworden ist und sie zu einer Feier einlädt. Mavis weiß was sie zu tun hat und heckt den verworrenen Plan, von Minneapolis zurück in dies kleine Nest Mercury zu fahren und Buddy aus dem spießigen Familienleben zu befreien, und natürlich an ihrer Seite den Rest seines Lebens zu verbringen. Die Rückkehr verläuft allerdings anders als erhofft. Buddy scheint als Familienvater glücklich zu sein, ihre alten Freunde scheinen sich kein bisschen geändert zu haben und ausgerechnet der wenig attraktive ehemalige Klassenkamerad Matt (Patton Oswald) bringt ihr das meiste Verständnis entgegen. Doch kein so guter Rat von Matt kann Mavis davon abhalten, Buddys Liebe zurückzuerobern…

Young AdultNachdem Jason Reitman (Juno, Up in the Air) im Jahre 2007 mit Juno wohl seinen größten Erfolg hat feiern können, ist es mit Ausnahme von George Clooney’s “Up in the Air” in letzter Zeit sehr ruhig um ihn geworden. Zeit also, dass Oscar Gewinnerin Diablo Cody (Jennifer’s Body – Jungs nach ihrem Geschmack) wieder zu ihm zurück kehrt, und ein ähnlich spannendes Drehbuch vorlegt, wie sie es zuletzt mit “Juno” tat. “Young Adult” als Romantic Comedy zu bezeichnen wäre vermessen, denn zum einen ist es dies nicht, zum anderen füllt Cody diese typischen Rollen nicht aus, die in aller Regel nur Durchschnittswahre basierend auf allerhand Klischees bedeuten. Mit einem durchaus witzigen Drama kann sie auch dieses Mal wieder überzeugen, was hauptsächlich an den wunderbar gezeichneten Charakteren liegt, als an einer überdurchschnittlich komplexen Story.

Mittelpunkt von “Young Adult” ist die 37 Jahre alte Mavis, die als Teenager einmal alles hatte und heute getrost als gescheiterte Existenz anzusehen ist. Damals war sie das bekannteste Mädchen der Schule, konnte jeden Jungen haben den sie nur wollte und jedes Mädchen wollte sein wie sie. Auch heute kann die noch immer gut aussehende Maven jeden Mann haben, aber ist das wirklich der Sinn ihrer Existenz? Frisch geschieden, als Ghostwriterin einer der begehrtesten Jugendbuchreihe kaum Beachtung findend, katalysiert sich ihr ganzer Ärger in die Email und das Foto von Buddys Baby, der frisch gewordene Vater. Sie erinnert sich an all die guten Zeiten ihrer Jugend zurück, weiß das sie nur mit ihm wirklich je glücklich war und beschließt einen Plan, der alles andere als freundlich gesinnt ist. Mit der Absicht Buddys Ehe zu zerstören und seine Liebe zurück zu gewinnen fährt sie nach Mercury – dem Ort ihrer Kindheit – den sie nicht nur nie Wiedersehen wollte, sondern wortwörtlich hasst. Natürlich gestaltet sich alles ganz anders und so trifft sie die zweite gescheiterte Existenz in dem ebenso alten Matt, den sie bisher nie beachtet hatte, obwohl dieser doch seinen Spind über Jahre genau neben dem ihren hatte. Zusammen erzählen sie sich ihr Leid, treffen gegenseitig auf Verständnis und vernichten mehr Alkohol, als so mancher Magen vertragen kann.

Young AdultFilme wie “Young Adult” die im Grunde nur einen roten Handlunsgfaden verfolgen und keinerlei weitere Sub-Plots besitzen, sind auf starke und überzeugende Hauptcharaktere angewiesen. Einer dieser Charaktere ist unweigerlich Charlize Theron (Monster), die eine wirklich einmalige Mavis spielt. Von Grund auf böse muss man diese Person eigentlich ablehnend gegenüber stehen, und dennoch hat man mit ihr fast Mitleid. Zum einen wünscht man sich, dass diese doch endlich erwachsen und vor allem glücklich wird, zum anderen muss man aber auch ihrer von Grund auf bösen Absicht ablehnend gegenüber stehen, die nur zum Ziel hat, eine Ehe scheitern zu lassen. Obwohl die Geschichte nicht sonderlich viel hergibt und mit Patrick Wilson (Insidious ) als Buddy einen nicht grade sympathischen Charakter hat, kann Theron doch grade in all den kleinen Dialogen überzeugen, die sie zusammen mit Patton Oswald (King of Queens) hat. Beide stehen völlig für sich, können auf ihre komplett gegensätzliche Art wirklich perfekt harmonieren und sind oftmals die Höhepunkte des ganzen Filmes. Man begleitet beide in ihren Erinnerungen an damals, wie sie fast freundschaftlich zusammen abhängen und langsam aber sicher – trotz ihres Alters – erwachsen werden.

“Young Adult” ist eine wirklich empfehlenswerte Komödie fern ab vom üblichen Hollywood Durchschnitt, welche durch zwei wirklich gute Hauptdarsteller getragen wird.

Offizielle Website zum Film: www.youngadult-derfilm.de

Beschreibung: Neues Haus, neues Glück: Für den Lehrer Josh Lambert (Patrick Wilson), seine Frau Renai (Rose Byrne) und ihre drei Kinder ist der Umzug die Erfüllung eines lange gehegten Wunschtraums. Die Freude währt indes nur kurz: Schnell wird der Familie bewusst, dass ihr neues Heim von düsteren Geistern heimgesucht wird.

Nach einem mysteriösen Unfall fällt ihr Sohn Dalton (Ty Simpkins) in ein Koma, das selbst die besten Ärzte vor ein Rätsel stellt. Mit einem erneuten Umzug wollen die Lamberts ihren Sohn retten und dem unablässigen Terror entfliehen. Doch dann müssen sie feststellen, dass es nicht das Haus war, auf das die Dämonen es abgesehen haben …
Laufzeit: 102 min
Kategorie: Horror, Thriller
Bewertung: 6/10

Nachdem sie mit Saw lange Zeit sehr erfolgrich waren, sind James Wan und Leigh Whannell mit einem neuen Film gemeinsam zurück. Das dieses Duo keine normalen Filme machen kann, beweisen sie auch wieder in ihrem neuen Werk. Insidious erinnert stellenweise an den guten alten Poltergeist aus den 80iger Jahren und lässt vergleichbare Filme aus jüngster Geschichte weit hinter sich. Die Protagonisten sind mit Patrick Wilson und Rose Byrne in jeder Minute recht überzeugend und auch der junge Ty Simpkins hatte gegen Ende des Filmes seine durchaus lichten Momente. Es mag daran liegen das man älter oder gar abgestumpfter wird, ich hätte mir etwas mehr dieser Schock-Momente gewünscht. Besonders auffallend und vor allem positiv muss ich bei Insidious aber den Story Verlauf hervorheben. Wenn ich sonst oftmals nach 5 Minuten bereits weiß wie der Film ausgeht, so war ich dieses Mal positiv überrascht. James Wan und Leigh Whannell haben so sehr mit der Story und falschen Fährten gespielt, dass ich am Ende des Filmes eine durchaus interessente Auflösung präsentiert bekommen habe.