Schon in ihrer Kindheit musste die irische Colette (Andrea Riseborough) die blutigen Folgen des Nordirlandkonfliktes am eigenen Leibe erfahren, als ihr Bruder von britischen Sicherheitskräften auf offener Straße erschossen wurde. 20 Jahre später ist auch sie für die IRA tätig und deponiert grade einen Sprengsatz in einem Londoner U-Bahnhof, als diese von dem britischen Geheimdienst festgenommen wird. Ihr drohen 25 Jahre Haft, ein Gefängnis weit ab von Irland und die Gewissheit, ihren Sohn für lange Zeit nicht mehr Wiedersehen zu können. Der Geheimdienstagent Mac (Clive Owen) stellt sie vor die Wahl, entweder sie arbeitet als Undercover Agent für diese und spioniert ihre eigene Familie aus, oder sie geht für besagte 25 Jahre hinter Gittern. Colette lässt sich auf dieses gefährliche Spiel ein, bedeutet es doch einerseits die Beziehung zu ihrem Sohn aufrecht zu erhalten zu können, andererseits aber auch, dass sie von den eigenen Leuten jederzeit des Verrats beschuldigt und kaltblütig ermordet werden könnte. Es beginnt ein gefährliches Doppelspiel, an dessen Ende nichts mehr so sein wird, wie es einmal war…

Shadow DancerDer Nordirlandkonflikt wurde bisher in den verschiedensten Variationen versucht aufzubereiten, selten aber durch die Augen einer Frau. Genau dies versucht nun Regisseur James Marsh (The King), welcher in der Adaption des Buches von Tom Bradby eine ganz eigene Geschichte entwickeln lässt, die in erster Linie weniger die Schrecken des Krieges zeigt, als die inneren Konflikte von Colette. Schriftsteller und Drehbuchautor Tom Bradby wurde hierbei persönlich die Ehre zuteil, seinen eigenen Roman als Drehbuch umzusetzen und somit zu garantieren, dass dieser möglichst wenig vom Buch abweicht und in seinem Interesse verfilmt wird.

25 Jahre ins Gefängnis oder die eigene Familie verraten, diese Entscheidung würde so leicht wohl niemand treffen wollen. Auf der einen Seite haben wir die Überzeugung für die Gründe des Nordirlandkonfliktes, wurde doch ihr eigener Bruder im Kindesalter getötet, auf der anderen Seiten der Wunsch, ihr eigenes Kind nicht zu verlieren. In diesem Dilemma stehend, geht es in erster Linie um ihre eigenen Gewissenskonflikte für und gegen ihre Familie, die nicht nur in einem gefährlichen Doppelspiel zu gipfeln scheinen, sondern schon frühzeitig den Verdacht einer missglückten Operation auf sie selbst fallen lässt. Der IRA Anführer Kevin Mulgrew (David Wilmot) sitzt dieser immer im Nacken, wohl wissend das dieser nicht davor zurückschrecken würde, sie kurzerhand zu beseitigen, obwohl ihre Brüder Conner (Domhnall Gleeson) und Gerry (Aidan Gillen) loyale Offiziere in seiner Untergrundbewegung sind.

