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The Amazing Spider-Man 2

Geschrieben von Ronny Dombrowski am 12. April 2014

The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro

Als vor etwa zwei Jahren das Remake „The Amazing Spider-Man“ in die Kinos kam und die bereits bekannte Geschichte noch einmal komplett von vorn aufbereitet wurde, fragten sich nicht wenige Zuschauer was dies überhaupt solle. Besagte Kritik verschwand schon bald im Hintergrund, denn der neue Spiderman war nicht nur wesentlich erwachsener als der bekannte, er legte auch komplett dies Milchbubi Image ab, dass insbesondere Tobey Maguire in allen Filmen anhaftete. Mit „The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro“ bringt Sony Pictures nun den erhofften Nachfolger in die deutschen Kinos, wo diesmal nicht nur der beliebte Wandkrabbler, sondern insbesondere sein Gegner Elektro zu unterhalten versteht.

The Amazing Spider-Man 2: Rise of ElectroSeit dem Tod von Captain Stacy (Denis Leary) ist viel Zeit für Peter Parker alias Spiderman (Andrew Garfield) vergangen, doch obwohl er diesem damals versprach sich von dessen Tochter Gwen (Emma Stone) fern zu halten, gestaltet sich dies alles andere als einfach. Peter pflegt noch immer Gefühle für diese, beobachtet sie von Hoch oben aus der Luft, doch mehr ist einfach nicht gestattet, quälen ihn doch nach wie vor Schuldgefühle. Am Ende des Highschool Abschlusses kommt es schließlich zur endgültigen Trennung der beiden, doch auch diese soll nicht lange anhalten. Bei einem erneuten Wiedersehen bei dem beide ihre Gefühle offen auf den Tisch legen kommt es am Times Square jedoch zu einem unerwarteten Zwischenfall, denn dort wütet bereits der ehemalige Oscorp-Techniker Max Dillon (Jamie Foxx), der kurz zuvor bei einem Unfall mit Zitteraalen erst vollkommen entstellt und sogar getötet wurde. Dieser kann plötzlich jedwede Energie aufnehmen, mit Blitzen um sich schießen und wird so zur Bedrohung von Ganz New York, doch mit Peters ehemaligen besten Freund Harry Osborn (Dane DeHaan) kommt schon bald das nächste Problem auf ihn zu, denn dieser hat mit dem Tod seines Vaters nicht nur die Firma, sondern auch dessen Geheimnis geerbt…

Seit vielen Jahrzehnten bereiten die unzähligen Spiderman Comics Fans einen jeden Monat Freude, umso mehr war man auf den neusten Film gespannt, nachdem die damaligen mit Tobey Maguire in der Hauptrolle einfach nicht zu überzeugen wussten. Mit dem entsprechenden und recht fragwürdigen Remake versuchten die Verantwortlichen vor nunmehr zwei Jahren vieles zu berichtigen, doch obwohl man diesen vor allem als Einstieg für die Figurenzeichnung benötigte, wird doch zumeist erst der zweite Teil so richtig gut. Genau dies soll sich auch diesmal erneut bewahrheiten, denn unter der Regie von Marc Webb (The Amazing Spider-Man) entwickelt sich dieser zum bisher besten Spiderman Film den man im Kino hat sehen dürfen.

The Amazing Spider-Man 2: Rise of ElectroFür das entsprechende Drehbuch zeichnete sich diesmal das Autorenteam bestehend aus Alex Kurtzman (Star Trek), Roberto Orci (Transformers), Jeff Pinkner (Lost) und James Vanderbilt (White House Down) aus, die zwar nicht unbedingt mit einer komplexen Geschichte glänzen durften, dafür aber mit zahlreichen wirklich witzigen Dialogen. Wie in guter alter Comic Manier erleben wir den Wandkrabbler mit jeder Menge witziger Sprüche auf der Zunge, denn wenn dieser beispielsweise erst einmal an die Scheibe eines fahrendes Lasters klopft, Elektro mit Hilfe der Feuerwehr zu Leibe rückt oder einem kleinen Jungen einfach nur seine Windmühle mit Spinnenfäden repariert, kommt man unweigerlich für einige Sekunden gar nicht mehr aus dem grinsen heraus.

