Geschrieben von: Ronny Dombrowski

Game of Werewolves

Game of Werewolves

Erzählungen von Werwölfen, Vampiren und Untoten gibt es bereits solang man denken kann, doch wo im Film dies oftmals mit überaus blutigen Geschichten aus dem Bereich des Horror Genres verbunden ist, gibt es seit dem überaus erfolgreichen “Shaun of the Dead” auch all jene Regisseure, die dies mit einer entsprechenden Parodie verbinden. Mit “Game of Werewolves” versucht nun der spanische Regisseur Juan Martínez Moreno nun ebenfalls in diesem Genre Fuß zu fassen, wenn er mit seinen Werwölfen ohne Frage ein Werk kreiert, dass jenem von Edgar Wright ganz offen huldigt.

Der spanische Schriftsteller Tomas (Gorka Otxoa) reist in das kleine Dorf Argo in welchem er einen Großteil seiner Kindheit verbracht hat, doch anstatt sich mit dem Schreiben seines neuen Romans und einer Ehrung der Dorfbewohnter abfinden zu müssen, schlägt er sich schon bald mit einem Werwolf herum, der in den Katakomben tief unter der Scheune haust. All dies ist auf eine böse Baroness zurückzuführen mit der er verwandt ist, die vor genau einhundert Jahren einen vorbeifahrenden Zigeuner vergewaltigte, seine ganze Familie ermordete und kurzerhand von einer Hexe verflucht wurde. Natürlich wurde ihr Kind ab dem zehnten Lebensjahr zum Werwolf und der Fluch kann nur gebrochen werden, indem der Werwolf eine Person aus der Blutreihe der Baroness frisst. Zusammen mit seinem Kumpel Calisto (Carlos Areces) und dem angereisten Lektor Mario (Secun de la Rosa) versuchen sie nun den Fluch zu brechen und gleichzeitig einer ganzen Dorfgemeinschaft zu entkommen…

Game of WerewolvesDer spanische Newcommer Juan Martínez Moreno (Big Wendy) machte zuletzt im Jahre 2009 äußerst erfolgreich auf sich aufmerksam, als er mit “A Good Man” einen überaus spannenden Thriller kreierte, der sich mit einigen durchaus gelungenen Elementen von vergleichbaren Werken abzuheben verstand. In seinem neusten Werk “Game of Werewolves” versucht er auf jener Welle zu reiten mit der Edgar Wrights “Shaun of the Dead” ein neues Genre bildete und das Alejandro Brugués in “Juan of the Dead” erst in diesem Jahr erfolgreich als Hommage kopierte, als er die Regierung Kubas ordentlich mit Zombies aufzumischen begann.

Das der Vergleich mit “Shaun of the Dead” nicht ganz von der Hand zu weisen ist das weiß auch Juan Martínez Moreno und so versucht er erst gar nicht erst dies zu verheimlichen, wenn er in gleich mehreren Szenen ganz offen darauf hinzuweisen beginnt. Wir haben die typische Gruppe von diversen Vollidioten die alles versucht um das Werwolf Problem logisch anzugehen, dabei aber immer wieder über ihre eigenen Füße fällt. Egal ob das nun Schriftsteller Tomas ist der dem Werwolf geopfert werden soll, sein Jugendfreund Calisto der es am liebsten mit Schafen treibt oder Lektor Mario, der eine dämliche Idee nach der anderen ausheckt.

Game of WerewolvesDas dabei solch sonderbare Einfälle wie eine Teilopferung von Tomas entstehen verwundert dabei schon fast die wenigsten, wenn diese ihm kurzerhand einen Finger abschneiden, diesen mit einigen Gewürzen kurz anbraten und dann dem Werwolf servieren, müsste doch damit bereits auch schon der Fluch zu brechen sein. Natürlich wird dies kurzerhand vom kleinen Hund verhindert, der besagten Finger bis auf den Knochen abzunagen beginnt, weshalb Tomas schon bald nur noch acht an seinen beiden Händen zählen kann.

Das “Game of Werewolves” alles andere als ernst gemeint ist sieht man ebenso an der Darstellung der Werwölfe (Achtung: nun in der Mehrzahl…) die bestenfalls als Mischung zwischen Yeti und Gorilla anzusehen sind und bei denen in guter alter 50er Jahre Manier nicht das CGI dominieren soll, sondern sich Darsteller mit dickem Fell ordentlich abschwitzen dürfen. Jene Werwölfe sehen dabei so dermaßen unnatürlich aus, dass dies fast schon wieder lustig ist, wenn diese plötzlich mit gefühlten 200 Meter Sprüngen unsere kleine Gruppe verfolgen, wenn diese mit dem Auto fliehen.

Game of WerewolvesLeider ist bei alledem auch die eine oder andere Stelle im Film vorhanden, die man ohne weiteres um einige Minuten hätte kürzen können, gerade hinsichtlich dessen, dass die comichaft erzählte Geschichte im Vorspann später noch einmal eins zu eins nacherzählt wird. Gegen Ende kommen mit der Oma Rosa (Mabel Rivera) und dem Dorfpolizisten (Luis Zahera) noch zwei völlig neue Charaktere hinzu, die zwar die eine oder andere witzige Stelle haben, besagtes 104 Minuten Werk jedoch nur noch weiter unnötig in die Länge ziehen.

Ab dem 14. Dezember 2012 ist “Game of Werewolves” im Verleih von Senator Home Entertainment auf DVD, Blu-ray, 3D Blu-ray und Video-on-Demand im deutschen Handel erhältlich und für all jene zu empfehlen, die bereits “Shaun of the Dead” oder “Juan of the Dead” haben witzig finden können. Das Bild der Blu-ray ist mit 1080/24p gewohnt scharf und reich an Farben, während der Ton in DTS-HD 5.1 (DVD in Dolby Digital 5.1) in den Sprachen Deutsch und Spanisch gut abgestimmt auf die Boxen überzeugen kann. Wie immer waren wir insbesondere an den Extras des Mediums interessiert, doch liegt diesem bis auf einem Trailer nichts bei. Hier hätte man sich insbesondere ein Making Of mit Regisseur Juan Martínez Moreno gewünscht, um weitere Einblicke zur Entstehung des Filmes und zum Dreh zu erhalten.

Juan Martínez Moreno’s “Game of Werewolves” ist eine überaus unterhaltsames Werk das ähnlich wie besagter Film von Edgar Wright die Lachmuskeln ordentlich zum beben bringt. Leider hat der Film einige unübersehbare Längen im Drehbuch, wodurch ihm der ganz große Durchbruch leider verwehrt bleibt.

Start: 14.12.2012

Copyright: Senator Home Entertainment

Kategorie: Comedy, Horror

Länge: 98 min

Bewertung Film: (6,5/10)

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Bewertung Extras: (1/10)

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