Shadow DancerVor ähnlichen Problemen steht aber auch Mac, der Colette nicht nur dazu überreden konnte, sondern gleichzeitig auch ein gewisses Verantwortungsgefühl ihr gegenüber vertritt. Mac muss jedoch mit ansehen, wie seine ganze Operation durch interne Machenschaften des MI5 zunichte gemacht werden, nur um eine weitere Agentin zu schützen. Das Leben seines Agenten steht auf dem Spiel und zusätzlich das Leben ihres Sohnes, was soll er nur machen? Mit ähnlichen Gewissensbissen plagend wie Colette beschließt dieser, sie und ihren Sohn außer Landes zu bringen, doch dazu soll es niemals kommen. Marsh legt in diesem durchweg soliden Thriller von Verrat und Verantwortungsbewusstsein gleichermaßen seinen Fokus weniger auf die Geschichte an sich, als auf den inneren Machtkampf, der in Collete zu entstehen droht. Immer wieder muss sie die Seiten abwägen, immer wieder muss sie auf Fehler bedacht sein, die ihr unterlaufen könnten, immer wieder hat sie nur das Leben ihres eigenen Sohnes im Kopf, der doch das wichtigste in ihrem Leben darstellen soll. In der Rolle der Colette sehen wir hierbei eine durchweg solide Darbietung von Andrea Riseborough (Johnny English – Jetzt erst Recht ), welche die innere Zerrissenheit nicht nur hervorragend transportieren kann, sondern diese auch wahrhaftig auslebt. Leider ist diesmal insbesondere die Rolle von Clive Owen (Trust) weniger geglückt, steht er doch fast die ganze Zeit wie ein Schatten seiner selbst komplett neben sich. Nie hatte man das Gefühl er müsse oder wolle Colette schützen, nie sah man die totale Überzeugung dafür, dass er einfach einen Schritt weiter gehen müsse, um diese zu retten. Erwähnenswert wären hier noch die Überaus starke Darbietung von David Wilmot (The Guard – Ein Ire sieht schwarz), der jederzeit wie eine ständige Bedrohung im Raum zu schweben scheint.

“Shadow Dancer” ist ein solides Werk mit der einen oder anderen Unstimmigkeit in der Geschichte, der dennoch einen Großteil seiner 100 Minuten unterhalten kann. Wer eher auf Action als auf innere Konflikte steht, könnte hierbei allerdings enttäuscht den Kinosaal verlassen.

Zwei Städte, zwei Familien. Der achtjährige Juan (Izán Corchero) denkt sich für sein Leben gern Gruselgeschichten aus, die er seiner Mutter abends am Bett vorließt. Eines Tages jedoch soll sich einer seiner Geschichten bewahrheiten, als ein Mann ohne Gesicht in seinem Zimmer erscheint, um ihm das seinige zu rauben. Denselben Mann sieht auch die zwölfjährige Mia (Ella Purnell), die zusammen mit ihrem Vater John (Clive Owen) und ihrer Mutter Susanna (Carice van Houten) in einer kleinen Stadt Englands wohnt. Auch sie sieht den Mann ohne Gesicht, der sich Nacht für Nacht in den Schatten ihres Zimmers zu verstecken versucht. Nachdem ihr Vater diese Erscheinung anfangs noch als Albtraum abzutun versucht, muss er sich dieser schon bald selber erwehren. Mit einem ausgeklügelten Sicherheitssystem und mit Hilfe der Polizei versucht er diesem Eindringling Herr zu werden, während sich Juans Mutter in Spanien lieber kirchlichen Hilfe bedient. Beide werden jedoch scheitern, aus einem ganz einfachen Grund…

IntrudersEin jeder von uns kennt die Geschichten vom schwarzen Mann und ein jeder hat als kleines Kind zumindest einmal geglaubt, dass etwas oder jemand einem in seinem kleinen Zimmer des Nachts beobachtet. Diese Ängste greift der spanische Regisseur Juan Carlos Fresnadillo (Intacto) in einem soliden Horror Thriller wieder auf, indem er die Geschichte in einer völlig neuartigen Art und Weise versucht zu erzählen. Vier Jahre nach seinem erfolgreichen Werk “28 Weeks Later” ist er nun also zurück, um uns das Fürchten erneut zu lehren. Mit Hilfe der Drehbuchautoren Nicolás Casariego (Y decirte alguna estupidez, por ejemplo, te quiero) und Jaime Marques (Noche de reyes) erschafft er eine Geschichte, die zu großen Teilen überzeugen kann. Während bei ähnlich Produktionen immer das Hauptproblem im Spannungsaufbau liegt, kann dieses Fresnadillo ohne Probleme langsam aber sicher steigern. Die Geschichte ist in Teilen hier zwar vorhersehbar, erschafft dennoch aber immer wieder neuartige Wendungen, um in einem überraschenden Finale zu enden.