Die Geschichte selbst dreht sich im Grunde nur um die Beziehungsprobleme zwischen Peter und Gwen, um seine Schuldgefühle hinsichtlich ihres verstorbenen Vaters und natürlich rund um den Oscorp-Techniker Max, der nach einem Unfall mit unglaublichen Kräften im Leichenschauhaus erwacht. Das mag auf den ersten Blick für rund 140 Minuten etwas dünn erscheinen, doch neben dem Seitenarm rund um den Wiederauferstandenen Kobold soll doch vornehmlich die Action im Vordergrund stehen, wobei die Figuren bereits so platziert werden, dass dem eigenständigen Film „Sinister Six“ nichts mehr groß im Wege steht.

The Amazing Spider-Man 2: Rise of ElectroDie meisten werden sich an dieser Stelle wohl erneut fragen ob sich die entsprechende 3D Version wirklich lohnt, was an dieser Stelle nur bejaht werden kann. Bereits der Anfang kommt wirklich großartig daher, wenn unser Spinnenheld zwischen den Hochhäusern New Yorks entlangspringt, die Kamera immer wieder radikal nach unten dreht und wir so mit viel räumlicher Tiefe konfrontiert werden. Nicht weniger elegant wird dies in den zahlreichen Actionsequenzen genutzt, bei denen insbesondere jene hervorstechen, an denen Elektro beteiligt ist. Dies erinnert zuweilen ein wenig an einen mit Blitzen um sich werfenden Darth Vader, doch wer mit den Comics vertraut ist, wird dies schnell akzeptieren können.

Mit der Rolle des Elektro kann insbesondere Jamie Foxx (Django Unchained) seine Vielseitigkeit erneut dem Publikum präsentieren, denn obwohl dieser nach einigen wenigen Szenen schon bald komplett in blau dargestellt wird, vermag er doch jene Person glaubhaft zu verkörpern, die von ihren Kollegen alles andere als ernst genommen wird. Daraus ergibt sich insbesondere am Anfang des Filmes ein leichtes verschieben der Sympathien, denn obwohl Elektro definitiv zu den Bösen gezählt werden darf, drückt man diesem im ersten Duell mit Spiderman doch durchaus die Daumen. Ganz anders sieht dies bei Dane DeHaan (Lincoln) aus, der erneut Peters alten Freund Harry spielen darf und so langsam aber sicher in jene Rolle gedrängt wird, die früher seinem Vater oblag. Zuweilen kann man diesen aufgrund seines jugendhaften Aussehens jedoch kaum ernst nehmen, was sich auch mit fortschreitendem Krankheitsverlauf innerhalb des Films nur wenig verändert.

The Amazing Spider-Man 2: Rise of ElectroGanz anders sieht dies bei Andrew Garfield (The Social Network) aus, der in erster Linie mit viel Witz und einer gehörigen Portion Charme daherkommen darf, um einerseits sich der vielen Gegner zu entledigen, zum anderen aber auch um seine Traumfrau zurück zu erobern. Man merkt diesem den Zwiespalt zwischen der Rolle des Peter Parker und der des Wandkrabblers an, doch Garfield meistert beide mit Bravour. An seiner Seite darf natürlich auch diesmal Emma Stone (The Help) nicht fehlen, die nicht nur mit ihrem liebreizenden Lächeln die härtesten Männer zum schmelzen bringt, sondern die gleichwohl mit ihrer Figur der Gwen Stacy auch eine moderne Frau darstellt, die sich zu keiner Zeit unterkriegen lässt. Egal ob vorn mit Blitzen um sich geworfen wird, hoch oben der Grüne Kobold Bomben regnen lässt, sie ist immer mittendrin um gleichzeitig mit guten Sprüchen auf sich aufmerksam zu machen.

Marc Webb’s „The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro“ ist der zu erwartende große Sommerblockbuster den sich Comic Fans auf keinen Fall entgehen lassen sollten. Das 3D ist wirklich gut, die Actionsequenzen fabelhaft und Jamie Foxx in der Rolle des Elektro einfach nur eine Wucht. Man darf bereits jetzt auf den dritten teil gespannt sein, der am Ende bereits eingeleitet wird.

PS. Es gibt im zehnminütigen Abspann (man muss ja drei Songs unterbringen können…) diesmal keinen Hinweis auf einen weiteren Marvel Film, ihr müsst also nicht vergebens warten.

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Wir vergeben daher 8 von 10 Filmpunkten.

Copyright: Sony

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The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro

Länge: 141 min

Kategorie: Action, Adventure

Start: 17.04.2014

cinetastic.de Filmwertung: (8/10)

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Info

The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro

The Amazing Spider-Man 2

Geschrieben von Ronny Dombrowski

Länge: 141 min
Kategorie: Action, Adventure
Start: 17.04.2014

Bewertung Film: (8/10)

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