In der Galaktischen Republik ist ein Streit über die Besteuerung von Handelsrouten ausgebrochen und ausgerechnet der friedfertige Planet Naboo, wird daraufhin von einer Übermacht an Raumschiffen der Handelsföderation belagert. Die Jedi-Ritter Qui-Gon Jinn (Liam Neeson) und Obi-Wan Kenobi (Ewan McGregor) werden im Auftrag des obersten Kanzlers der Republik nach Naboo geschickt, um dort zu verhandeln, doch dazu soll es niemals kommen. Nur knapp entgehen sie einem Attentat und müssen fast hilfslos zusehen, wie die Handelsföderation Naboo im Sturm erobert. Qui-Gon Jinn und Obi-Wan können mit Königin Amidala und ihrem Stab entkommen, werden jedoch zur Landung auf den Wüstenplaneten Tatooine gezwungen. Auf der Suche nach Ersatzteilen machen sie Bekanntschaft mit dem jungen Sklavenjungen Anakin Skywalker (Jake Lloyd), der ihnen nicht nur hilft die passenden Ersatzteile bei einem Podrennen zu gewinnen, sondern auch eine noch unbekannte Macht beherbergt. Qui-Gon ist der Überzeugung in Anakin den Auserwählten gefunden zu haben, der die Verhältnisse der Macht wieder in Gleichgewicht bringen kann…
Im Jahre 1977 begann George Lucas (Indiana Jones and the Temple of Doom) mit seinem Epos, der noch heute über alle Altersgruppen hinweg die Menschen in Erstaunen versetzt. Er drehte mit “Star Wars – Episode IV: Eine neue Hoffnung” einen Meilenstein des Sciencefiction, brachte 1980 die Fortsetzung “Star Wars: Episode V – The Empire Strikes Back” heraus und rundete die Saga schließlich 1983 mit “Star Wars: Episode VI – Return of the Jedi” ab. Obwohl dies nur drei der sechs Teile darstellen, sollte es weitere 16 Jahre dauern, bis George Lucas die Fortsetzungen drehte, die 30 Jahre vor Episode 4 angesiedelt sind. Als im Jahre 1999 schließlich die lang ersehnte Fortsetzung mit “Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung” erschien, waren insbesondere die älteren Fans mehr als enttäuscht, was leider an Lucas mehr als ungewöhnlichen Drehbuch lag.
Lucas wollte die Geschichte von den Anfängen erzählen und so kam er nicht umher, Darth Vader auch als kleinen Jungen zu zeigen. Ob dies gut oder schlecht ist sei dahingestellt, auf jeden Fall war die Wahl mit Jake Lloyd (Madison) alles andere als die beste. Der Film hatte ohnehin schon kaum Handlung, drehte sich fast über eine Stunde ausschließlich um Anakin Skywalker und dieses Podrennen auf Tatooine und hatte damit einen Hauptdarsteller, der alles andere als überzeugen konnte. In kindlichem Größenwahn steuerte dieser nicht nur seinen Podrenner durch die Wüste, sondern vernichtete gleich noch in einem Jäger eine riesige Raumstation über Naboo. Mit lockeren Sprüchen dessen wollte Lucas den Film aufheitern, was hier jedoch alles andere als gelungen war. Episode 1 erinnerte mehr an einen besseren Kinderfilm, als an eine ernsthafte Fortsetzung des großen Star Wars Epos.
Nachdem im Jahre 2002 schließlich “Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger” und im Jahre 2005 “Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith” folgte, scheint George Lucas nun auf den Zug des 3D Kommerzes aufspringen zu wollen. In überarbeiteter Version erwartet uns nun im Jahre 2012 noch einmal Episode 1, nur natürlich in 3D gehalten. Um es gleich vorweg zu nehmen, als Star Wars Fan war ich gespannt und wurde letztendlich von “Star Wars: Episode 1 – Die dunkle Bedrohung 3D” bitterböse enttäuscht. Natürlich war schon im Vorfeld klar, dass nachträglich umgerechnetes 3D niemals an so großartige Werke wie das kürzlich vorgestellte “Hugo Cabret” herankommen können, dennoch war man grade von George Lucas einen gewissen Standard gewohnt. Großartiges 3D im Weltraum? Fehlanzeige. Großartiges 3D beim Podrennen auf Tatooine? Fehlanzeige. Es gibt durchaus ein paar Szenen wo mit der zusätzlichen Tiefe gut gearbeitet wurde, aber letztlich gehen diese im Film fast gnadenlos unter. Im Grunde ist das 3D immer nur dann zu sehen, wenn sich 2 Personen im Vordergrund unterhalten oder irgendwo an der Seite ein Busch in den Vordergrund gerückt wurde. Vergleicht man nun den regulären Kinopreis mit 3D Aufschlag, der nicht selten bei 12€ liegt, kann man beruhigt zu den überarbeiteten Blu-rays greifen und sich diesen Film zuhause noch einmal ansehen und auf das ohnehin kaum vorhandene 3D verzichten. Die Bildqualität entspricht den Blu-rays, zusätzliche Szenen gibt es nicht und lediglich das 3D ist neu.
Für Fans der Star Wars Reihe mag es ein Highlight sein diesen Film noch einmal auf großer Leinwand zu sehen, nichts desto trotz ist die 3D Umsetzung alles andere als gelungen. Da George Lucas (Gerüchten zufolge) auch noch die anderen fünf Teile überarbeiten will, muss da noch einiges besser werden, so geht es jedenfalls nicht!