Egal ob man Geistererscheinungen versucht wissenschaftlich zu lösen oder eher auf die Kirche – in dem Fall auf Daniel Brühl (Inglourious Basterds) – vertraut, fast immer sind beide Versuche zum Scheitern verurteilt. Diese Erfahrung muss auch Clive Owen (Children of Men) machen, der in der Rolle des Jahn Farrow eine Person spielt, welcher eine unglaubliche tiefe Bindung zu seiner Tochter über die Jahre aufgebaut hat. Diese Bindung ist schließlich der Auslöser dafür, dass er ihr nicht nur glaubt und vertraut, sondern sich auch vom Gegenteil überzeugen lässt. In einer eindrucksvollen Performance versucht er nun nicht nur seine Tochter zu retten, sondern auch sein Heim und die Privatsphäre seiner Familie zu beschützen. Die eigentlichen Helden dieser Geschichte sind aber einmal mehr die Jugenddarsteller Ella Purnell (Alles, was wir geben mussten) und Izán Corchero (Doctor Mateo), welche beide den Film ihre ganz eigene Note verleihen.

IntrudersSo überzeugend hier auch die Geschichte und die Performance der Darsteller ist, so altbacken sind leider die Ideen bezüglich der Umsetzung. Während man mit dem Gesichtslosen Mann noch ein Objekt ohne Konturen hat, der auch nichts über den Ausgang der Geschichte schon vorweg verraten könnte, so ist die Umsetzung dieses Mannes alles andere als gelungen. Mit den typischen knarrenden Geräuschen aus dieser Art von Film kündigt auch er sich an und auch sonst gibt es nur wenig, was einem das Fürchten lehren würde. Nur Fresnadillo’s wirklich guten Spiel mit dem Licht ist es zu verdanken, dass das gesichtslose Etwas immer nur in einer Ecke zu erahnen, nie aber zu sehen ist.

“Intruders” kann mit einer soliden Geschichte und mit einem wirklich überraschenden Finale überzeugen. Die Performance der Darsteller ist gut, die Umsetzung des Filmes ausreichend und doch kann er sich letzten Endes nicht von vergleichbaren Werken abheben, die ihn eventuell zu etwas Besonderes hätte werden lassen. Für Fans von Horror-Thrillern ist er den einen oder anderen Blick wert, alle anderen sollten es sich – in Anbetracht der momentan wirklich hervorragenden Auswahl an Filmen – genau überlegen.

Die 13 jährige Annie (Liana Liberato) steckt mitten in der Pubertät und wird somit mit Problemen konfrontiert, wie sie tagtäglich wohl Millionen von Kindern erleben. Während sich ihr Vater erneut in die tiefen seiner neuen Werbekampagne vergräbt, kümmert sich die Mutter lieber um Annies bald ausziehenden Bruder. Allein gelassen flüchtet diese sich in die Weiten des Internets und lernt in einem Chatroom den 16 Jahre alten Charlie kennen, der nicht nur ihr Interesse zu teilen vorgibt, sondern sie auch versteht. Schon bald stellt sich heraus, dass Charlie nicht 16 ist, sondern bereits 20. Annie überlegt kurz und vergibt ihm kurz darauf doch schon wieder seine Lüge. Als dieser sich kurz darauf bereits als 25 ausgibt, überlegt sie schon ein wenig länger, doch auch dieses Mal kann Charlie sie mit seinen umschmeichelnden Worten überzeugen. Als ihre Eltern schließlich ein Wochenende verreisen, schlägt Charlie ein erstes gemeinsames Treffen vor, dass sie kaum erwarten kann. Beim Treffpunkt im Kaufhaus trifft diese dann aber schließlich der Schock, als Charlie ihr begegnet. Ein Mann von guten 35 Jahren steht vor ihr und sie kann es kaum fassen, verbringt aber dennoch den Nachmittag und die kommende Nacht mit diesem. Als schließlich ihre Eltern von der Polizei über diesen Vorfall informiert werden, beginnt für alle eine grauenhafte Zeit. Während Annie die Vergewaltigung mit Liebe verwechselt, ist es vor allem ihr Vater Will, für den es nur eines zu geben scheint, Rache!

