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Attack the Block

Geschrieben von Ronny Dombrowski am 2. September 2011

Auf dem Nachhauseweg wird die angehende Krankenschwester Sam (Jodie Whittaker) eines Abends in einem Viertel in Süd-London von einer örtlichen Jugendgang überfallen. Nachdem sie diesen Geld, Handy und ihren Ring ausgehändigt hat, stürzt ein brennendes Objekt vom Himmel auf ein angrenzendes Auto. Sam nutzt diese Gelegenheit natürlich sofort zur Flucht und Moses, Anführer dieser Gang, schaut sich das entsprechende Objekt natürlich sogleich an. Nachdem er von diesem „Rtwas“ fast gebissen wurde, gibt es für die Gruppe nur eines, Rache. Sie verfolgen das fliehende Ding, schlagen es tot und fahren wie mit einer Trophäe in der Hand in ihre Hochhaussiedlung. Während sie schließlich im 19ten Stock bei ihrem Drogendealer des Vertrauens sind, beginnt alles wieder von vorn, nur schlimmer. Unzählige Meteoriten fallen vom Himmel und kündigen weitere Aliens an. Mit Messer, Schwert, Baseballknüppel und Feuerwerk rüsten sie sich gemeinsam zum Kampf, um auch diese zu erledigen. Aliens? Nicht in unserer Siedlung! Schon bald allerdings müssen sie feststellen, dass diese nicht so klein und wehrlos sind, wie es noch der erste war…

Attack the BlockWir hatten Aliens bisher in fast allen Gebieten der Erde. Egal ob sie die Erde direkt angreifen, nur Hollywood oder Russland bereits eingenommen haben, nie aber hatten wir Aliens in einer Londoner Hochhaussiedlung. Genau das wird sich auch James Wilson (Shaun of the Dead) gedacht haben, als er genau dafür Regisseur Joe Cornish verpflichtete. Mit einem für Kinofilme recht bescheidenen Budget von rund 13 Mio. Dollar hat Cornish allerdings einen Film erschaffen, der in England bereits in aller Munde ist. Den ganzen Film ließ Cornish ausschließlich Nachts im finsteren Süd-London drehen, um einerseits die Atmosphäre noch besser einzufangen, andererseits auch die Aliens etwas zu kaschieren, die budgetbedingt natürlich an keinen Hollywood Film heranreichen können. Ob das schlecht ist? Ganz im Gegenteil. Die Aliens, überdimensionierte Hunde mit leuchtendem Maul, sind dafür recht gelungen und wissen zu überzeugen (in den Hunden stecken echte Schauspieler…). Was aber an „Attack the Block“ am gelungensten ist, ist die Atmosphäre, die mit wirklich geringen Möglichkeiten eingefangen wurde. In erster Linie waren dafür Tom Townend hinter der Kamera und Jonathan Amos im Schnitt verantwortlich.

Von Seiten der Darsteller haben wir es überwiegend mit recht unbekannten Gesichtern zu tun, die ihren Job allesamt recht gut machen. Man kann viele, John Boyega, Jodie Whittaker, Alex Exmail, Franz Drameh, Leeon Jones, Simon Howard, Luke Treadaway, Jumayn Hunter und Nick Frost erwähnen. Letzteren kennen wir bereits aus so großen Rollen wie „Shaun of the Dead“ oder „Hot Fuzz – Zwei abgewichste Profis“. Leider hat er diesmal eher eine Nebenrolle, was dem Film selbst aber nicht schadet. Trotz allem reihen sich hier Gags an Gags, die in erster Linie aus gutem englischen Humor bestehen und natürlich jeder Menge Hochhaus-Slang. Wie sich das Ganze in der deutschen Übersetzung anhört, kann ich an dieser Stelle leider nicht sagen. Ich vermute fast, dass vieles einfach plump übersetzt wird und dadurch seinen ganz eigenen Charme verliert.

Mit „Attack the Block“ hat Joe Cornish einen einmalig komischen Film geschaffen, der nicht umsonst in England in aller Munde ist. Er kommt zwar bei weitem nicht an „Shawn of the Dead“ heran, findet aber durch seine Art ein nicht weniger interessiertes Publikum. Sofern die Möglichkeit besteht, kann ich jedem nur empfehlen, den Film unbedingt im englischen Original ansehen!

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Wir vergeben daher 7 von 10 Filmpunkten.

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Attack the Block

Länge: 88 min

Kategorie: Action, Comedy, Sci-Fi

Start: 22.09.2011

cinetastic.de Filmwertung: (7/10)

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Attack the Block

Geschrieben von Ronny Dombrowski

Länge: 88 min
Kategorie: Action, Comedy, Sci-Fi
Start: 22.09.2011

Bewertung Film: (7/10)

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