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Der gestiefelte Kater

Geschrieben von Ronny Dombrowski am 29. April 2012

Der gestiefelte Kater

Der grüne Oger Shrek hat uns im vergangenen Jahrzehnt über vier Filme hinweg begleitet, bis sich DreamWorks schließlich mit Teil 4 dazu entschloss die Saga gebührend zu beenden. Obwohl das Franchise sicherlich auch noch einen fünften Teil hätte vertragen können und die Zuschauer diesen wohlwollend mit ihren Kinobesuchen finanziert hätten, wollte man neue Wege gehen ohne auf alt bewährtes zu verzichten. Mit dem gestiefelten Kater wurde also jene Figur aus dem Shrek Universum herausgepickt, die in der Vergangenheit den prägendsten Eindruck auf die Zuschauer hinterlassen konnte.

Seit Jahren ist der Gestiefelte Kater (Antonio Banderas) auf der Flucht und hetzt von Ort zu Ort, immer auf der Flucht vor dem Gesetzt. Vor vielen Jahren war er noch der gefeierte Held und Beschützer der Armen und Schwachen, bis ihn sein Freund Humpty Dumpty (Zach Galifianakis) schließlich bei einem Bankraub austrickste und ihn als gemeinen Dieb dastehen ließ. Während Humpty Dumpty den Dorfbewohnern in die Hände fiel, konnte der Gestiefelte Kater entkommen. Seitdem versucht er seine Unschuld zu beweisen und so kommt es ihm gerade recht, als er in einer schmierigen Spelunke von dem Gaunerpaar Jack (Billy Bob Thornton) und Jill (Amy Sedaris) erfährt, welche die magischen Zauberbohnen besitzen. Als der Gestiefelte Kater schließlich in das Hotelzimmer der beiden einsteigen will, bekommt dieser unliebsame Konkurrenz durch einen zweiten Kater. Nachdem beide sich ins Gehege kommen und sie schließlich flüchten müssen, kommt es in einer schummrigen Cantina zum…Tanz, denn dienstags müssen Auseinandersetzungen dort zu heißen Rhythmen und hüftschwingend ausgeführt werden. Bei diesem Duell entpuppt sich der vermeintliche Kater als die Dame Kitty Samtpfote (Salma Hayek), der heißesten Diebin des Landes. Zusammen mit Kitty und Humpty bildet der Gestiefelte Kater ein ungewolltes Team, um die magischen Bohnen endlich in seinen Besitz zu bekommen. Während Kitty und er sich wunderbar ergänzen, soll es doch ganz anders kommen, als dies geplant war…

Der gestiefelte KaterNachdem Multitalent Chris Miller (Sinbad – Der Herr der sieben Meere) bereits bei “Shrek – Der tollkühne Held” und “Shrek 2 – Der tollkühne Held kehrt zurück” als Drehbuchautor dabei war, bei “Madagascar” und “Monster vs Aliens” als Story Artist tätig werden durfte und schließlich sogar in “Shrek der Dritte” die Regie Position überreicht bekam war schnell klar, dass Miller auch für “Der gestiefelte Kater” die Best mögliche Wahl darstellen sollte. Leider kommt an dieser Stelle ein Sprichwort zum Einsatz für das Miller weit weniger etwas kann, denn wie immer verderben zu viele Köche den Brei. Mit den Drehbuchautoren Will Davies, Brian Lynch (Hop – Osterhase oder Superstar?), David H. Steinberg (American Pie präsentiert: Das Buch der Liebe), Tom Wheeler (The Cape) und Jon Zack (Voll gepunktet) haben wir gleich fünf Personen welche die Geschichte rund im den gestiefelten Kater konzipierten, die alles andere als originell anzusehen ist.

Der gestiefelte KaterWährend uns in dem wirklich guten 3D in “Der gestiefelte Kater” die Degen nur so um die Ohren sausen und sich jede Action Sequenz fast noch einmal selber übertrifft, ist die Geschichte rund um unseren Kater, seinem alten Freund Humpty Dumpty und Kitty Samtpfote auf weite Strecken einfach enttäuschend. Vielmehr versuchen sich die Autoren von einer Action Sequenz in die nächste zu flüchten, es jede fünf Minuten laut krachen zu lassen und dabei eine Geschichte von Verrat zu konzipieren, die schon am Anfang vorhersehbar gewesen ist.

Trotz der enttäuschenden Geschichte muss man zugeben das “Der gestiefelte Kater” trotz allem unterhalten kann, was nicht zuletzt an den zahlreichen witzigen Dialogen liegt, die eingebauten Märchen – welche man jedoch weit weniger auf die Schippe nimmt als in Shrek – und dem wirklich guten 3D. Wie in allen Filmen zuvor hat man auch diesmal auf wirklich namenhafte Hollywood-Stimmen zurückgreifen können, die einfach nur Spaß machen. Ob dies nun Antonio Banderas ist, Salma Hayek oder Zach Galifianakis, es passt einfach. Die deutschen Synchronstimmen müssen sich hier jedoch auf keinen Fall verstecken, wurden doch mit Benno Fürmann, Elton, Christian Berkel und Andrea Sawatzki durchweg talentierte Sprecher verpflichtet die zwar nicht gegen einen Banderas ankommen, jedoch auch überzeugen können.

Der gestiefelte KaterAb dem 26.04.2012 ist das Abenteuer des gestiefelten Katers auf Blu-ray, 3D Blu-ray und DVD im Handel erhältlich. Das Bild ist mit 1080/24p gestochen scharf, die Farben klar und die Konturen gut, wobei insbesondere die durchweg flüssigen und sehr schnellen Animationen überzeugen können. Auch beim Ton lässt die Blu-ray wenig Wünsche offen, ist dieser doch kräftig und wirklich gut abgemischt (Englisch Dolby TrueHD 7.1, Deutsch Dolby Digital 5.1). Wie immer haben wir unseren Fokus auf die Extras der Blu-ray gelegt, welche sich durchaus sehen lassen können. Mit auf der Blu-ray ist der 13 minütige wirklich lustige Kurzfilm “Die drei Diablos”, 90 Minuten “Die Animatoren Ecke” sowie optional einblendbaren “Fakten zum Film”. Darüberhinaus gibt es auf der Blu-ray wie auch der DVD die Special Features “Die Stimmen der Legende” (10min), “Entfernte Szenen” (8min), “Vom Kätzchen zur Katze” (12min), “Glitter Box Dance Off” (5min), “Klepto Kitty” (4min), “Kitty schlägt wieder zu” (eine Art DVD Spiel) sowie “Die Welt von DreamWorks Animation” (Trailer).

Mit “Der gestiefelte Kater” ist Chris Miller ein durchweg sehenswertes Franchise aus dem Shrek Universum gelungen das zwar weniger mit seiner oberflächlichen Geschichte überzeugen kann, als mit dem wirklich gelungenen 3D, den vielen Action Sequenzen und dem bereits bekannten Humor durch die vielen namenhaften Synchronsprecher.

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Der gestiefelte Kater

Länge: 90 min

Kategorie: Adventure, Animation, Comedy

Start: 26.04.2012

cinetastic.de Filmwertung: (7/10)

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Der gestiefelte Kater

Der gestiefelte Kater

Geschrieben von Ronny Dombrowski

Länge: 90 min
Kategorie: Adventure, Animation, Comedy
Start: 26.04.2012

Bewertung Film: (7/10)

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