Trust - Die Spur führt ins NetzIn einer Zeit in welcher die Bundesregierung über Stop-Schilder und Internetführerscheine diskutiert, präsentiert uns der aus der Fernsehserie “Friends” bekannt gewordene David Schwimmer (Madagascar) in seinem zweiten Langspielfilm ein Thema, welches sich tagtäglich in ähnlicher Form im Internet abspielt. Zusammen mit den Drehbuchautoren Andy Bellin (Lovelace) und Robert Festinger (In the Bedroom) erschafft er mit “Trust – Die Spur führt ins Netz” einen Film, der nicht einmal mehr die Rolle der Täter genauer beleuchtet, sondern jene der Opfer. In einem packendem Drama sehen wir hier, wie sich Pädophilie zielgerichtet ihre Opfer in Chaträumen des Internets suchen, sich als Personen in deren Alter ausgeben und so langsam aber sicher ein Netz aus Vertrauen aufbauen, bis diese wie eine Spinne über ihr Opfer herfallen.

Für diese Inszenierung bewegt sich David Schwimmer immer konstant auf zwei Ebenen. Einerseits zeigt er uns die leicht verstörte Gefühlswelt der von Liana Liberato (Trespass) gespielten Annie, zum anderen geht er auf die damit verbundenen Probleme der Eltern ein, gespielt von Clive Owen (Children of Men, Inside Man) und Catherine Keener (Being John Malkovich, Die Dolmetscherin). Während Annie in Charlie ihren ersten richtigen Freund sieht, ist es vor allem die damit verbundene nicht rationale Denkweise, die damit einhergeht. Obwohl diese einer für viele offensichtlichen Vergewaltigung unterlag, flüchtet sie sich immer wieder in Ausreden wie Liebe und Seelenverwandtschaft, die ihr Charlie über mehrere Monate fast konstant versucht hat zu suggerieren. Erst als diese schließlich von den anderen Mädchen erfährt, denen es ähnlich erging, sieht sie die ganzen Ausmaße der Geschichte. Ganz anders dagegen gehen die Eltern mit dem Problem um. Während ihre Mutter Lynn sich endlich einmal um sie kümmert und sie versucht in die Rolle des Kindes zurück zu drängen, ist es vor allem ihr Vater Will, für den es nur Rache zu geben scheint. Unter falschem Namen macht dieser sich in Chatrooms auf die Suche nach Pädophilen und sieht auch plötzlich in seiner eigenen Werbekampagne, wie dicht oft jugendliche Werbeunterhaltung und Kinderpornografie zusammen liegen können.

Trust - Die Spur führt ins NetzIn einer wirklich guten Darstellung sieht man Liana Liberato nach “The Last Sin Eater” wieder auf der großen Leinwand mit einer Rolle, die man ihr alles andere als zugetraut hätte. In einer wirklich guten Performance zeigt sie uns eindrucksvoll die Gradwanderung zwischen Verblendung und Liebe, in einer Gefühlswelt ausgelöst durch Pubertät und eingeredeter Vernachlässigung. Für viele überraschend ist vor allem die Rolle von Clive Owen, war er bisher doch eher für seine Action lastigen Filme bekannt. Das er auch anders kann, zeigt er uns hier eindrucksvoll in “Trust – Die Spur führt ins Netz”, in welchem er zum einen den liebevollen, zum anderen den fast psychiatrischen Vater spielt.

“Trust – Die Spur führt ins Netz” mag in manchen Momenten schockieren und noch lange Zeit nach dem Ende des Filmes vorhalten, zeigt uns David Schwimmer aber dennoch ein Bild, welches Tag täglich in ähnlicher Form ablaufen kann und wohl leider auch ablaufen wird. Obwohl es dieser Film hier in Deutschland niemals auf die Kinoleinwand geschafft hat, präsentiert uns Koch Media ab dem 02.12.2011 die Blu-ray und DVD für das heimische Wohnzimmer. Der Film steht hierbei in den Sprachen Deutsch und Englisch zur Verfügung ist beinhaltet natürlich Dolby Digital 5.1. Bei dem Kauf der Blu-ray/DVD interessiert uns natürlich wie immer eines, und das ist das mitgelieferte zusätzliche Material. In einem 16 Minuten langen Making Of erzählt Regisseur David Schwimmer über die Hintergründe des Filmes sowie zur Idee der eigentlichen Entstehung. Teile des Making Of werden dann in den 14 Minuten Interviews mit Regisseur David Schwimmer und den Darstellern Clive Owen, Catherine Keener und Liana Liberato wiederverwendet, wobei natürlich auch einzigartige Passagen zu sehen sind. Den Abschluss bilden 3 Minuten Behind the Szenes mit exklusivem Blick auf die Dreharbeiten sowie 7 Minuten unveröffentlichte Szenen, die es leider nicht in den endgültigen Film geschafft haben.

Mexico 1979. Danny (Jason Statham) ist mit seinem Freund und Mentor Hunter (Robert De Niro) auf Position, um ihr neustes Target zu eliminieren. Alles läuft wie am Schnürchen bis Danny es nicht übers Herz bringt, einen 10 Jahre alten Jungen zu erschießen. In Folge dieser Unaufmerksamkeit trifft ihn selber eine Kugel und er kann schwer verwundet fliehen. Er beschließt, dass dies nun sein letzter Job gewesen ist und setzt sich in Australien zur Ruhe. Das folgende Jahr verbringt er zusammen mit der Farmerin Anne (Yvonne Strahovski) bis ihn unerwartet Post erreicht. Sein Freund Hunter ist in Gefangenschaft und nur er kann ihn retten. In Oman angekommen stellt er schnell fest, dass Hunter einen Job für 6 Mio. Dollar angenommen, nicht aber beendet hat. Dannys einzige Chance ist nun, dass er den Auftrag des sterbenden Scheichs erledigt und 3 ehemalige Agenten der British Special Air Service (SAS) zu eliminieren. Obwohl dies nicht schon schwer genug ist, so muss er ebenfalls ein Geständnis von allen erzwingen und ihren Tod wie einen Unfall erscheinen lassen, der Spaß kann also beginnen…

Killer EliteNachdem Gary McKendry im Jahre 2004 eine Oscar-Nominierung für “Everything in This Country Must” bekam, ist es sehr ruhig um ihn geworden. Nun ist er mit “Killer Elite” zurück, welcher weitestgehend auf den Roman “The Feather Men” von Ranulph Fiennes aus dem Jahre 1991 basiert. “The Feather Man” schlug in Großbritannien wie eine Bombe ein, da er aufgrund Ranulph Fiennes langer SAS Karriere als wahr gilt, dennoch aber konsequent vom britischen Parlament verleugnet wird. Für “Killer Elite” hat Gary McKendry ihn ein wenig aufgefrischt und in erster Linie Leinwandtauglich gemacht. Wir sehen also weitaus mehr Spannung und vor allem weitaus mehr Action, als dies im Buch geschildert wurde.

In der Hauptrolle haben wir den wohl beliebtesten Action Helden der letzten Jahre, Jason Statham (Transporter, The Expendables). Statham ist in seiner Rolle als Attentäter wie immer überzeugend und die Kämpfe sind sehr gut choreografiert. Verglichen mit “The Mechanic” oder “Transporter” ist letzteres hier aber eher stark gekürzt. Die Fights sind meist kurz und prägnant und lassen Statham schon fast als den tragischen Helden dastehen, als den taffen Killer . Mit Clive Owen (Intruders, Shoot ‘Em Up) in der Rolle des Spike hat Statham einen nicht weniger begabten Gegner des SAS gegen sich. Etwas enttäuschend fand ich den Auftritt von Robert De Niro (Casino, Heat). Zum einen hatte er entgegen des vielversprechenden Trailers nur eine Nebenrolle, zum anderen war er grade in dieser völlig Glanzlos. Wo ist der De Niro hin, der uns in vergangenen Filmen immer die wahre Größe des Hollywood Darstellers zeigen konnte?

Mit “Killer Elite” kann Gary McKendry einen zweiten Film seiner Vita hinzufügen, der sich durchaus sehen lassen kann. Verglichen mit den letzten Statham Filmen kann ich für mich nur sagen, besser wie “Blitz” aber schlechter wie “The Mechanic”. Nach den wirklich großartigen Trailern hätte ich einfach mehr Action erwartet und keinen, teils seicht dahinplätschernden Action Thriller wie eben diesen hier.